Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Berge

erstreckt sich zwischen der Moldau, Walachei und Siebenbürgen das Karpathenge-1birge, welches durch Polen und Ungarn streicht und in Schlesien mit Deutschlands !GebirgSländern zusammenhängt. Das Sudetcngebirge läuft zwischen Bohmen und ^Schlesien hin und sendet nord- und westwärts durch die Lausch nach dem sächsischen ^Erzgebirge und dem Voigtland einige Zweige. Das Fichtelgebirge und der Thürinr igerwald, mit dem ZichSfelde und dem nördlich gelegenen Harzgebirge verbreiten sich.durch die Mitte von Deutschland. Europas höchste Länder sind die Schweiz und Sa-'voyen, derenAlpen (s.d.) mit den benachbarten BergreihenDeutschlandS, Italiens ,und Frankreichs zusammenhängen. Ei» mit ihnen verbundener Zweig, die Apenni-nen, durchschneidet ganz Italien bisReggio hin und reicht, wahrscheinlich unter demMeere fortlaufend, bis zu den Gebirgen Afrikas. Die rhätischen Alpen gehen zwi-schen Graubünten und Mailand , die tridentinischcn zwischen Tirol und dem Dene-itianischen, die norischen zwischen Tirol und Salzburg , und die kärnthischen zwischenKärnthen, Kram, Friaul und Istrien . Westwärts erstrecken sich Alpenzweige durchFrankreich ; die Pprenäen bilden denGrenzwall und die Höhenzüge der hispanischenHalbinsel. In A frika ist der Atlas das berühmteste Gebirge. Man unterschei-det den großen und kleinen Atlas. Jener, der vielleicht mir Arabiens Bergreihenzusammenhängt, läuft westwärts nach derBerberei, die er von Biletulgend sehet-'det; dieser reicht von Tunis bis Gibraltar . Außerdem laufe» längs den Usern desNils niedrige Bergreihe» durch Oberägypten, Nubien und Habefch hin nach un-bekannten Gegenden des Innern von Afrika , wo sie mit den Mondbergen zusam-menhängen. Von da mögen sich Bergketten in das südliche Afrika erstrecken, mitdenen vielleicht die Schneeberge landeinwärts vom Vorgebirge der guten Hoffnung

verbunden sind. A mcrika hat nächst Asien die höchsten Gebirge. Mit den C o r-

dilleren (s. d.), längs der Westküste von Ehile und Peru , stehen andre Bergkettenin Verbindung, die sich durch das übrige Südamerika erstrecken. Von ihnen gehteine Kette durch die Landenge von Panama nach Nordamerika , wo sie längs derWestküste gegen Mitternacht läuft und verschiedene Zweige landeinwärts oder nachOsten sendet, die im höchsten Norden wahrscheinlich mit den Bergreihen des nörd-lichsten Asiens zusammenhängen. — Die höchsten bekannte» Berghöhen sind dieSpitzen des Hnnalava in Tibet (besonders der sogenannte weiße Berg) bis 26,862Fuß, wenn die Messungen genau sind. Die senkrechte Höhe des Gipfels über derMeeresfläche ist, bei einer von dem engl. Obersten Crawford gemessenen Spitzedes MuStaggebirges in Mittelasien 4166, die des Ehimborasso nach Humboldt

161, des Mauna Kräh auf den Sandwicbinffln 3066, des Eayambeorcu

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Südamerika 3030, des Antisana teSgl. 2950, des Pitchincha dcSgl. 2430, derStadtO.uito, des höchsten von Menschen bewohnten Orrs, 2462, nach A.jedochnur 1462, des Montblanc 2426, des Ophyr auf Sumatra 2306, des Louziraim franz. Departement der Oberalpen 2258, der Aiguille d'Argentwre 2094,des Corne du Midi 1945, des S.-Gotthardt 1650, des Ätna 1632, der Furka913, des Brockens 546, des Thals von Ehamounp 524, des Mont Cenis 910,

der Stadt Genf 188 Toistn (zu 6 par. Fuß . — Die Höhe dieser Berge ist unbe-

deutend im Vergleich mit der großen Masse der Erde. deren Kugelgestalt durch sienicht wesentlich verändert wird; denn der Ehimborasso verhält sich zum Erddurch-messer noch nicht wie 1 zu 1000. Im Allgemeinen haben die Berge eine Kegelge-stalt, d. h. sie steigen vom Fuße allmälig in die Höhe und bilden oben einen mehroder weniger spitzigen Gipfel. Den Rucken eines Gebirges nennt man die schma-len, auf der Oberfläche zugerundcten Massen, die bei einer Zuscbärsung Gebirgerücken, bei kreisförmiger Vertiefung zwischen 2 solchen Erhöhungen Sattel-rucken und bei fortlaufender Dorragung über die andern Komm beißen. Die ab-nehmende Höhe zu beiden Seiten des Gebirgsrückens heißt der Abfall. ErhabenePunkte, die sich zuweilen an den Abfallen zeigen, nennt man Gebirgshöhen, welche,