Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Bcrgprofil Bergrecht 803

3 Bde.) und seine „Physikal. Beschreibung der Erdkugel" (aus dem Schweb,durch Röhl, 3. Auf!., Greifswald 1791, 2 Bde.).

Bergprofil. Jeder Berg oder Abhang erlaubt 3 Ansichten: eine, woder Beschauer auf der Höhe oder Abdachung, die andre, wo er ihr gegenüber,die dritte, wo er ihr zur Seite steht, den Berg also im Profil betrachtet. Dieletztere Art der Ansicht ist die geschickteste, um die Abdachung„gehörig zu beurthei-len und sie bildlich darzustellen. Für den Baumeister, den Ökonomen, besondersaber für den Soldaten ist das Bergprofil wichtig, da die größere oder geringereSteilheit einer Terrainstrecke die Anlage von Chausseen und Wasserleitungen, dieCultivirung des Bodens, den Marsch und besonders die Aufstellung von Truppen,und namentlich von Geschütz begünstigt oder erschwert. Bei der Baukunst sahman dies schon von jeher ein, und eine nach richtigem Nivellement entworfeneProfilzeichnung belehrte den Architekten vollkommen, wie er seine Ideen nach derBeschaffenheit des Bodens einzurichten habe; in der Kriegskunst dagegen übersahman lange die Wichtigkeit der genauen Kenntniß der Abdachung, und noch Fried-rich der Große hatte höchst unklare Vorstellungen davon. Erst in neuerer Zeitbegriff man, daß eine klare Ansicht des Terrains dem Artilleristen, dem Ingenieurund dem Officier des Generalstabes von gleich großer Wichtigkeit sei, und manbrachte besonders dadurch Licht und Bestimmtheit in die Sache, daß man die Ho-rizvntalebene, welche stillstehendes Wasser überall bilden würde, als Grundebeneannahm, mit der oder mit deren Parallcllinien verglichen, jede Abdachung einenWinkel bilden muß, den man den Abtachungs-, Neigungs- oder Böschungswinkelnennt und gleich andern Winkeln durch Grade bezeichnet. Da es nur zu besondernZwecken wichtig ist, zu wissen, ob dieser Winkel ein wenig größer oder kleiner ist,so übersieht nian im Allgemeinen die geringen Differenzen und bezeichnet die Steil-heit nur von 5 zu 5 Grad, sodaß man von Abdachungswinkeln von 5,10,15,20,25° u. s. w., nicht aber von 7, 9, 13, 22° spricht. Major Lehmann (s. d.),der sich um die Ausbildung dieser ganzen Lehre die größten Verdienste erwarb, gingnoch weiter und entwarf eine Theorie der Situationszeichnung, nach der Das,was bisher nur durch Entwurf von Bergprosilzeichnungen anschaulich gemachtwerden konnte, nämlich welche Gradation ein Abhang hat und welche Truppen-gattung folglich ihn passircn und auf ihm fechten könne, schon durch Ansicht einesPlanes, bei dem sich der Zeichner stets senkrecht über dem darzustellenden Gegen-stände gedacht hat, klar wird. Er erreicht dies dadurch, daß er die Striche, welcheauf einem Plane den Abhang eines Berges bezeichnen, bei steilen Abdachungenschwärzer und dichter, bei flacher» feiner und weiter macht. Ganz weiß bezeichnetdie völlige Ebene, ganz schwarz die Abdachung von 45°, als die stärkste, welche,wenn die Senkung nicht Felswand und also gar nicht zu passiren ist, vorkommenkann; dünne weit von einander entfernte Striche die Abdachung von 5°, stärkereund dichtere die von 10°, noch dichtere die von 15° und so fort von 5 zu 5° bis 45°.Das Ganze gründet sich auf mathematische Prinzipien und auf den Sah, daß dasAuge, sobald es in einiger Entfernung über einer Gegend schwebt, die Abhänge,je steiler sie sind, auch desto dunkler, die Ebene aber am allerhellsten sehen wird.Anfangs fand die neue Methode vielen Widerspruch; man glaubte, daß sie zuschwierig zu erlernen und auszuführen sei. Bald sah man indessen, daß jungeLeute nicht längere Zeit zu Erlernung dieser Zeichnungsmethode brauchten als zuder einer andern, und daß Plane, nach dieser Manier entworfen, im Felde dieersprießlichsten Dienste leisteten.

Bergrecht, der Inbegriff der Gesetze, durch welche die Rechte und Ver-bindlichkeiten bei dem Bergbau bestimmt werden. Es gehören hierher nur dieZwangsrechte und Verbindlichkeiten, welche sich aus das Mein undDein erstrecken,Nicht aber Bergcommerzial-, Bergpolijeigesetze m s> W. Der Gegenstand des

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