Bern
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teles auf Kosten der?lkademie hat Pros. Bekker den größten Antheil. Beträchtlichist die Zahl der außerordentlichen Pros. und terPrivatdocenten. S.Hihig's „Ge-lehrtes Berlin ini 1825" (Berlin 1826).
Berliner Blau, ein Farbenmaterial, das eine reine dunkelblaue Farbe,einen matten Bruch, weder Geschmack noch Geruch hak, in Wasser, Weingeistund Äther unauflöslich ist und durch die Auflösung der atzenden Alkalien zersetzt wird.Die Erfindung dieser Farbe wurde 1704 von dem Farbenfabrikanken Diesbach ,,,Dippel's Laboratorium zufällig gemacht, indem er einer mit Alaun und Eiscm.si-.triol bereiteten Cochenilleabkochung, in der Absicht, Cochenillelack zu bereiten, Kalihinzusetzte, über welches Dippel thierisches Öl abgezogen hatte, und dadurch denbekannten blauen Niederschlag erhielt. Dippel, welcher fand, daß das Kali durchdie Behandlung mit thierischem Öl die Eigenschaft erhalten hatte, das Eise» blauzu färben, bereitete es bald auf einem einfachern Wege, indem alle thierische Stoffeund selbst alle vegetabilische, welche an Stickstoff reich sind, zur Verfertigung die-nen. Alle Stoffe zu diesem Fabricat müssen nur im Zustande der Reinheit ange-wandt werden, oder die Reinigung wird hernach sehr kostbar. Der Alaunzusatzgibt diesem Blau mehr Körper und eine hellereFarbe. Dieses Blau ist ein innigesGemenge von blausaurem Eisenoxyd (52 Theile braunrothes Eisenoxyd und 48Theile Blausäure). Der Zusatz der Alaunerte steigt von 20 auf 80 Procent. Zemehr Alaunerte dieses Blau hat, desto geringer ist seine Güte.
Berme, der einen oder einige Fuß breite Zwischeuraum, welcher bei einerSchanze zwischen Brustwehr und Graben gelassen wird und das Herabrollen dersich von der Brustwehr lösenden Erbstücke in den Graben hindern soll. Gewöhn-lich sind auf der Berme Srurmpfähle angebracht. - Zst dies nicht der Fall und dieBrustwehr so niedrig, daß der stürmende über dieselbe wegschauen kann, so bringtdie Berme mehr Schade» als Nutzen, indem der Angreifende, einmal dort ange-kommen, das Gewehr auf die Brustwehr legen und in die Schanze hineinschießenkaun. Zn Festungen wird die Berme gewöhnlich mit Dornsträuchen besetzt, wo-durch der stürmende Feind dort aufgehalten wird.
Bern, der größte Canton der Schweiz (173 H)M., 338,000 Einw., dar-unter 40,000 Kalhol., 250,300 Reform.), mit der Hauptstadt gleiches Namens.Schon im 12.Jahrh, umgab Kuno vonBubenberg den kleinen ÖrtBern, bei derFeste Nydeck, mit Graben und Mauern, und der Herzog v. Zähringen , welchemIchdeck gehörte, gab der neuen Stadt Gesetze, worauf dieselbe im 13. Jahrh, im-mer mehr bevölkert ward. Hier suchte der inedere Adel der umliegenden GegendSchutz gegen die Bedrückungen des höher», wozu noch Landleute und besondersBürger aus Freiburg und Zürich kamen. Kaiser Friedrich II. erklärte die Sradt1218 zu einer freien Reichsstadt und bestätigte die Freiheiten derselben durch einealte Urkunde, die noch im dortigen Archive aufbewahrt und die kaiserl. Handfestegenannt wird. 1288 wurde B. von Rudolf von Habsburg belagert, aber nichtgenommen, und 1291 fochten die Berner, unter Anführung Ulrichs v. Bubenberg,gegen ihren eignen feindlich gesinnten Adel, welchen Ulrich von„Erlach befehligte.B. ward nun eine Freistätte für alle Diejenigen, welche von Östreichs Adel ge-drückt wurden, wodurch die Stadt selbst zu einer Macht gelangte, die den Neidder übrigen Städte und des eignen Adels erregte. Beide schlössen daher ein Bund-niß mit einander, um B. zu vertilgen. Allein ihr Heer von 18,000 M., welches700 Herren mit gekrönten Helmen und 1200 Ritter anführten, wurde von den 3Mal schwächern Bernern, unter Anfuhrung Rudolfs von Erlach, ani 21. Juni1339, bei Laupen gänzlich geschlagen. Nach diesem Siege ward die Stadt sehyerweitert, worauf sie 1353 in den ewigen Bund der Eidgenossen trat, in wel-chem sie die Stelle nach Zürich , mithin die zweite im Bunde, erhielt. Bis zu Endedieses Zahrh. vergrößerte B. sein Gebiet theils durch Kauf, theils durch Erobe-Cviivexsattons-Leisten. Bd. 1. 52