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Bcrgwerkskunde
auch aus dem Steinkohlengebirge; dasselbe ist auch in andern Andern, z. D. in;Schlesien , der Fall. Ferner bauen in den Flötzgebirgen die Bleibergwerke beiAachen , welche jährlich 7—8000 metrische Cntr. Blei und an 20,000 Cntr. Algui- ^soux genanntes und zur Töpferglasur angewendetes Bleierz liefern; die Kupfer-bergwerke im Mannsfeldischen, zu Frankenberg, Bieber und Riegelsdorf in Hessen ,erstere mit einer Production von 10,000 Cntr. Kupfer und 8000 Mark Silber ;die wichtigen Eifenbergwerke am Stahlberge in der hessischen Herrschaft Schmal-kalden; die Bleibergwerke zuTarnowitz in Oberschlesien mit einer jährlichen Pro-duction von 5300 Cntr. Blei und 1500 Mark Silber ; die Galmei- nndAinkberg-werke Oberschlesiens und Polens , mit einer jährlichen Production von 80,000 Cntr.Galmei und 25,000 Cntr. metallischem Zink; die Zinkbergwerke Englands und dieschon weiter oben genannten andrer Ander; dieSteinsalzbergwerke in -Lüddeutsch-land, in Cheshire, zu Dic in Frankreich, zu Wielizka und Bochnia ; letztere mit ei-ner Production von fast 2 Mill. Cntr. — III. Nicht minder wichtig ist der Mine- ^ralreichthum der Alluvionen oder des aufgeschwemmten Landes. Das Platin, ;das meiste Gold, eine beträchtliche Menge Zinn und Eisen, ferner die Diamanten 'und die meisten andern Edelsteine kommen im Sande, Thone u. s. w. vor und wer-den durch Wäschereien oder Seifenwerke ss. d.) gewonnen. Endlich gehört;auch der T o rf (s. d.) hierher.
Bergwerkskunde, Bergwerkswissenfchaften, Berg--wissenschaften, Berg Werksgelehrsamkeit, ist dersvstemakische ^Inbegriff der gesammten Kenntnisse, mittelst welcher Bergwerke zum Nutzen eines!Landes eröffnet, betrieben, und die gewonnenen Mineralien zugutegcmacht werten.Sie zerfällt I. in den mineralogischen Theil: 1) Mineralogie; 2)Geognosie;(f. d.). I I. In die Bergtechnik oder Bergarbeitslehre, welche uns mit den verseifte-'denen wesentlichen Arbeiten des Bergbaues, wodurch er die nutzbaren Mineralienaufsucht, gewinnt, an den Tag bringt, mechanisch und chemisch scheidet, auch allevorkommende Hindernisse aus dem Wege räumt, bekanntmacht. Eie zerfällt: 1)in die Häuerarbeit, und diese wieder .->) in die Gewinnerkunst, welche sich bloß mitder Kenntniß der verschiedenen Häuerarbeiten, dem verschiedenen Gezähe oderWerkzeuge und der Manipulation selbst beschäftigt, und von der man fünferlei Ar-ten unterscheidet, nämlich das Wegfällen, die Keilbauenarbeit, die «chlägel- undEisenarbeit, das Bohren und «chießen, das Feuersetzen; I>) in der Veranstaltungder Grubenbaue (s. d.); 2) in den Grubenausbau, welcher uns lehrt, dieverschiedenen Arten von Gruben gehörig zu unterstützen, um den Aufenthalt desBergmanns in denselben zu sichern; dies geschieht theils durch die Form der Gru-benbaue, durch Versatz mit taubem Gestein, durch stehen zu lassende Pfeiler oderFesten und durch Zimmerung und Mauerung; 3) in die Förderung, welche dieWegschaffung des Gewonnenen, theils von einem Orte zum andern in der Grubeselbst, theils auch zu Tage aus und über Tage, begreift; man unterscheidet da-her Streckenförderung, Schachtförderung und Tagesorderung; 4) in die Ma-schinenarbeit, die sich mit der wirklichen Erbauung, Reparatur und Wartungaller Arten von Bergwerksmaschinen beschäftigt; 5) in die Aufbereitung, oderdie mechanische Absonderung der mitgeförderren untauglichen Mineralien von denbrauchbaren, und der letzter», sofern sie verschiedenartig sind, von einander. DerZweck der Aufbereitung ist daher Trennung verschiedenartiger Mineralien von ein-ander und Sortirung derselben zum Behuf der fernern Zugutemachung. Die Auf-bereitungsarbeiten sind folgende: <->) das Scheiden, welches zuvörderst in einemZerschlagen der großem Erzstücke, dann in einer Reinigung derselben r on^dem an-sitzenden Grubenschlamm durch Wasser, und dann in dem eigentlichen scheidenbesteht; b) das Setzen, d. i. eine Trennung des Gröber» von dem Feinern mit-telst eines im Wasser auf- und niederbewegten Siebes; e) das Pochen, d. i. die