Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Bering

Zerkleinerung der Erzstücke in den Pochwerken, welche entweder in sich senkrechtauf- und nicderbewegenten Stempeln oder Hämmern bestehen, und die Trennungder fein eingesprengten Erze von der Gang - oder Bergart, welche dann mittelst desWassers -I) durch das Waschen aufliegenden und beweglichen Herden noch mehrbewirkt wird, indem das schwerere Erz liegen bleibt, und die leichtern Berg - undGangarten mittelst des Wassers hinweggeführt werden; 6) in die Hüttenarbei-ten, welche sich mit der chemischen Manipulation beschäftigen, durch welche dieMineralien in denHütten (f. d.) durch Säuren, durch die Amalgamation, durchdie Schmelzung u. s. w. rein zerlegt und geschieden, d. i. als nützliche und brauch-bare Producte dargestellt werden. III. Zn die Bergwerksökonomie, welche denBergbau so zweckmäßig anlegen und betreiben lehrt, als eS nur immer der Nutzendes Staats, des Landesherrn und der Gewerben erfodert; welche ferner unnöthigeKosten gänzlich zu meiden, die nothwendig aufzuwendenden mit reifer Überlegunganwenden lehrt. Dieser Theil zerfällt 1) in den GrubenhauShalt, welcher sich mitder zweckmäßigen Veranstaltung derGruben- und der ersoderlichen Tagebaue, mitder gehörigen vortheilhaften Anlegung und Vertheilung der Arbeiten, mit der wirth-schaftlichen Anschaffung und guten Aufbewahrung tüchtiger Materialien und mitder zweckmäßig zu machenden Erzeinnahme beschäftigt, um nicht nur die Kosten zubestreiken, sondern auch, um möglichst einen Überschuß zu machen; 2) in denHüttenhaushalt, welcher die beste und schicklichste Anlegung und Erbauung derHüttenwerke selbst, die beste und Vortheilhafteste Einrichtung der Hüttenprocesse,die gehörige Vertheilung der Arbeiter, die zweckmäßige Anschaffung und Benutzungder Materialien u. s. w. lehrt; 3) in die Bergstylistik, welche sich mit allen auf! den Bergbau Bezug habenden schriftlichen Aufsitzen beschäftigt; 4) in das Derg-' rechnungswesen, welches die Auf- und Abnahme eines Berg - oder Hüttenwerksund die eigentliche Hkonomie derselben kennen lehrt; 5) in die Bergcommerz-wissenschaft, welche die Regeln des besten wirthscbaftlichen Einkaufs der zum Be-triebe nothwendigen Materialien sowie des vortheilhaftesten Vertriebs der gewon-nenen Producte angibt; 6) in die Bergcameralwissenschaft, welche den Vor-theil und Nutzen, den das Land, der Fürst und die Unterthanen aus dem Bergbauziehen können, und was zur Emporbringung desselben geschehen müsse, kennenlehrt. IV. Der mathematische Theil der Bergwerkskunde beschäftigt sich mit derAnwendung der Größenlehre auf den Bergbau und zerfällt in 3 Doctrinen:1) die Markscheidekunst (s. d.) oder die auf den Bergbau angewandte Geo-j metrie; 2) die Bergmechanik zeigt, wie die einzelnen Theile der Maschinen inzweckmäßigen Zusammensetzungen auf den Bergbau anwendbar sind; 3) die berg-; MäniuscheBaukunst zerfällt >-,) in die gemeine Baukunst, welche sich mit der An-' läge ter Tagegebäude beschäftigt; I>) in die Wasserbaukunst, welche den Teich-> und Grabenbau lehrt; e) in die unterirdische Baukunst, deren Gegenstände die/ Grubmzimmcrung und Mauerung sind. V. Das Bergrecht (s. d.). VI. Derhistorische Theil: 1) Bergwerksgeschichte; 2) BcrgwerkSgcographie und Berg-werksialistik.

Bering (NituS), russischer Seecapitain, geb. zu Horsens in Jürsand,wurdi, als ein geschickter Seemann, von Perer dem Großen bei der kaum eilst rän-derten Marine zu Kronstadt angestellt. Seine Talente und seine Unerschro cken-heit, lieer in den Seekriegen gegen die Schweden bewies, erwarben ihm die Ehre,zur Lurung einer Entdeckungsreise ins Meer von Kamtschatka gewählt zu wer den.Er reiste «o» Petersburg den 5. Febr. 1725 nach Sibirien . 1728 untersuch re erdie niedlichen Küsten dieser großen Halbinsel bis 67° 18'N.Br. und bestätigte,daß Ä len nicht mit Amerika zusammenhänge; ob aber die Kaimschgtka gegen über-liegenden Küsten auch wirklich Küsten des festen Landes oder nur dazwischen liegen-der Iiseln wären, sollte B. durch seine Reisen entscheiden. Am 4. Juni 1741