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Erster Band. A bis Bl.
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Berni

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Bernhardiner

Schein einer begründeten Nothwendigkeit davongetragen haben. Derselbe, derfrüherhin eine Mathematik der Erziehungskunst gesucht, wollte späterhin bei Ge-legenheit desKesreinngskrieges 1813 beweisen, daß die Erziehung den jedesmali-gen nationalen und staatSmäßiqen Anfoderungen und Bedürfnissen sich anschließenmüsse. — Er starb im Mai 1820.

Bernhardiner, s. Cistercienser.

Bernhardsberg (der grofieSt.-), twischenWallis und dem ThalAosta,hat eine Höhe von 10,380 Fuß. Auf seiner Spitze ist die Grenze zwischen Wal-lis und Piemont . Über ihn geht die Straße vom Gcnfersee, durch das walliserLand, in das Thal von Aosta . Der kleine St.-Bernh. (8651 F. hoch) trenntPie-mvnt von Savoven. Über diesen zog Hannibal. Ein savopischerEdelmann, Bern-hard v. Menlhon, der von 923—1008 lebte, baute hier 982 zum Besten der Pil-grime nach Rom 2 Hospitien, das eine auf dem Mont Joup, wo ein Tempel desJupiter stand, das andre aufdeni über die grauen Alpen führenden Wege, an derStelle, welche Colonne Jou heißt, von einer steinernen Säule, welche der Gegenstandeiner abgöttischen Verehrung war. Von heiligem Eifer beseelt, sturtte Bernhard dieSäule und den Tempel um und erbaute aus ihren Trümmern die Hospitien desnach ihm genannten großen und kleinen St.-Bernhard. Er vertraute die Sorge fürbeide Anlagen Mönchen des AugustinerortenS, welche, mir fast beispielloser Selbst-aufopferung, die edclmuthigste Gastfreiheit gegen die Reisenden bis auf die ZeitenKarl Emanuels I I I. von Sardinien übten. Dieser König gerieth über die Ernen-nung des Propstes mit den Schweizercantonen in Streit, zog die Girier ein undübergab die Verwaltung der Hospitien regulirten Chorherren vom Augustinerorden,die mit gleicher Menschenliebe und Ergebenheit ihren frommen Beruf üben. Aufder wüstenHöhe (7668Fuß) desHospizes des gr.St.-Bernhard , die für den höch-sten bewohnten Punkt in Europa gehalten wird, herrscht fast ein ewiger Winter;man sucht umsonst einen Baum oder Strauch, der Glanz des Schnees blendet dasAuge des Wanderers. Mit Hülfe der Klosterknechre geleiten die heldennnithigenGeistlichen die mit Brot und Wein versehenen Reisenden, und leihen oder schenkenArmen, um sie vor Frost zu schützen, Kleidungsstücke, die in Verrath gehaltenwerden. Es gehen jäkrl. gegen 9000 Menschen über den Berg, die »n HospizErholung finden. An Tagen, wo Stürme und Schneegestöber wüthen, machensich die Geistlichen, von Hunden (Marons genannt) begleitet, auf den Weg, umVerunglückte aufzuspüren. Ist keine Rettung möglich, so wird der Leichnam indas Todtengcwölbe gebracht, wo er, in ein leinenes Tuch gehüllt, so lange aufcinemTische liegen bleibt, bis ein andrer Verunglückter seine Stelle einnimmt. Dannwird er an die Wände zu den übrigen Todten gestellt, bereit Verwesung wegen desFrostes so langsam vor sich geht, daß oftTodte nach Jahren noch von ihrenFreun-den wieder erkannt worden sind. Neben dem Todtenhause ist eine ArtKirchhof, aufden die Gebeine gelegt werden, wenn sie sich zu sehr im Gewölbe anhäufen; denndas Begraben ist unmöglich, weil rings um das Hospilium nichts als nackre Felsensind. In der Kirche befindet sich das Denkmal Desaip'S, der in der Schlacht vonMarengo fiel. Der erste Consul hatte befohlen, ihn zu balsamiren und ihm eineRuhestätte auf den hohen Alpen anzuweisen. Das Denkmal von Marmor stelltDesair in halb erhobener Arbeit dar, wie er, verwundet, vom Pferde seinem Adju-tanten Lebrun in die Arme sinkt. Auf der Klostertreppe steht seine marmorne Bild-säule. Gegenüber ist eine schwarze marmorne Tafel, aus der die damalige RepublikWallis mit einer goldenen Zuschrift den Übergang des Imperators über den Bern-hard (15. Mai 1800) geehrt hat. Seit Kurzem hat man durch in Europa gesam-melte Beiträge die Wohnungen der 9—10 Geistlichen gesünder eingerichtet.

Berni (Francesco) (auch Berna und Bernia), ein Dichter des 1k. Jahrh.,geb. gegen das Ende des 15, Jahrh, zu Lamporecchio im Toscanischen, aus einer