Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Bem'ls

gang und beauftragte ihn mit verschiedenen Arbeiten, u. a. mit der Verschön^der Engelsbrücke. 70 I. alt, vollendete der unermüdliche Künstler eins ichschönsten Werke, das Grabmal Alexanders Vll., und widmete sich noch versthch,nen architektonischen und Bildhauerarbeiten mit einer Anhaltsamkeit, welchch,Lebenskraft des 82jähr. Greises erschöpfte. Er starb den 28. Nov. 1680 undmit großer Pracht in der Kirche St.-Maria Maggiore beerdigt. Seinen Kinch.hinterließ er ein Vermögen von fast einerMill. Thalern. B.'s Lieblingsregel ^6 bi noii ssco t,, Ivn!tu re^olu, non p,is 8 .'» msi. Er glaubte also,den Künsten sich hervorzuthun, müsse man sich über die Regeln erheben Mit cheine eigne Gattung bilden. Dies hat B. mit einem seltenen Glück, aber wich^,vorübergehendem Erfolg gethan. Seine vorzüglichsten Schüler warenBernini , sein Bruder, Bildhauer, Architekt und Mathematiker, Mattia ^Franeois Duquesnoi, mit dem Beinamen derFlamländer, und Borronimi- ..vÄernis (Frane.ois Joachim de PierreS, Comte deLyon und Cardin^geb. zuSt.Marcel de lÄrdeche 1715, stammte auseinem alten, aber voin^wenig begünstigten Geschlechte, weßhalb ihn seine Ältern dem geistlichenwidmeten. Nachdem er einige I. zu Paris in dem Seminar von St.-S""^zugebracht hakte, trat er in die Welt, wo eine einnehmende Gesichtsbildungfällige Sitten, ein heiterer Sinn und das Talent, leichte und angenehme Deck ^machen, sowie seine Rechtschaffenheit, ihn empfahlen. Die Pompadour, d<^ >Madame d'Etioles, stellte ihn Ludwig X V. vor, welcher Geschmack an ihm chj>,und ihm eine Wohnung in den Tuilerien nebst einer Pension von 1500 Livi'chch-Seine Wünsche gingen darauf hinaus, seine Einkünfte auf 6000 Livres zugen; da es ihm mit diesem mäßigen Glück nicht gelingen wollte, beschloß ereinem größern zu streben. . Er begab sich als Gesandter nach Venedig und Asich auf diesem schwierigen Posten in große Achtung. Nach seiner Zurücksgenoß er der höchsten Gunst am Hofe. Bald darauf erhielt er das Ministesder auswärtigen Angelegenheiten. Damals wechselte das politische SysteS.^-Europa. Frankreich und Östreich, bisher Feinde, verbanden sich durch ein^/^,eund Trutzbündniß. Diesem folgte der für Frankreich so unglücklich E'Iid-ftebenjähr. Krieg. Mehre Schriftsteller haben B. als Haupturheber dieses 7 suisses genannt; allein Duclos versichert, B. habe das alte System aufreckthalten wollen, das seit Heinrich IV. und besonders seit Richelieu FrankreichBeschützer der mindermächtigen deutschen Staaten und zum Nebenbuhlermachte. Niedergebeugt von den Unfällen seines Vaterlandes, die ihm wcn'E r,zum Theil zugeschrieben wurden, gab B. das Portefeuille der auswärtigenlegenheiten ab. Bald darauf ward er vom Hofe verwiesen. Seinedauerte bis 1764, wo ihn der König zum Erzbischof von Alby, und 5 I-zu seinem Gesandten in Rom ernannte. Hier blieb B. bis zum Ende 1LebenS. Er betrieb daselbst im Namen seines Hofs und gegen seine eignes.,nung die Aufhebung der Jesuiten . 1791 nahmen die Tanten Ludwigs ch^i.als sie Frankreich verlassen hatten, ihre Zuflucht zu ihm und wohnten be> AsiDie Revolution unterbrach sein Glück und den edeln Gebrauch, den ss. Hesmachte. Er sank in eine Art von Hilflosigkeit, aus welcher ihn der spanisch^,,>durch eine ansehnliche Pension zog. B. starb zu Rom den 2 . Nov. 1794»'' ^Alter von beinahe 80 Z. Die leichten Poesien seiner Jugend hatten MN-Platz in der franz. Akademie verschafft. Er selbst beurtheilte sie am ^'2^-Man hat ihnen Ziererei, Nachlässigkeiten und eine zu große Fülle von ^logischen Bildern und Blumen vorgeworfen. Voltaire nannte ihn ck^pe>'^konguetiero, nach einer wohlbeleibten Blumenhändlerin, die vor Heil,Hause feilhielt. Indeß hatte Voltaire viel Achtung für seinen Geist, flu > ^ M.'fseineKritik und Person, wie aus dem von Bourgoing 1799 herausgegebene