Bemoull» (Familie) 827
Mischen Beiden hervorgeht, welcher B. in jeder Rücksicht zur besonderngereicht. Ein anderer Briefwechsel zwischen B. und Paris du Berney istim Druck erschienen. Nach seinem Tode gab Azara sein Gedicht: ,,1.aheraus, in welchem man zwar schöne Verse und erhabene^ anken findet, dem es aber im Ganzen an Feuer und Lebendigkeit fehlt.
Hinmtliche Werke sind 1797 bei Didot erschienen,ikikk, ^ krnoulli, eine Familie, die in einer bis jetzt einzigen Folge 8 ausgerh 7 ""e Männer hervorgebracht hat, welche sämmtlich die mathematischen WistSchäften zum Gegenstände ihrer Wtudien wählten. Die Familie B. wanderted der Verwaltung des Herzogs von Alba der Religionsbedrückungen wegentz "ntwerpen aus,,.flüchtete anfangs nach Frankfurt und ging dann nach Basel ,W Zu den ersten Ämtern der Republik emporstieg. — 1) Jakob B., geh.^ "Vasel 1 654 , ward daselbst 1687 Professor der Mathematik und starb 1705.
Leibnitz und Newton erfundene Rechnung des Unendlichen wandte er auf^.nhwersten Fragen der Geometrie und Mechanik an, berechnete die lopodro-/Iche und die Kettenlinie, die logarithmische Spirale und die Evolute verschiedener- Minen Linien, und erfand die sogenannten Bernoulli'schen Zahlen. — 2)Zo-3 ^b. zu Basel 1667, glänzte als einer der größten Mathematiker sei-u ^eit und durfte sich einem Newton und Leibnitz an die Seite stellen. Er sollteo Kaufmannschaft erlernen, hatte aber mehr Neigung zu den Wissenschaften und^ Mtte seit 1683 vorzüglich Medicin und Mathematik. Ihm und seinem Bruder, "wb verdanken wir eine ausgezeichnete Bearbeitung der Differentialrechnung;^ dachte er selbst auf eine Erfindung, wie er von unendlich kleinen Größen auf/endliche kommen könne, wovon jene die Elemente oder die Differenzen sind,>IN^ Methode benannte er oaleuium integralem. Als er 1690 — 92 reistesich auch in Paris aufhielt, unterrichtete er den Marquis de l'Hopital in derE'Mhenmtik. Bei dieser Gelegenheit erfand er den ealoulum expnnentialemA als Leibnitz etwas davon mitgetheilt hatte, und machte solchen 1697 bekannt.
'4 ward er zu Basel vr. der Medicin, und ging 1695 als Professor der Ma-K^Matix nach Groningen , wo er das leuchtende Wetterglas erfand. Für die demFriedrich I. von Preußen überreichte Probe erhielt er eine goldene MedailleWard Mitglied der berliner, in der Folge auch der pariser n. a. Akademien.i>Ä stmes Bruders Tode, 1705, übernahm er die Professur der Mathematik, "Oasel und verwaltete dieselbe bis an seinen Tod, 1. Jan. 1748. — 3) Niko-, Neffe des Vorigen, heb. zu Bafel 1687, studirte die Rechte, mehr. ^die Mathematik, ging 1705 nach Gröningen zu Zoh. Bernoulli, kehrte aberder ^wselben zu Ende d. I. nach Basel zurück und ward Professor der Mathematik^ 'elbst. Ex bereiste die Schweiz, Frankreich, Holland und England, und ward5 ^ Mitglied der londner und berliner Societät. Auf Leibnitz's EmpfehlungM er 1716 als Professor der Mathematik nach Padua , aber 1722 kehrte erseine Vaterstadt, als Professor der Logik, zurück. 1731 ward er da-äsosi Professor des EodiciS und LehnrechtS und starb 1759. Des oben genanntens!A. B. drei Sohne: 4) Nikolaus B., geb. zu Bafel 1695, ward daselbstgei?b ^ofessor der Rechte und starb 1726 in Petersburg . — 5) Daniel B.,M Gröningen den 9. Febr. 1700. Er studirte Medicin, in welcher er diei^°etorwürde annahm; zugleich beschäftigte ihn die Mathematik, die ihn seingelehrt hatte. Er besuchte Basel, Heidelberg, Strasburg, Venedig und^adua. In einem Alter von 24 Z. ward ihm die Präsidentenstelle einer Akademie^Zttragen, die Genua errichten wollte. Er nahm aber im folgenden ,J. einenLk nach Petersburg an. Zn Gesellschaft seines jüngern Bruders, Johann,, ng er ^22 ^ach Basel , ward daselbst Professor der Anatomie und Botanik,"" Professor der Physik, trat 1777 die Stelle Alters halber seines Bruders
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