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Kaiser Peter III. sowol deßhalb als wegen Schleswig seine Federungen geltendmachen wellte, sergte B. für die niöglichstcn Zurüstungen zum Kriege. Allein ersollte so glücklich sein, seinem Staate Vergrößerung zu schaffen ohne Blutvergießen.Peters Tod (1162) hinderte den Ausbruch des Kriegs, Katharina II. setzte dieseStreitigkeiten auf gütliche Ausgleichung aus, die 1113 durch die DertauschungOldenburgs und Delmcnhorsts gegen Holstein erfolgte. D. war zugleich Kennerund Beförderer der Gelehrsamkeit. Auch als Friedrich V. , deffen Regierung er sotrefflich geleitet hatte, 1166 starb, genoß er die Gnade des neuen Königs Chri-stian VII. , der ihn 1161 in den Grafenstand erhob. Allein dessen neuer Liebling,Struensee , wußte es dahin zu bringen, daß B. am 15. Sept. 1110 durch ein eigen-händiges Schreiben des Königs (mit dem er so eben von einer Reise aus Schleswigund Holstein zurückgekommen war) seine Einlassung mit einem jährt. Gehalte von6000 Thlrn. erhielt. Er lebte jetzt in Hamburg , von wo er nach Struensee's Falleauf die ausgezeichnetste Art zurückberufen wurde. Zm Begriff, diesen Ruf anzu-nehmen, starb er am 19. Febr. 1112. Die Bauern seines Gutes in Dänemark ließen ihm am 28.Aug. 1183 wegen der von ihm aufgehobenen Leibeigenschaft undbewirkten landwirthschaftlichen Verbesserungen auf den Feldern desselben eine Eh-rensaule errichten, die als ein freiwilligesDenkmal der Dankbarkeit merkwürdig ist.Spittlcr sagt von diesem große»Manne: „In der Reihe trefflicher Minister, dieKönig Friedrich V. von Dänemark hatte, glänzt Gras Bcrnstorff als ein Mannvon erster Größe. Was irgend ein Minister in seiner Lage thun konnte, das hat ervollendet, und wenn er keine großen, durchgreifenden Unternehmungen ausführte,sondern Alles dem allmäligen Besserwerdcn überließ, das sich von selbst ergibt, so-bald die wichtigsten vacant werdenden Plätze mit fähigen, edel» Männern besetztwerden: so folgte er einem Reformationsplane, der hier seinen Einsichten ebensoviel Ehre machte als seinem Herzen". — Zn mancher Hinsicht noch größere Ver-dienste um den dänischen «Ltaat erwarb sich der Vetter des Vorigen, AndreasPeter, Graf v. B., k. dänischer LLtaatSminister, geb. inHanover am 28. Aug.1135, wo sein Vater, welcher Landrath war, beträchtliche Güter besaß. NachVollendung seiner Universiiätsstudien und Reisen kam er 1155 als Kammerjunkerin dänische Dienste, bildete sich unter seinem Onkel zum iLtaatSinann und suchteseit 1161 als Mitglied des obersten FinanzcollegiumS, in Verbindung mit seinemOnkel u. einigen A., die Freiheit und das EigenthumSrecht des Bauerstantes zubewirken. Schon war er Ritter des Danebrogordens, 1161 mit seinem Vetterzugleich in den dänischen Grafenstand erhoben und 1169 zum Geh.-Rath ernanntworden, als auch er, bei Struensee's Eintritt ins Ministerium, seine Entlassungerhielt. Allein am Ente d. 1.1112 zurückgerufen, stieg er bald zum Minister. Erbrachte 1113 die Austauschung des goitorpschen Antheils von Holstein gegen Olden-burg und Delmenhorst , sowie die Erneuerung der freundschaftlichen Verbindung zwi-schen England lind Dänemark zu Stande und that im Oct. 1118 dem schwed. Hofeden ersten Vorschlag zur bewaffneten Neutralität. Wahrscheinlich um sich den Rän-ken seiner Feinde zu entziehen, nahm er 1180 seine Entlassung, ward aber 1184l zurückberufen und erhielt seine vorher bekleideten -L teilen wieder. Nun unterstützte erl dieEinsübrung eines neuen Finanzplans und bereitete die Aufhebung der Leibeigen-I schaff in Schleswig und Holstein vor, die naeb seinem Tode erfolgte. Ebenso war er^ ein standhafter Beschützer der bürgerlichen Freiheil und erklärte sich stets gegen Ein-schränkung der Preßfreibeit. Ungeachtet er kein Freund der franz. Revolution war,so erklärte er doch, daß Dänemark sich nur dann in ein Bündnis gegen Frankreich einlassen wolle, wenn die Verbündeten zur ersten Grundlage ihres Bündnisses sichgegenseitig das Versprächen gäben, bloß zur allgemeinen-Sicherheit und zur Wieder-herstellung derRuheEuropa'S, nicht aber zur Erreichung geheimer undeigennützigerAbsichten, sich zu vereinigen. Da er überhaupt für den innern Wohlstand Däne-