Band 
Erster Band. A bis Bl.
Seite
837
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Beryll Besannen 831

macht?. Aber 1718 und 1719 war er selbst genöthigt, gegen Philipp V. zu käm«pfen, der aus Erkenntlichkeit einen Sohn des Marschalls in Spanien angestellthatte. Als er das span. Gebiet betrat, schrieb er an seinen Sohn, der u. d.N. Her:zog von Liria bekannt ist, und ermähnte ihn, seine Pflicht zu thun und nach allens. Kräften für s. Souverain zu kämpfen. Bei der Belagerung von Philippsburg endigte den 12. Juni 1734 eine Kanonenkugel sein Leben.

Beryll, s. Smaragd .

Berze lins (Jakob), geb. 1779 in Linköping in Ostgothland, studtrtevon 1796 an in Upsala Medicin und Naturwissenschaften, vorzüglich aber Chemie,machte auch deßhalb späterhin mehre wissenschaftliche Reisen. Zetzt ist er Ilr. derMedicin, Pros. der Chemie und Pharmacie, Assessor am königl. schweb. Sanitäts-collegium, Secrekair der königl. Akademie der Wissensch. zu Stockholm und Inha»ber mehren Orden. Karl X I V. Johann hat ihn in den Adelstand erhoben. Auf dasseht vorherrschende dualistische oder elektrochemische System der Chemie, dem zu-folge kein chemischer Proceß ohne einen elektrischen gedacht werden kann, hat er gro-ße» Einfluß und ist als einer der Begründer desselben anzusehen. Er war der Erste,der die metallische Base der alkalischen Erden (Kalk, Baryt, Strontion), indem erselbige, mit Quecksilber vermischt, der Einwirkung des GalvanismuS aussetzte,darthat, nachdem durch Davy vorher Dasselbe von Kali und Natron gezeigt wor-den war. Gleiches bewies B.auch von dem Ammoniak. Daß der Kieselerde eben-falls ein Metall zum Grunde liege, zeigte er auf chemischem Wege, indem er Kiesel-erde, Eisenfeilspäne und Kohle in einem Kohlentiegel anhaltend glühte. «Leine An-sicht von der Chlorine, welche er der Davy'schen (der zufolge sie ein einfacher Körpcrist) entgegenstellte, findet jedoch wenig Anhänger unter den heutigen Ckemikein.Er hält sie niemals für eine Base der Salzsäure mit Sauerstoff; der Sauerstoffbleibt hiernach der einzige die Verbrennung bewirkende Stoff; doch soll dadurchnicht behauptet werden, daß er auch das alleinige säuernde Princip sei. Hierausfolgt nun natürlich eine abweichende Erklärung der salzsauren Verbindungen. Ampositiven Pol steht nach ihm das Kali oben an, anstatt daß bei Andern dasHydro-gen diese Stelle einnimmt. Die Richter'sche stöchiometrische (s. Ltöchiomerrie)Ansicht, daß alle chemische Verbindungen nur in bestimmten quantitativen Verhält-nissen stattfinden, wurde von B. genau revidirt, vervollkommnet und gezeigt, daßdies auf der Eigenschaft der Elektricität beruhe, daß -v k und — kl sich^zu L ver-binden, ohne daß der Körper, der A oder — b enthielt, prädominier. Lein Werkhierüber: „Theorie der chemischen Proportionen w.", hat der verst. Geh. Finanz-rath Blöde (Dresd . 1820) deutsch bearbeitet. Auf denselben Ansichten beruht seinSystem der Mineralogie. Denselben Gesetzen sind, nach B., auch die organischenVerbindungen unterworfen, was der Theorie nach nicht zu bezweifeln, doch durchdie Erfahrung schwieriger zu beweisen ist. Noch verdanken wir ihm viele einzelneUntersuchungen in der organischen Chemie. Er hat hierüber ein Werk geliefert, auchdeutsch , mit Verbesserungen von ihm selbst; wie das bei dem „L'hrbuch der Che-mie" (voin 1. Th. die 3. A., Dresd . 1825, vom 3. Th. die 1. Abrh. 1827, vonF. Wöhlcr) derselbe Fall ist. U. d. T. „I'raitö clo «Nimm mummle,et-mm>->!e" erscheint B.'SWerk zum Theil nach der deutschen A., zum Theil nachder Handschr. des Dfs., ins Franz, übers., von Iourdan in Paris 1829 (8 Bde.).Schweigger hat s. „Überblick über die Zusammensetzungen der thierischen Flüssig-keiten" und Ligwart s. „Übersicht der Fortschritte und des gegenwärtigen Zustan-des der thierischen Chemie" (beide 1814) überseht. Auch sind die mehrsten seinerSchriften in das Engl . und Franz, übergetragen. Seine „Jahresberichte (der7. 1828) über die Fortschritte der physischen Wissenschaften" hat F. Wöhler au»dem Schwed. überseht.

Besannen, deutsch Bisanz, 23° 42' 1k" L., 47° 14' 12" N. Br.,