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Erster Band. A bis Bl.
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Beweglichkeit

Pfründen gestiftet werden. Jeder muß, was er genießt, durch irgend eine der Ge-sellschaft nützliche Thätigkeit für dieselbe verdienen. ssvoduciren im Lande Alle, dieproduciren können, so werden Die, welche die Gesellschaft zu Diensten nöthig hat,reichlich ernährt werden können, unk es werden mit jeder Generation so viel neueProducenten entsteken, daß sie genug für Die, welche von ihnen zu Diensten nö-thig sind, übrig behalten. 2) Der Industrie und der nützlichen Arbeit aller Artfreien Spielraum zu eröffnen und beide das Hauptprincip derVertheilung der Gü-ter sein zu lassen. Diesem Princip ist es entgegen, wenn die Güter, und insbe-sondere das Grundeigenthum, in großen Massen durch gesellschaftliche Institute ineinigen wenigen Händen erhalten und vereinigt werden, und wenn man dadurchden Zugang der Industrie zu denselben erschwert, oder verhindert, daß demFleißenicht Das zu Theil werden kann, was ihm bei freier Concurren; zukommen würde.Denn durch solche Institute wird die Production vermindert und folglich der Ver-mehrung desVolks, sowiederVerbreitung desWohlsiandeS, entgegengewirkt. Woaber die Güter nach dem Grade der Industrie und des Fleißes, den Jemand an-wendet, vertheilt werden, da finden die Ursachen der Vermehrung desNakional-reichthums und der proportionirlichen gerechten Dertheilung desselben die größteAufmunterung, da wird die Vermehrung der Bevölkerung stets nach der Vermeh-rung der Bekürsnißmittel in der gehörigen Proportion folgen. Die freie Industriefindet dann immerWege, anderswoher Brot zu schaffen, wenn es auf einer Stellegänzlich daran fehlt. 3 Keine Gelegenheit zugeben, daß Capitalien oder Ge-werbsleute gereizt werden, ihre Kapitale oder Gewerbskünste ins Ausland zu ver-pflanzen, wo noch das Inland ihnen Vortheile anbieten kann. 4) Keine über-flüssigen öffentlichen Diener zu besolden, da es besser ist, daß diese Etwas produ-cire», als das Land um überflüssigen Diensten zu belästigen. 5) Der Auswande-rungslust volle Freiheit zu gestatten. Wo eine solche Politik herrscht, da,kanndem Bevölkerungstriebe freier Spielraum verstattet werden, ohne daß davon Über-völkerung zu fürchten ist. Dagegen sind die künstlichen Mittel, welche die Regie-rungen oft angewandt haben, um seine Wirkungen zu vergrößern, sämmtlich zuverwerfen, weil damit nicht auch zugleich die Mittel gegeben werden, die Neuerzeug-ten zu erhalten und auszubilden. Da ferner das Institut der Ehe dasjenige reli-giöse und moralische Institut ist, welches den moralischen Zweck des GeschlechtS-triebes am sichersten befördert, so darf der Ltaat die außereheliche Befriedigungdesselben nicht aufkommen lassen. Nur sollte keine Ehe eher eingegangen werden,als wenn man WahrscheinlichkeitSgründe vor sich sieht, die in derselben zu erzeu-genden Kinder so zu erziehen, daß sie die Geschicklichkeü erhalten, sich und ihreKinder künftig ebenfalls zu versorgen. Bringt es der Staat dahin, daß alle Ehenmit solcher Überlegung geschlossen werde», so hat er weder zu fürchten, daß sichmehrVolk i» ihm anhäufe, als sich ernähren kann, noch daß^eS an der nöthigen undnützlichen Bevölkerung im Lande jemals fehlen »'erde. So ergiebt sich, daß dieBevölkerung weder als absolutes Princip der Politik etwas taugt, noch daß vondem natürlichen, durch Vernunft regierten Gange der Dinge zu fürchten ist, daßin gesitteten Staaten eine Übervölkerung Platz gewinnen werde, daß also Beide,Sonnensels und MalrhuS, sich in einem groben Irrthume befinden. 51.

Beweglichkeit. Diese Fähigkeit zur willkürlichen sowol als zur unwill-kürlichen Bewegung ist bald größer, bald geringer. Die Bewegungskraft undAusdauer ist in dem erster» Falle schwacher, in dem andern größer. Die MuSkel-bildung überwiegt in dem erster», die Fett- und -Läftebildung in dem andern. Dortsind überdies die Muskeln feiner, zarrer, röther, hier gröber, härter, dunkler.Die größere Beweglichkeit ist gewöhnlich auch mit einem reizbarer» eNervensvstemeverbunden, und fälschlich wird wol diese Eigenschaft mit in den Begriff von Be-weglichkeit aufgenommen. Ja man fündet, daß in den beweglichern Individuen