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Erster Band. A bis Bl.
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Beweis

Ober den Schein davongetragen, nnd über das römische Priesterthum, das dieLehre von der Bewegung der Erde für eine Ketzerei erklärte. Allein wie sehr Allesdem fortschreitenden Geiste der Zeit weicht, ergibt sich aus Folgendem. Als Gug-lielmiui 1792 die Versuche in Bologna anstellte, half ihm hierbei Borsiali, Hauü-Prälat des Papstes Pius VI. ; dieser maß unten die Abstände der fallenden Kugeln.Über die Geschichte dieser Versuche s. Benzenberg's „Versuch über die Umdrehung 'der Erde" (Dortmund , mit 7 Kps). !

Beweis, als Thätigkeit betrachtet, ist die Anwendung des Verstandes zur !Hervorbringung der Überzeugung bei uns und Andern. Das Mittel dazu sind die!Gründe und ihre Verknüpfung. Im logischen Sinne ist ein Beweis die Ableitung ieines Satzes aus unbezweifelten Gründen in gehöriger Verknüpfung. Beweise be- ^ruhen daher aufSchlüssen, deren Prämissen die Beweisgründe (»räumen >-,) sind.!Unter ihnen ist derjenigeSatz, worauf bei dem Beweise Alles ankommt, der Haupt-,gründ (nervus prnlxinili). Die Wahrheit eines Beweises beruht daher auf derWahrheit und Richtigkeit der Vordersitze und auf der Richtigkeit ihrer Verknü-pfung nach logischen Regeln. Auf letzter» beruht die Strenge des Beweises. Man -geht bei dem Beweise entweder von dem Schlußsätze oder dem Satze, den man be» jweisen will, aus, oder man fängt bei den Vordersitzen an, und läßt den Schluß» -satz zuletzt folgen. Das Erstere ist die analytische Art zu beweisen, das Andere diesynthetische. In Hinsicht auf die Quelle der Beweisgründe sind die Beweise ratio-nale (» >» i„ri) oder empirische (» >>n»tci i„ri). Die Beweise -> >>, in, i entstehen,wenn die Überzeugung, welche durch den Beweis hervorgebracht wird, als ein Er-gebniß aus der Einsicht in den Zusammenhang allgemeiner Begriffe und Grundsätzebetrachtet werden muß; Beweise .» n<>»leri>>,i beruhen auf der Erfahrung, mithin ,auf eigner Wahrnehmung oder Zeugnissen w. Bei den Beweisen s ,n in, i erkenneich nicht bloß, daß die Sache wahr ist, sondern auch, warum sie wahr ist; bei denBeweisen» posteiiori hingegen fehlt das Warum. Die Beweise » priori folgerndas Dasein oder Nichtdasein einer Sache aus dem Gesetze oder derWirkung, welcheaus der Ursache hervorgeht. Die Beweise » pnrteri»,! schließen die Wahrheit oderFalschheit der Regel aus der Aufzählung der gegebenen Fälle. Wenn ein Beweiso griori aus bloßen Begriffen geführt wird, so ist er ein dogmatischer (discursiver,akroamatischcr) Beweis Man rechnet dahin auch die transscendentalen Deductio-.nen und die eigentlich sogenannten Demonstrationen, unwiderlegliche Beweise,insofern sie intuitiv (anschaulich) sind. Letztere gibt z. B. die Mathematik, wennsie die Figur nach einem bestimmten Begriffe construirt. Dies ist der höchste Gradvon Augenscheinlichkeit, welcher alle Möglichkeit des Gegentheils mit einem Maleabschneidet und den Verstand zum Beifallgeben zwingt. Die Beweise -> ,>> i»rigeben Überzeugung des Verstandes, die Beweise .» ^.„icrisiri (die empirischen Be-weise) hingegen geben nur Überzeugung des Gefühls. Die Beweise sind ferner ent-weder directe oder indirecte. Wenn man nämlich die Wahrheit einer Sache ausrichtigen Grundsätzen im Zusammenhange und ohne Hinsicht aufdasGegeniheil der-selben darthut, so ist dies ein directer (ostensiver) Beweis; wenn aber aus derFalschheit des Gegensatzes auf die Wahrheit des Gegebenen der Schluß gemachtwird, so ist es ein indirecter (apagogischer) Beweis. Dieser letzte Beweis kannzwar Gewißheit, aber nicht Begreiflichkeit der Wahrheit, in Ansehung ihres Zu-sammenhanges mit den Gründen ihrer Möglichkeit, hervorbringen. Daher ist die-ser Beweis, so zu sagen, nur eine Nothhülfe. Sein Vorzug aber besteht darin,daß der Widerspruch durch ihn deutlicher einleuchtet. In Ansehung des Zweckes,den man sich bei Beweisen vorsetzt, werden diese in Beweise »cl und

»(! Iiomincrn eingetheilt. In jenen nimmt man den Beweisgrund selbst alswahr an, in diesen zeigt man nur, daß Jemand wegen seiner angenommenenSatze Etwas als wahr zugeben müsse, wie z. D. »venn man gegen einen Zweif-