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Bcyg Beza
behaupten gewußt, als der Frech. v. Hardenberg. Schon deshalb mochte die Re-volution in der preuß. Staatsverwaltung, welche diesen als Staatskanzler an dieSpitze brachte, für B. nickt angenehm sein; aber in eine Einrichtung, wo-durch die Minister von dem Kanzler ziemlich abhängig wei den sollten, glaubte ersich nicht fügen zu dürfen. Er bekam deßhalb seinen Abschied als Großkanzler;weil indeß auch Hardenberg ein zu großes eignes Verdienst und zu hohes Gemüthbesaß, um das Verdienst nicht auch am Gegner zu achten, blieb B. bald indieser, bald in jener Thätigkeit für den Staat. 1813 und 1814 war erCivilgou-verneur von Pommern . Aber auch hier gelang cS ihm nicht, durch seine Geschäfts-führung die ihm nachtheilige Stimmung des Volks zu vermindern. 1815 warder Siaaisminister und 1816 in den Adelstand erhoben und ihm die Organisationder Rechtspflege übertragen; doch wurde er seines Ministerpostens 1819 wiederenthoben.
Beys, türkische Befehlshaber in Städten und Seehäfen, von geringermStande als die Bassen; sie regieren nur einzelne Provinzen.
Beza , eigentlich de Beze (Theodor), unter den Wortführern der reformir-ten Kirche im 16. Jahrh, nächst Calvin an Genie und Einfluß der größte. Ausadeligem Gesckleckt zu Vezelay in Bourgogne d. 24. Juni 1519 geb., in Orlcansunter Melchior Volniar, einem der Reformation ergebenen deutschen Philologen,wissenschaftlich gebildet und früh mir der alten classischen Literatur vertraut, wurdeerschonmüM I. als lat. Dichter durch muthwillige und witzige „.I„c,-,>iIi->" (eineSammlung Gedichte, deren er sich später schämte) bekannt, 1539 Licentiat derRechte und in demselben I. durch seine Familie nach Paris gezogen. Von seinemOheim erhielt er hier die Anwartschaft aufbessert einträgliche Abtei Froidmond undlebte von den Einkünften zweier kirchlichen Pfründen und dem Nachlasse einesBruders ziemlich locker. Seine schöne Gestalt, seine Talente und seine Verbin-dungen mit den vornehmsten Familien öffnete» ihm die glänzendsten Aussichten.Don seinen Ausschweifungen zog ihn aber 1543 eine heimliche Ehe zurück, und eineschwere Krankheit brachte den schon in Orleans gefaßten Gedanken, sich dem Diensteder reformirten Kirche zu widmen, bei ihm zum Entschluß, sotaß er nach seinerGenesung, alle Vortheile seiner Lage zu Paris aufgebend, 1547 mit seiner Fraunach Genf ging und bald darauf eine Professur der griech. Sprache zu Lausanne annahm. Während der 10jährigen Verwaltung dieses AmteS schrieb er ei» franz.tragikomisches Drama: „Das Opfer Abraham'?", das viel Beifall fand, hielt'zahlreich besuchte Vorlesungen über den Brief an die Romer und die Briese Petri,aus denen seine später oft und jedes Deal verbessert herauSgeg. lar. Übersetz. des N.Test. hervorging, vollendete Maror's Übersetz, der Psalmen in franz. Verse underlangte so sehr das Vertrauen der reformirten Schweizer , daß sie ihn 1558 einerGesandtschaft an die protestantischen Fürsten Deutschlands beiordneten, deren Für-spracke bei dem franz. Hofe die Befreiung der in Paris verhafteten Reformirtenauswirken sollte. Im folg. I. wurde er zu Genf , als Prediger und bald auch alsPros. der Theologie, der thätigste Gehülfe Calvin '?, dem er sich bereits durch mehreSchriften (über die Bestrafung der Ketzer durch die Obrigkeit, zur Rechtfertigungder Verbrennung Server'?, und heftige, bi? zur Ilnarr sarrrifcke Streitschriftenüber due Prädestinationslehre und das Abendmahl gegen Canalio, Westphaltind Heßhuß) als treuer Anhänger seines LehrbegriffS empfohlen hatte. LeinTalent zum Unterhandeln mit den Großen der Erde nahm die resormirte Kirckenun vielfältig in Anspruch. Bei dem Könige Anton von Navarra zu Nerac ver-mittelte er Begünstigungen der reformirten Franzosen, und nach dessen Verlangentrat er 1561 bei dem Religionsgespräch zu Poissv als Sprecher seiner Partei miteiner Kühnheit, Geistesgegenwart und Gewandtheit auf, die ihm die Achtung desfranz. Hofes erwarb. In Paris predigte er oft vor der Königin Navarra , dem