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Erster Band. A bis Bl.
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Bezoarstein Bianchini^

der Grundton des Basses c heißt, so muß untersucht Werden, ^u welchem Accordedieser Ton der Grundton ist, obzutä-clur, 0-nu>I!, b-ckur, b'-cnul l u.s. w. Ist nunder Accord L-ckur, d. h. ist er der gewöhnliche Drciklang, welcher aus dem Grund-tone, der großen Terlie, Quinte und Octave besteht, so ist es hergebracht, daßdieser Dreiklang entweder gar nicht oder doch nur mit der Zahl 3 bezeichnet, unddadurch zu erkennen gegeben wird, daß zu dem Grundton o die große Tertie, alsoe genommen werden solle, wobei sich dann die Quinte und Octave von selbst erge-ben. Soll aber dieser Grundton e den Mollaccord andeuten, so seht man überdies u ein 6, und dies 6 zeigt in diesem Falle an, daß zu dem Tone c die kleineTertie es genommen werden soll, wo sich alsdann die Quinte und Octave abermalsvon selbst ergeben. Auf gleiche Weise wird nun auch der Sextenaccord bloß mit 6,und derSeptimenaccord mit 7 bezeichnet, obgleich jener außer der Sexte auch nochdie Tertie, dieser aber außer der Septime noch die Tertie und Quinte enthält. Alleübrige Accorde jedoch, außer dem eigentlichen Dreiklange, dem Sexten - und Sep-timenaccorde, werden gänzlich durch Zahlen ausgedrückt, wie z. B. der Quart-Sextenaccord durch t u. s. w. Sind die Accorde aber Molltöne, so wird vor diejedesmaligen Zahlen ein k> gesetzt, wo alsdann I>. 6, statt ->s u. s. w. gespieltoder gesungen wird. Das Durchstreichen der Zahlen drückt das -bcs aus. Neuer-dings bezeichnet man auch einfachere kleine Musikstücke (besonders beim ersten >Ling-untcrricht) ganz durch Ziffern.

Bezoarstein, eine Kugel, die sich in dem Magen einiger Thiere, beson-ders des Ziegen- und AntilopengeschlechtS, aus Haaren und Pflanzenfasern bildet.Der Bezoar besteht aus verbrennlichen Stoffen und enthält Spuren salziger Ver-bindungen. Die verbrennlichen Stoffe sind verschieden von der Nahrung derThiere und dem Zustande des Magens, worin er sich bildete. Man theilt die Be-zoarsteine in orientalische, occidentalische und gemeine ein. Die ersiern werden fürdie kostbarsten gehalten; sie sind zarter und glatter als andre, auswendig sehen siegräulich oder bläulich aus, inwendig bestehen sie aus zarten, blätterigen Theilen,die fast wie die Schalen der Zwiebel übereinanderliegen. Ehemals wurde diesenKörpern eine besondere Heilkraft zugeschrieben; jetzt ist der Glaube daran ver-schwunden.

Biagioli (Iosaphat), ein gelehrter italienischerSprachmeister zu Paris ,war vor der Besetzung Italiens durch die östreichisch-russische Armee 1788 Pro-fessor der griech. und lat. Literatur an der Universität zu Urbino . Da B. sich fürdie Sache der Freiheit erklärt harre, so wandte er sich nach Paris , ward Professorder ital. Literatur an einem Prykanäum und hielt Vorlesungen über dieselbe voreinem oft glänzenden Zuhörerkreise. Er ist HcrauSg. der „l.etwiv clel Larck.Ilentnogli»" (Paris 1808, 12.) und Vers. einer „Oismmuirc ruironiiee cke Inlan^ue iüilieiiiie ä l'usa^o lies b i.ilic-iis, suivie cl'uii tr.ntä cle >a porsie ilu-likiiue" (Paris 1809), die den Beifall des franz. Instituts erhielt und vier Anst.erlebte. In gleichem Linne gearbeitet war seine „(1n>,i>>i>uiie>i claN»

liii^ua sraiiresa all' uso tiefst' Ilslia»! (1812). Verdienstlicher noch war eineAuSg. der „läivinü (äoniliiolii, <Iel 1):>»w .Iligbieri" (Paris 1818, 3 Bde.), diewegen eines correcten Textes und eines CommentarS, der zweckmäßig Alles um-faßt, was man zur Erklärung braucht, sehr geschätzt wird, aber auch manche neueIrrthümer über Dante verbreitet hat, zum Theil nur aus leidenschaftlichein Wider-spruchsgeist gegen Lombardi. Bei den Ultramonkanen erhielt sie die Ehre des Nach-drucks (Mailand 1820, 16.). Biagioli hat den Petrarca und die Gedichte desMich. Ang. Buonarotti, mit ähnlichem Commentar wie zum Dante, zu Paris herausgeg., und beschäftigt sich mit der Ausarbeik. eines ikal.-sranz. und stanz.-ital. Wörterbuchs. 19.

Bianchini (Francesco), geb. zu Verona d. 13. Dec. 1662, machte in dem