Band 
Erster Band. A bis Bl.
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schcnerung der dortigen Gärten zu übertragen. Sein ;

schnell. B. wurde

nach Barcelona berufen. Darauf machte ihn der Herzog von Parma zum Vorsteherseiner Schauspielhäuser, mit dem Titel seine? ersten Malers und Architekten.Dann berief ihn Karl 1 I. nach Wien . Mehre schöne Gebäude wurden in Dstwichnach seinen Zeichnungen aufgeführt. In seinen Theatermalereien hat er den fehler«hasten und verworrenen Ltvl des Barromini u. A. noch weiter getrieben; dennochsind seine Arbeiten im Ganzen groß und durch geschickte Behandlung der Perspek-tive ausgezeichnet. Seine Compositionen waren genau und geistreich, die Aussah«rung fest, sein Colorit ahmte den Stein vortrefflich nach; aber erhalte weder denReichthum noch die Abwechselung der Dinten eines Pannini, Servandoni ti. Ä.Seine Schriften beweisen seine gründlichen Kenntnisse. Als in seinem Alter seinschwaches Gesicht ihn am Malen verhinderte, beschäftigte er sich mit einer Durch-sieht seiner Schriften, die er zu Bologna 17.5 und 1731 neu in 2 Btn. heraus-gab, den eisten u. d. T.: „!>ne/.ioni stornni nel ckiregno sie!!'!>r-

«-lntctlui-, I'ieil,-". Im zweiten handelt er von der Perspective. Er ward zuletztblind und starb 1713. Seine 3 Löhne haben die Kunst ihres Vaters durch ganzItalien und Deutschland verbreitet. Antonio bekleidete das Amr seines Vatersbei Kaiser Karl ä I., Giuseppe starb zu Berlin , und Alessandro im Dienstedes Kurfürsten von der Pfalz. Zu Augsburg ist eine Sammlung seiner Decora-tionen herausgekommen.

Bibel, von dem griech. BibloS, welches die weichere Baumrinde bezeichnet,worauf die Alten schrieben, daher man späterhin jedes Buch Biblos oder Biblionnannte; vorzugsweise wurde so dieLammlung heiliger Schriften genannt, welchedie Christen als die Quelle ihrer Religion verehren, weshalb man auch >m Deut-schen dieses Buch der Bücher die heilige Schrift nennt. Einige dieser Lchriften,welche auch die Juden als Urkunden ihrer Religion verehren, befaßt man unterdem Titel des Alten Testaments oder der Schriften des alten Bundes, weil mandie jütische Religionsverfassung unter dem Bilde eines Bundes oder Vertrages zwi-schen Gott und dem jüdischen Volke vorstellt, das griechische Wort Diatheke aber,welches einen Bund oder Vertrag bezeichnet, auch die Bedeutung eines Vermächt-nisses oder Testaments bekommen hat. Dasselbe Bild trug man auch auf die spä-tere, durch Christum gestiftete Religionsversassung über, indem man dieselbe alseine Erweiterung oder Vervollkommnung des alten Bundes, nämlich als einenBund oder Vertrag zwischen Gott und dem ganzen Menschengeschlechte betrachtete.Daher befaßt man diejenigen Schriften, welche die Christen als eigenthümliche Ur-kiinden ihrer Religion verehren, unter dem Titel des Neuen Testaments oder derSchriften des neuen Bundes. Zwischen den Schriften des A. und 3!. T. findetman in den gewöhnlichen Bibelausgaben noch einige Schriften, welche Apokryphengenannt und als ein Anhang zumA.T. betrachtet werten. (L. ApokrvphischeBücher.) Kein Buch in der Welt ist so häufig geschrieben, gedruckt, übersetztund erläutert worden als die Bibel, sodaß eine Sammlung aller Ausgaben, Über-setzungen und Erläuterungen der Bibel eine der größten Bibliotheken ausmachenwürde. Um die Verdeutschung der Bibel hat sich Luther unstreitig das größte Ver-dienst erworben. Denn obgleich man in neuern Zeiten in den Lmn der biblischenSchriften tiefer eingedrungen ist, als es zu Luther'S Zeiten möglich war, so ist dochdie Luther'sche Bibelübersetzung im Ganzen noch von keiner neuern an Kraft,Würde und Einfachheit übertreffen worden. Durch diese Übersetzung kam auchzuerst die Bibel in die Hände der Laien, denen das vesen der Bibel schon dadurchverboten war, daß dieselbe nur in todten, für die Gelehrten allein verständlichenSprachen gelesen werden konnte. Seil der Reformation aber ist wol kein christli-ches Volk auf der Erde, das nicht die Bibel in seiner Muttersprache lesen könnte.„Diese große Vercbrung, welche der Bibel gewidmet wird, verdankt sie ihrem in-Cvnversailons-Lericon. Vd. l. 55