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Erster Band. A bis Bl.
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Bibliographie

likr.iri.-in", 1808) ll. a. fehlt es an aller Auswahl und häufig auch an Gründlich-keit und tieferer Kenntniß; Dttley'S („Iiiczuir> int» ll>o ori^in-,nll eurH bistor/okenguuvin^", 1816) und Singer's („kierenrclies inlo tlie liistorv obzilavinAc-irüs", 1816) Werke, welche in sehr wichtige Punkte der Bibliographie einschla-gen, dienen nur zum Beweise, daß es ihren Verf. an aller Kritik mangelt, undläßt man sich endlich von dem Druck, Papier und Kupfern der Dibdin'schen Werke(„I>puArÄpI>icsI anliczuitier", 1810; „öibliotlieoa tizrenoeriann", 1814; „öib-liu^rnpiiie.il lleoameroii", 1817; „Tour in b r.nnoe ancl 6ermsn^", 1821) nichtbestechen, so wird man die Ungründlichkeit und Geschmacklosigkeit ihres Urhebersnicht verkennen können, der seinen einzigen Stolz darin sucht, den bibliomanischenLaunen der Vornehmer« unter den englischen Sammlern sklavisch zu fröhnen.Wenig unterstützt von öffentlichen, fast ganz entblößt von Privatfammkungen, ha-ben die deutschen Gelehrten, bloß auf das eigentlich wissenschaftliche Bedürftiiß hin-blickend, mit ernster Thätigkeit die Bibliographie zu fördern gesucht. Dankbar er-kennt die neuere deutsche Bibliographie Ersch als ihren Vater an, der sie sowoldurch das umfassendste Werk seiner Art („Allgemeines Repertorium der Literatur",1793 —1807) als auch durch sein „Handbuch der deutschen Literatur" rechteigentlich techn'lch begründet hat. Vorzüglich reich ist sie an Literaturen einzelnerWissenschaften, und die griech. und lat. Schriftstellerkunde, sowie die Kenntnißder alten Drucke, ist von den Deutschen begründet worden. Den ersten deutschenVersuch eines allgemeinern bibliographischen Werks lieferte Ebert (s. d.), der zu-gleich im 10. Stück des „Hermes" eineKritik der gesammten neuern deutschenBi-bliographie gegeben hat. Die ital. Bibliographie ist nicht mehr, was sie zu Mazzu-chelli's, Audiffredi's und Tiraboschi's Zeiten war. Aufden öffentlichen Bibliothekenherrscht fast allgemein große Lauigkeit, diePrivarsannnlungen werden immer seltener,und die kostbaren der Grafen Cassano-Serra und Melzi in Neapel und Mailand sinderst kürzlich nach dem Alles verschlingenden England verkauft worden. Am meistenhaben die Italiener für Provinzialbibliographien geleistet (eine der neuesten ist Mo-reni's „kiblio^roüa clelli» 4'oscuna", 1805), und Gamba's „8erie <!«' t,-5li"(1812) ist ein sehr rühmliches Werk. Die Holländer, Spanier und Portugiesensind in neuerer Zeit für die Bibliographie fast ganz unthätig gewesen, aber dierühmlichste Auszeichnung verdient des wackern Bentkowski „Polnische Literatur "(1814). Speciellere Erwähnung verdienen I. A. Nösselt's „Anweisung zur Kennt-niß der besten allgemeinen Bücher in der Theologie" (4. Aufl., Leipz. 1800, undSimon's Forts., Leipz. 1813), E. Chr. Westphal's „Anleit. zur Kenntniß der be-sten Bücher in der RechtSgelahrtheit" (3. Aufl., Leipz. 1791), C. F. Burdach's„Literatur der Heilwisscnschaft" (Gotha 1810, 2 Bde.), W. Gf. Ploucguet'S„lüterutuill mecliea" (Tübingen 1808, 4 Bde., 4.), I. G. Meusel's „viOIio-tbc-ea Iiistorle-»" (Leipz. 1782—1802, II THle., in 22Bdn., unvollendet), dessen„Literatur der Statistik" (Leipz. 1816, 2 Bde.), F. W. A. Murhard's „Literaturder mathematischen Wissenschaften" (Lelpz. 1797, 5 Bde.), F. Bd.Weber's „Hand-buch der ökonomischen Literatur" (Berlin 1803, 2 Bde., nebst Suppl. 1809),G. R.Böhmer'S „llililiotlieeu icriptnruin Itistori.ns n.uturali^" (Leipz. 1785—99,7 Bde.), Alb. Haller's 6>l>Iiotlieca butanica (Zürich 1771, 2 Bde., 4>), nna-tomiea (Zür. 1774, 2 Bde., 4.), clni urchca (Kern 1774, 2 Bde., 4.) und >ne-clieinne znuaiic-ie (Bern 1776 fg., 4 Bde., 4.) u. a. m. Auch gut geordneteund fleißig gearbeitete Verzeichnisse von Bibliotheken, welche sich in einzelnen Fä-chern auszeichnen, können mit Nutzen gebraucht werden. (>L. Dücherkataloge.)Allgemeinere und mehr historische Anleitungen zum Studium der Bibliographieenthalten M. DeniS'S „Einleitung in die Dücherkunde" (Wien 1795, 2 Bde., 4.),Achard's „Lours cle bibliogra^liie" (Marseille 1807, 3 Bde.), Th. HartwellHorne'S „lntrolluotion lo tbo stuily ok lüblioAinzilig" (Lond. 1814, 2 Bde.)