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Erster Band. A bis Bl.
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Dibliomanie

vnd Gabr. Peignot's „Dioiioiinaiee wlseuniä lle hilüic>lo">e" (Pari? 1802—4, i3 Bde.).— Dir materielle Bibliographie, oft vorzugsweise Bibliographie genannt,!betrachiel die Bücher nach ihrer äußern Beschaffenheit, ihren Schicksalen u. a. histo- 'rischen Umständen, und hat ihre Ausbildung vorzüglich in Frankreich und England ^erhalten. Von den einzelnen Zweigen der materiellen Bibliographie (s. auch Bimblioinanie) mögen hierErwähnung finden: dieKenntniß der altenDrucke (In-4cunabeln, oder, wenn von classischen Schriftstellern die Rede ist, oelltic»,« ,>i inoi-über welche das Hauptwerk G. Wfg. Panzer'? „Vnnalez Pstn^inziltiai" ((fttürnberg 1793—1803, 11 Bde., 4., geht bis 1536) sind, mit welchem jedoch >die noch etwas weitergehenden und nicht bloße Buchtitel enthaltenden „.Vnnsles >v- !z>c>^,.->s>h>ei" von Maiktaire (Haag 1719 fg., 11 Bde., 4.) verbunden werden müf-!ftn. Ausführlichere Beschreibungen einzelner alten Drucke liefern Serna Sankan- zter'ö „Uieiionn. l>lhüc>Fr. ,Iu 15üine riütüe" (Brüffel 1805, 3Bde.), Fossius's ^lc>an5 cc»I!enm 5vc. 15. in>z>re5Sur. l>ll>lie>tl>c<::,e äln^llubecln^nse" (Flor.1793, 3 Bde., Fol.) u. a. m. DieKenntniß der seltenen Bücher, welche wegen !der Zufälligkeiten und des unsicher» GnindeS, auf welchem sie beruht, schwieriger §ist, als man gewöhnlich glaubt, und nur zu leicht in oberflächliches Geschwätz undWillkürlichkeiten ausartet, haben mehr entstellt als gefördert I. Vogl's „Gitalo- ^>>I»»>»>» ttiioinnt" (Frankf. und Leipz. 1793) und Z. Jak. Bauer's „III-hllotlwc,', ill>ror. >:>>>,». »nie,-lallst" (Nurnb. 1770—91, 12 Bde.); werthvol-ler, aber unvollendet (bis zum Buchstaben I) ist David Element's „st>>>li<>iln ^»oc»i,e-»5<-." (Gott . 1750—60, 9 Bde., 4.). Auch mögen hierher die VerzeichnissederinderrömischenKircheverbotenenBucher (ineliee,-: lil»,»»», ,»nl,!l)iio, »,n,n i«-xz>»,p»nnl», nun) gerechnet werde». Zur Entdeckung der Verfasser anonvm undPseudonym erschienener Schriften dienen außer der unbehülstichen und uubibliogra- iphischen Eompilation des Vinc. PlacciuS „'l4,c-,ti»i» -,n„ne »>or.-n z,;,»,!,,».",(Hamb . 1708 fg., nebst Mrlius's Suppl. 1740 fg.), Barbier's durch Genauig-keit und weise Sparsamkeit sich empfehlendes „Oietionnalio,l<s „»v,.->^,-5 »»o». i«t ,ee,,»!»»." (Paris 1806 — 9, 4 Bdn.) doch bloß franz. und latein. Schriftenenthaltend. Endlich gibt es mehre vermischte Ltammlungen von Beschreibungenseltener Bücher, besonders die von F. G.Freykag („gnaloal-, lit.", Leipzig 1750;„Apzunuiu; !>t.", Leipzig 1752, 3Bde.; „Idachrichten von seltenen und merkwür-dige» Büchern'', Th. 1, Gorha 1776), M. Denis „Merkwürdigkeiten derGarel-li'schen Bibliothek", (Wien 1780, 4.). Welche wichtige Quelle sur die Bibliogra-phie die gelehrten Zeitschriften sind ls. Literaturzeitung), bedarf keiner Erin-nerung. Vgl. Kaiser'S „DeurscheBucherkunte", Leipzig 1826. .4—z.

Bibliomanie (ein aus dein Griech. in der neuesten Zeit gebildetesWort)entspricht zwar dem deutschen Worte Bücher sticht, wird aber in unsern Tagen miteiner Nebenidee verbunden, welche der Sache ein wo nicht edleres, doch kunstge-rechteres Ansehen gibt. Der echte Biblioman im jetzt üblichen L inne des Wortskaust nicht ohne Auswahl Alles zusammen, was ihm vor die Hand kommt, son-dern sammelt nach gewissen Rücksichten, legt aber dabei auf außerwesentliche undzufällige Umstände und Beschaffenheit der Bücher einen vorzüglichen Werth, undläßt sich bei dem Ankaufe mehr durch diese als durch den wissenschaftlichen Gehalt,oder doch wenigstens in gleichem Grade mit letzte, in bestimmen. Diese Rücksichtenbeziehen sich theils aufsogcnanme Eollectionen, theils aufSchicksale und Alter derBücher, theils auf das Material derselben. Die Colleciionen oder Sammlungenvon Büchern, welche als zusammengehörig betrachtet werden, weil sie einen ge-wissen, den Biblivmanen wichtigen Gegenstand betreffen, oder in einer gewissenbeliebten Manier gearbeitet, oder in einer berühmten Druckerei erschienen sind,sind zum Theil noch am meisten wissenschaftlich belehrend. Dahin gehören Samm-lungen von Ausgaben der Bibel (die vollständigste zu Llutlgurr) oder einzelner