Bibliomame
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Classiker (überHoraz und Cicero auf der Rathsbibliothek zu Leipzig , über Slei-dan'S Commenkarien ülss der dasigen Universitätsbibliothek, über Virgil in derTrew'schen Bibliothek zu?lltdorf), der Elzevir'schen Republiken (dresdner Biblio-thek), der Llusgaben >» urinn Uelplilni und ouin unti; v-iii»,»,». der von derCrusca angeführten Ausgaben ital. Classiker, der bei Aldus, Comino in Padua und Botoni (von letzten» vollständigsteSaimiilung in der Bibliothek der Herzoginv. AbranteS ) gedruckten Bücher, der bei Maittaire, Foulis, Barbou, Brindley,Baskerville und zu Zweibrucken erschienenen AuSg. der Classiker u. a. m. Früheram meisten gepflegt, aber jetzt weniger an der Tagesordnung, sind Sammlun-gen von Büchern, welche durch ihre Schicksale merkwürdig sind, wohin seltenelehemalige beträchtliche Sammlungen von Engel und Salthon, von den noch be-stehenden die verhältnismäßig stärkste zu Dresden ), verbotene, wegen merkwürdi-ger Verstümmelungen gesuchte u. a. Bücher gehören. Noch immer allgemein ge-sucht sind indessen die in den frühesten Zeiten der Buchdruckerkunst erschienenenBücher (Incunabeln), insbesondere die ersten AuSg. (,.-<> ilicme.e z»inei,><--.) classi-scher Schriftsteller. Am gewöhnlichsten aber bezieht sich der Luxus der Biblio-mancn aus das Material der Bücher. Mit unerhörten Preisen werden oft bezabltPrachtausgaben, von Kupferwerken Abdrücke av-,i, t b, leine und farbige Abdrucke,Exemplare, die mit Miniaturen und schön gemalten Anfangsbuchstaben verziert,oder auf Pergament (beträchtlichste Sammlung derselben die 1815 versteigerte vonMac Carthn; an einem eignen bibliographischen Werke über diesen Gegenstandarbeitet van Pract in Paris ), aus Papier in ungebräuchlichen ^rossen („Oeuvre;<>u U,ug- <>e Viib'tlo", Lond . 1588, 16.), aus verschiedene» Papierversuchen(Fr. E. Bruckmann's „UGenckl ,uil»,eli; 5;I>e;ti", Braunsckw. 1527, 4., aufAsbestpapier), auf farbigem Papier (in Italien gewöhnlich blau, in Frankreich roscnfarbig, in ältern deutschen Büchern gelb, seltener grün; Verzeichnis derselbenin Peignot's „Ileperüure >>e; lübiioptngüiie; ^peeüalc;", Paris 1810), auf gro-ßem, d. h. mit sehr breitem (von den echten Bibliomanen oft nach Zollen und Linienbestimmten) Rande versehenen Papier, oder mit Gold, -Lilber und andernFarbengedruckt („b:,-t> dlcsj'aüouei", Paris 1804, 4., ein Exemplar auf blauem Velin-papier mit goldenen Buchstaben; „Mip»a Osiaria", London , Whitaker 1818,Fol., 3 Exemplare auf purpurfarbenem Pergament mit goldenen Buchstaben), oderderen Text ganz inKupfer gestochen ist (Verzeichnis derselben bei Peignot a. a. O.).In Frankreich und England ist auch der Einband ein Gegenstand dieses Luxus ge-worden. In ersterm Lande sind vorzüglich die Einbände von Derome und Bozeriangeschätzt, in letzterem die von Charles Lewis und Roger Penne, von dessen Arbeitdie Bibliothek des Lord Spencer unter andern den glasgower Äschyluü von 1595besitzt, dessen Einband 16 Pf. Sterl. 5 Schill. kostete. Überhaupt wird in London in diesem Stücke eine solche Verschwendung getrieben, das ein prachtvoller Ein-band des Macklin'schen Bibclwerks (4 Folbde.) in rothem oder blauem Saffian55Guineen, und Doydell'S große AuSg. des ^hakspeare (9 Bde. mit den großenKpfn.) 132 Pf. St. kostet. Ost ist selbst der schnitt desBuchs mir den sauberstenGemälden verziert. Auch durch Sonderbarkeiten aller Art suchte man bisweilenden Einbänden einen eigenthümlichen Werth zu geben. Der Bück Händler Iesseryzu London ließ Fox'S „Geschichte Jakobs I!.", mit Anspielung auf den Namen desVerf., m Fuchsleder (lux-ck.iu), und der bekannte enal. Biblioman Askew einBuch sogar in Menschenhaut binden. Die dresdner Bibliothek besitzt »lehre invergoldetes Messing, und die königsberger Schloßbiblioihek 20 in Silber gebun-dene Bücher (gemeiniglich die silberne Bibliothek genannt), welche mir großen undschön gravirten Golkplatte» in der Mirce und auf den Ecken reichlich besetzt sind.Zur äußern Ausschmückung gehört auch die Einfassung der Seiten mit bald ein-fachen, bald doppelten, mit der Feder gezogenen Linien (e.veiu^laire regle), gc-