Hügel eine der schönsten Aussichten auf Paris, den Lauf der Seine und die Umge-gend gewährt. Das Schloß erbaute Ludwig XI ! I. zu einem Aufenthalt für die In-validen. Als Ludwig XIV. später das große Invalidenhaus (I lOwl >»>.->1 ch-s ln v^l i-<Ie-8) erbauen ließ, erhielt B. die Bestimnnmg eines großen Hospitals, wozu essich durch seine gesunde Lage vorzüglich eignet. Nur Wasser fehlte in der Nähe.Um sich dasselbe zu verschaffen, wurde 1733 in dem Felsen ein Brunnen angelegt.B. hat außerdem noch eine Art von Zuchthaus (in.iisvn 6« loros) für Libertins,Betrüger, Spitzbuben u. dgl. Seit der Revolution ist hier auch das Depot der zu denGaleeren verdammten Verbrecher, die von hier nach den Kriegshäfen transportirtwerden. In dem Gefängniß und Arbeitshause von B. sind Glasschlcifcrcicn undandre Werkstätten angelegt, in welchen die Gefangenen auf eine für sie nützlicheWeise beschäftigt werden. 2200 Betten sind in dem Hossmale zur Aufnahme kran-ker alter Männer bestimmt. Es wird Niemand unter 70 I. aufgenommen. Diesealten Männer, die mit der größten Aufmerksamkeit verpflegt werden, verfertigenniedliche kleine Arbeiten aus Holz und Knochen, welche unter dem Namen Bic> tre-Arbeitcn in Frankreich bekannt sind. Noch ist seit der Revolution ein großes Ge-bäude für unheilbare Wahnsinnige angelegt.
Bidasfoa, Grenzfluß Spaniens und Frankreichs , entspringt auf spani-schem Boden, wird von Vera an Grenzfluß und ist von Biriatou an mittelst der Flutschiffbar, bildet die Fasanen- oder Conferenzinsel, wo 1658 der pyrenäische Friede ge-schlossen wurde, und fällt zwischen Andave und Fuentarabia insMeer. Auf der spa-nischen Seite des Flusses befindet sich auf dessen Thalrand eine vortheilhafte Stel-lung bei St.-Marcial, welche die große Straße von Bayonne deckt. Hier schlugenam 31. Aug. 1813 8000 Spanier noch einmal so viel Franzosen, welche diese Posi-tion, um St.-Scbastian zu entsetzen, sorciren wollten, zurück. 32.
Bidpai, Fabeldichter, soll 400 Jahre v. Chr. gelebt und auf Befehl desKönigsDabschlim in indischerSprache, die unter dem Titel: „KalilaundDimnah"bekannte Sammlung höchst anziehender und artiger Erzählungen und Apologiengeschrieben haben, welche in älterer und neuerer Zeit allgemeinen Beifall gesundenhat und in alle Sprachen des Morgen - und Abendlandes übersetzt worden ist. Daßaber das ganzeTasei» dieses Schriftstellers auf einem Mißverständnisse beruhe, daßder Name Bitpai bloß aus dem Sanskril-Worte tiiilgxMcu (nützlicher Unterricht)entstanden ist, welchen Titel das Buch m der sanskrit. Ausgabe (Serampore 1804,4., London , besorgt von WilkinS, 1808, 4.; einzelne Theile derselben gab Pros.Bernstein 1823 in Breslau heraus) fuhrt, hat Beigel in Ideler'S Werk über dieSternnamen, S. 569, scharfsinnig bemerkt. Von der arabischen Übersetzung hat^ilv. de Sacy eine schöne Ausgabe init stanz. Übersetzung geliefert (Paris 1816,2 Bde.); nach einer frühern stanz. Übersetzung ist die deutsche : „Abuschalem undsein Hofphilosoph, oder die Weisheit Indiens" (Leipzig 1778), gearbeitet, unddas Sanskritoriginal har WilkaiS (London 1787) ins Englische übersetzt.
Bielshöhle, auch Mehlloch genannt, eine Schwester der Baumanns-höhle (s. d.), welche sie aber an Sehenswürdigkeiten übertrifft. Lie liegt, wiejene, beim Dorfe und Hüttenwerk Rubeland »n Fursteinhume Blankenburg , 2Stunden von Blankenburg und 1 Stunde von Elbingerode am rechten Ufer derBode in dem Berge, welcher Bielstein heißt. Sie hat 11 Abtheilungen, welche646t braunschw. Fuß (den Fuß zu 12 Zoll gerechnet) in der Länge betragen. DerEingang liegt 101 Fuß über die Sohle des Thals erhoben. Über und neben derDecke der 4., 5. und 6. Höhlenabtheilung streicht noch eine Höhle weg und bildetgleichsam eine obere Etage des HöhlengcbäudeS, die von der 7. am bequemsten be-stiegen werden kann. Unter den vielen Figuren, welche der Tropfstein und -Lta-lakrit gebildet hat, sind das Orgelwerk in der 8. und das wellenförmige Meer inder 9. Höhle die bemerkenswerthesten. Die Bielshöhle wurde 1762 entdeckt, aber