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Erster Band. A bis Bl.
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. Bigott

dem Kaiser Murat's Abfall. Seitdem lebte er auf dem Lande. Nach der ersten,Zurückkunft der Bourbons schrieb er sein „Ilxpozä comp.naiil <lo lu sii»:>t>>>,>»<>e I» 1 e et relle lies Principales ziuissaiices <le l'tiuiope", in welchem er!große Einsichten, sich aber auch als echten Franzosen aus der Napoleon'schen Schule Izeigte. Während der hundert Tage ernannte ihn, zugleich mit Otto, Napoleonzum UnterstaatSsecretair im Ministerium der auSwärt. Angelegenheiten, und 1820wählten ihn mehre Deport, zum Deputirten. Er sprach gegen die Ausnahmegesetzeund für die Zurückberufung der Verbannten, wobei er die Minister an gewissegeheime Umstände warnend erinnerte, über die er sich aber nicht näher erklä-,ren mochte. Auch sprach B. für das Wahlgesetz. 1820 schrieb er „Ue8 proscri,,-tiouz", worin er den Kampf der Freiheit mir jeder Art von Tyrannei schildert.!Viel Aussehen machten seine neuesten Schriften über publicistische Streitsachen,z. B. „(äoup il'oeil snr les «lemeles lies COUIS üel-aviere et (le linkte" (1818),besonders seine Schrift 1821: „Du con-pes <le Irnppau", seine „bieiliezur los <Iilleren<lr <le I.i niaison ck'.lnliall avcc la Lrusse", und seine Schrift^„l.es calnnels et les peuples" (3. Llufl., Paris 1824).

Bigott ist Derjenige, der die Äußerlichkeiten der Religion oder des Gottes-^diensteS für das Wesen delsselben hält und daran mit übermäßiger Strenge hängt,,daher auch gegen Andersdenkende gewöhnlich unduldsam ist. — Bigotterie ist!die ängstliche und übertriebene Beobachtung äußerer Religionshandlungen. Sie!ist die Folge einseitiger Ausbildung des Geistes oder auch gedankenloser Ange-»lWohnung. i

Bilanz, bei den Kaufleuten die monatliche oder jährliche Schlußrechnung!über Einnahme und Ausgabe, um Gewinn und Verlust, Federungen und Schul»!den gegen einander zu hallen und die Haupksummen einander gleich zu machen,:indem man Das, was der einen Hauptsumme fehlt, unter den. AusdruckeSaldo. d. h. zum Abschluß, hinzurechnet. Das Buch, worin diese Schluß-,rechnung oder der Abschluß geführt wird, heißt Bilanzbuch. !

Bilbao , spanische Provinz in Biscaya. Die Hauptstadt gl. N., mitj15,000 Einw., liegt (14° 5V 45" L., 43° 1l? 30" Br.) eine deutsche Meile vochder See, am schiffbaren'Maichalval, über den 2 Brücken führen, von welchendie eine von Holz erbaute einen einzigen Bogen hat, unter welchem die größten dortgewöhnlichen Flußfahrzeuge wegfahren. Die 1300 von Don Diego Lopez de Harogegründete Stadt ist gut gebaut, hat 5 Pfarrkirchen, 10Klöster, eine Schifffahrtg«'schule, einen schönen Damm, eine Wasserleitung, ein Arsenal, Gerbereien, eineSegeltuchmanufacrur, Tauspinnereien, eine Ankerschmiede, 4 Kupferhämmeru. s. w. Sie hat keinen eigentlichen Hafen; kleine Fahrzeuge kommen den Stromherauf bis an die Kaien, die großen legen in Olaviaja an. Zm Durchschnittekommen 5—600 größere und kleinere Schiffe jährlich an. Hauptgegenstandder Ausfuhr ist spanische Wolle, deren Menge sich in manchen Zähren auf100,000— 120,000 Etnr. beläufr. Mit den über Bilbao eingeführten fremden Fabrik-artikeln wird ganz Nordspanien versorgt; das nördliche Europa von hier aus m tKastanien, Öl und Wein. Unter den 200 Handelshäusern in Bilbao gibt es deutsche,böhmische und irländische.

Bild ist die sinnliche Vorstellung oder Bezeichnung einer Sache. Physio-kogisch betrachtet, ist Bild verkleinerte Darstellung der demAuge vorschwebendenGestalten, Farben, Bewegungen und andrer sichtbaren Eigenschaften und Ver-hältnisse der Körper, vermittelst des Lichts und seiner Strahlen, auf dem HinternGrunde der Netzhaut, welche letztere nichts Andres als der verbreitere Sehnerv ist.Hierin nämlich besteht das Äußere oder Physiologische desSehens. Die Einbil-dungskraft (s. d.) aber ist es, welche jenesBild durch die Organe des Sinnesüberkommt und den körperlichen Stoff in einen geistigen verwandelt. Sie ist es