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Bildlich Bildung
Raspeln erfodert. DasRauhe, welche« sie zurücklassen, wird mik seinem Sand;steine abgeschliffen. Besteht das Werk aus Marmor, so erhalt dieser zuletzt nochPolitur, mit gepulvertem Bimsstein, mit einem feuchten Tuche oder mit Zimt-vsche, oder, und zwar am häufigsten bei gefärbten Marmorarten, mit gebranntenund gepulverten Schafbeinen oder mit Lchmergel.
Bildlich (in der Ästhetik und Rhetorik). Der bildliche Ausdruck ist demeigentlichen entgegengesetzt und besteht darin, daß man sich der Vorstellung einessinnlichen Gegenstandes, welcher wesentliche und gesetzmäßige Beziehungen aufeinen andern hat, bedient, um entweder die Vorstellung gewisser Merkmale desletztem mit desto größerer Leichtigkeit und Wirkung zu erregen, oder doch den Ein-druck der durch den eigentlichen Ausdruck schon erregten Vorstellung desselben zweck-mäßig zu erhöhen. Das Vergnügen an dem bildlichen Ausdrucke entsteht nicht inallen Fällen aus einem und demselben Interesse; denn bald ist es in dem Erkennt-nißvermögen, bald in dem Gefühl und BegehrungSvermögen begründet. Oft be-dienen wir uns der bildlichen Darstellung, um Wahrheiten und Begriffe einzuklei-den, damit wir die Aufmerksamkeit desto sicherer erregen und fesseln, um theilsdiejenigen Seiten und Merkmale der Gegenstände, die wir vorzüglich in Betrach-tung gezogen wissen wollen, desto lebhafter hervorzuheben, theils auch, um übernicht-sinnliche Gegenstände Anschaulichkeit zu verbreiten und Leichtigkeit der Ein»ficht mit dem Vergnügen an Ähnlichkeit zu verknüpfen. Aus dieser Quelle entsprin-gen sinnbildliche Darstellungen, Parabeln, Fabeln und mehre rednerische Figuren.Bei der Wahl der Bilder muß man vorzüglich darauf sehen, daß sie aus einemKreise von Dingen hergenommen werden, welcher Denen vollkommen bekannt ichfür welche man sie gebraucht; es muß eine wirkliche und wesentliche Übereinstim-mung zwischen ihren Merkmalen und den Merkmalen der einzukleidenden Sachtherrschen. Diese Übereinstimmung muß aber auch jedem Gebildeten augenblick-lich einleuchten, nicht erst eines lungern Nachdenkens bedürfen, um aufgefaßt wer-den zu können. Das Bild muß überhaupt keine Wirkung hervorbringen, welchederjenigen, die man beabsichtigt, widerstreben würde; sie muß im Gegentheile Ge-fühle erregen, die mit dem Hauptgefühle, welches man beabsichtigt, übereinstim-men. Das Bildliche ist übrigens wohl zu unterscheiden vom sinnbildlichen undvom Tropischen . (Ick.
Bildnerei, so viel wie bildende Kunst im engern Linne, ohne Rücksichtauf das mechanische Verfahren, also Bildformekunst, Bildgießkunst, Bildhauer-kunst, Bildschneidekunst. (S. Plastik.) Ihre Produkt« werden Bildwerkegenannt.
Bildn iß, s. Portrait.
Bildung ist ein Vorzug, den nur der Mensch, aber, wie die Verhältnissenoch stehen, nicht jeder Mensch haben kann. Eine Menge von innern und äußernAnlässen und Hülfsmitteln müssen sich vereinige», um den Menschen, das roheGeschöpf, zum Menschen zu machen und aus dem harten Dienste der Naturnoth-wendigkeit, in dem es überall seine Laufbahn beginnt, zur herrlichen Freiheit derKinder Gottes zu erheben. Der milde Himmelsstrich, wo die Natur, nicht reichgenug, um den Menschen der Anstrengung und Übung seiner Kräfte zu überheben,und doch ergiebig ist, seine Thätigkeit zu belohne», scheint vorzüglich zum Lätze derBildung bestimmt. Hier, wo eine glückliche Mischung der Grundstoffe demKör-per Geschmeidigkeit gibt und den Aufschwung des Geistes befördert, finden wir diegebildetsten Völker der allen und neuen Zeit. Der Ackerbau fesselte sie an bestimmteWohnörcer, das Bedürfniß lehrte sie bauen, der Nachahmungstrieb Gestaltenformen und in die Töne der belebten Natur einstimmen. Leid und Freude, Liebeund Dankbarkeit deuteten sie in Denkmälern und Festen an, sprachen sie in Ge-schichten und Liedern aus, die frühe Ahnung eines göttlichen Lebens in der Natur