Biliner Sauerbrumim
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Bildungstrieb
,".en Wünsche der Weltbürger und Menschenfreunde zur glücklichsten Erfüllungzu bringen. L.
Bildungstrieb. So nennen die Naturlehrer theils überhaupt die her»vorbringende Kraft der Natur, die in Massen und Formenverhältnissen wahrnehm«bar wird, theils insbesondere die in den organischen Körpern wirksame Kraft, einebesondere Bildung und Form von Innen heraus anzunehmen (in-»; lornunxli oderui^u>,l>>rmuii vu>). Diese Kraft offenbart sich durch Selbstbildung und SelbstenHaltung, indem der Körper verschiedene Stoffe in sich aufnimmt (die Nahrungs-mittel), sich dieselben aneignet, das Fremdartige absondert, Verlorne Theile wie-derherstellt, und so sich ernährt, erhält und als organisches Individuum bestimmterGattung fortbildet und aufwächst; ebenso ist die Erzeugung eines neuen GattungS-Individuums durch Verbindung zweier Individuen verschiedenen Geschlechts (Fort-pflanzung der Gattung), indem der organische Körper nur ein Wesen seiner Gat-tung erzeugt und nicht aus Eigenthümlichkeit herausgeht. (Eine vorzüglicheSchrift über den Bildungstrieb gab Blumenbach .) Aufeine ähnliche Weise redetman auch von einem geistigen Bildungstriebe, oder einem natürlichen Strebendes Menschen, eine geistige Individualität zu erlangen und zu behaupten, seinegeistigen Anlagen nach dem Ideale der Menschheit eigenthümlich zu entwickeln undinsbesondere die von Außen aufgenommenen Stoffe oder Einwirkungen zu feinenZwecken mit Bewußtsein zu benutzen und zu bearbeiten. 's.
Biledulgerid (i;>wl.,,l .->1 l),l,o,ül, Dattelland), in Nordafrika , imS. des Atlas, erstreckt sich nördlich bis Tunis, westlich nach Algier und der Sa-hara, östlich bis Tripolis . In der Wüste gibt es bloß Oasen (s. d.), die gar«tenmäßig bestellt und gewässert werden. Am Fuße des Atlas mildern die aus denThälern dieses Gebirges strömenden Winde die heiße Temperatur. In jenenOasen sind die Hauptproducte Gerste, die zum Caravanenbrei benutzt wird undvon vorzüglicher Güte ist, und Datteln, die nirgends in solcher Vollkommenheitals hier reifen. Thau fällt in den Oasen stark, Regen sehr selten. Alle tropischePrvducte gedeihen in großem Überfluß, wenn sie ohne Regen blühen, wachsen undreifen können. Die Berbern, welche hier wohnen, sowie die Neger und Araber,treiben Handel und reisen in Caravanen. Dies reibt viele i» der Jugend durchWechsel des Klimas, schlechte Nahrung und endemische Fieber auf; daher darMißverhältnis vieler Greise und weniger Jünglinge. Von Biledulgerid besitztMarocco Dara, Tasilet und Segelmesse, Algier Wadrag, Tunis Tozer. Un-abhängig sind die Länder Gademes , Welled --Sidi und MosselemiS. Von Men-schen, Sitten und Wohnung dieser Stämme wissen wir wenig.
Biliner Sauerbrunnen guillt bei dem Städtchen Bilin in Böhmen in 4 O.uellen hervor, am Fuße eines hoben Felsen, des biliner Ekeins oder Bortzen.Die Gegend umher ist bergig. Vor Allem aber hebt sich malerisch daraus hervorder hohe, fast auf allen Seiten frei aufstrebende biliner Latein, von dessen Höheman einer wahrhaft reizenden Aussicht genießt. Das Städtchen Bilin an derBila soll vordem seine eignen Herzoge gehabt haben, die die Gegend beherrschten,aber von den römischen Königen unterdrückt wurden, die nun Burggrafen hierhersehten. Später kam es an die königl. Kammer, die es wieder zu Lehn gab. Leit146t sind die Fürsten von Lobkowitz in dem Besitz dieser Herrschaft. Der bilinerBrunnen mag zuerst im Anfange des 18. Jahrh, entdeckt worden sein, ward abererst um die Mure desselben gefaßt. Da jedoch das Wasser schon versendet wurde,und diese Versendung zunahm, so baute man hierzu ein Haus und half überhauptder Gegend durch Kunst nach. 1719 wurden 2698, und 1186 bereits 42,000Flaschen verschickt. Die Brunnen entquellen der Erde ganz rein; der Geschmackist frisch, kühlend, säuerlich; das Wasser wirft viel Perlen und schäumt, vorzüg-lich wenn es mit Wein und Zucker vermischt wird; die Warm« der Quelle ist 12