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Bitsch Bizarr
berS 334 v. Chr. Der Wiederhersteller des bithrnuch^n Throns war Dias oderBas, ein einheimischer Fürst, bei dessen spätern! Nachfolger, PrusiasU., HannibalSchutz suchte und Gift nahm, 183 v. Chr. NikomedeS, der letzte König diesesStammes, vermachte sein Reich 75 v. Chr. den Römern. In B. lagen die be-rühmten Städte Nikomedia, Nicäa und Heraklea. Im 11. Jahrh. ward B. vonden Seldschukken erobert. Die Ottomanen gründeten daselbst 1298 ein neuesReich, wo 1327Prusa als Hauptstadt glänzte.
Bitsch, Stadt im Moseldepartemcnt mit 2500 Einw., eine Dergfefiung,welche in Felsen gehauene Graben und bombenfeste Casematten hat und durch ihreLage sowie durch die Kunst Carmontaigne's einer der festesten Plätze Frankreichs ist.Da die Vereinigung vieler schwierigen, von Hagenau, Weißenburg, Zweibrücken ,Saarbrücken, Saaralben und Pfalzburg kommenden Straßen und Gebirgswege,sowie die waldige und gebirgige Umgegend ohne bedeutende Festungen, B. zueinem strategischen Punkte macht, so beschloß die franz. Regierung 1815, nachder Abtretung von Landau , B. zur Festung ersten Ranges zu erheben und diebenachbarten Höhen in die Befestigung zu ziehen. 1793 wagten 1800 Preußeneinen nächtlichen Überfall auf B. Schon waren sie in einem unterirdischen Gange,der in das Innere der Festung führte, als das Geräusch die Besatzung weckte, dieden niuthvoll fortgesetzten Angriff zurückschlug.
Bittersalz, Haarsalz, ein Salz, welches in zarten haarsormigenKrystallen, Büscheln, Flocken, krystallinischen Körnern und als mehliger Beschlagvorkommt, weiß, graulich und gelblich von Farbe, halbdurchsichtig bis undurchsich-tig ist, ein faseriges Gefüge und salzigbittern Geschmack hat. Es ist weich, ingleichen Theilen kalten Wassers lösbar und besteht in einem wasserhaltigen, schwe-felsauern Talk. An Gesteinwändcn ausblühend, als Überzug auf Felsenspalten,in Höhlen, alten Gruben u. s. w., bei Jena, am Harze, in Böhmen rc.; fernerals Bestandtheil mancher Quellen und Soolen und in dem Wasser einiger SLeenAsiens . Es wird theils aus diesen gewonnen, theils künstlich dargestellt, unddient als abführendes Mittel.
Bivouac, Bivouaguiren, (Biwacht und Biwachten), das Lie-gen der Soldaten unter freiem Himmel, ohne Zelte, im Gegensatze von Campirenund Cantonniren. Sie bleiben dabei angekleidet, um jeden Augenblick sich zumGefecht aufstellen zu können. Da man zur Verminderung des Gepäcks die Zelteabgeschafft hat, so müssen große Truppenmassen jedes Mal bivouaguiren, auchwenn sie nicht in der Nähe des Feindes stehen. Der«oldat kann jedoch, wenn esdie Umstände erlauben, sich Stroh-oder Laubhütten bauen. Das häufige Bivoua-quiren ist der Gesundheit höchst nachtheilig und den Gegenden, wo es stattfindet,äußerst verderblich.
> Bizarr, Bizarrerie, jene Art des ungereimt Seltsamen, wobei man,um den Schein des Außerordentlichen zu erhalten, die allgemeine Regel ausWill-
^ kür verläßt und eine gezwungene Eigenthümlichkeit an die Stelle setzt. Der Bi-zarre ist ein Wahnwitziger mitFreiheir, und die Eigenthümlichkeit, welche bei demwirklichen Humoristen und dem Launenhaften Natur ist, ist bei ihm nur angenom-men. Da im Ästhetischen die Regel, welche man verläßt, um den Schein desAußerordentlichen zu erhalten, die Regel des Geschmacks, mithin die Regel derUrtheilskraft in Beziehung auf das schone ist, so entsteht das Bizarre, wenn da,wo das Urtheil hatte walten sollen, eine ungezügelte, der Bildung und Zucht erman-gelnde, Phantasie eintritt. „Bizarrerie", sagt Millin in seinem „viel. >lcrbe-niv arts", „bezeichnet einen Geschmack, der den angenommenen Grundsätzenzuwider ist, ein Verfahren, welches nach dem Außerordentlichen hascht, und desseneinziges Verdienst in eben der Neuheit besteht, wodurch es fehlerhaft ist. Derbizarre Geschmack unterscheidet sich von dem eigensinnigen (oujwwü'lix) dann, daßCoiiversaticiiS-Lericoii. Bd. l. 58