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Bonaparte (Napoleon ), Feldherr
nur einen Waffenstillstand (am 28. April), der ihm die wichtigsten Festen PiemontSeinräumte und ihn zum Meister des ganzen Landes und seiner HülfSguellen machte.Unterdessen hatte steh der bstr. Feldherr hinter den Po gezogen, um den Feind vonMailand abzuwehren. Er erwartete, durch Napoleons Bewegungen getäuscht,daß dieser zwischen Valencia und Pavia über den Po gehen werde. Jener aber be-wirkte schon am 8. Mai den Übergang seiner Armee von Piacenza aus und nöthigteden Feind, sich bis a» die Adda zurückzuziehen. Bei Loti verschanzten sich dieOstreicher; das Vordringen über die lange, stark vertheidigte Addabrücke schienunmöglich. Napoleon sühne einen Tkeil seines Heeres au die durch ein mörderischesFeuer vertheidigte Brücke. Seine Schare» wankten; aber ihre Führer drangenunerschrocken vorwärts, und das erste Wagnis von Napoleons blutiger Taktikwar gelungen (10.Mai). Die Lombardei war in seiner (Kewalt, und die Ostrei-cher vereinigte» ihre Macht, um nur Mantua zu decken. Da suchten, von demunerwarteten schm llen Erfolge betäubt, die Fürsten Italiens den Frieden. Schonam 9. Mai hatte der Herzog von Parma einen Waffenstillstand erhalten; am 17.der Herzog von Modena. Der Friede mit dem König von Sardinien (Paris t. 18.Mai) sicherte der Republik außerordentliche Vortheile. Wo hatte B. alle StaatenItaliens zittern gemacht, ungeheuere Kriegssteuer» erhoben und sein Heer mitneuem Muth erfüllt. Einige Begünstigung fand er i» der unruhigen Wtimnnmgder gegen ihre Regierungen aufgeregten Italiener, denen er Freiheit und Vernichtungder Tvrannei verkündete. Überall suchte er die Unterthanen ihren Fürsten, ihrerVirsassimg zu entfremden und Empörung unter den Vorspiegelungen des Repu-blicanisiMiS anzufachen. Fast unerschwingliche Summen federte er für unsicher»Waffenstillstand; schonungslos erpreßte sei» Reguisitionssystem Alles, was zumBedürfnisse, was zum Luxus des Heeres gehörte. Kostbare Kunstwerke sendete erals glänzendeTrophäen nach Paris . Müde der endlosen Bedrückungen, griffen dieLombarden zu den Waffe». In Pavia und Bioceo wurden viele Franzosen ein-Opfer des ÜbermurhS, mit dem sie die Bewohner gereizt. Da strafte NapoleonMit Feuer und Schwert die Unglücklichen; Lugo ward von Augereau auSgeplun-derr. Hierauf eilte er der östr. Armee, die sich am Mincio befestigt, entgegen, gingam 21. Mai über den Fluß, da. wo man es wieder am wenigsten erwartete, nahmam 1. Juni Verona ei» und drängte die Feinte bis an die (Kreuzen Tirol? zurück.Am 3. Juni schloß er Waffenstillstand mir Neapel und eilte nun um so sicherer,serie ganze Macht gegen die Östreicher zu wenden. Die treuen Tiroler rief er ver-gebens zur Empörung auf, indem er ihnen Freiheit und Unabhängigkeit versprach.Italien selbst drohten neue Unruhen: schnell erschien er, sie zu dämpfen. Die Ci-tadelle von Mailand lind die Feste Mannia waren noch in östr. (Kewalt. Letztereschloß er ein und drang, um sich Italiens zu versichern, in da? päpstliche (Kebiek vor.Am 19. Juni waren Bologna , Ürbino undFerrara in seiner (Kewalt, und derPapjksah sich genöthigt, am 23. einen Waffenstillstand mit ungeheuern Contributionen,mit den herrlichsten Kimstschätzen und mir vorläufigem Verzicht auf Bologna . Fer-i ara und Ancona , zu erkaufen. Nun überfiel er das neutrale (Kebiet des (Krescher-zogs von Toscana und besetzte Livorno (28. Juni), um sich der englischen Schiffezu bemächtigen. Letzteres gelang zwar nicht, aber ein reicher Norrath englischerWaare» fiel in seine Hände. Er ließ Besatzungen zurück, um, wie er vergab,das Land gegen den britischen Despotismus zu beschütze». Als sich daraus, den29. Juni, die Citadelle von Mailandergeben harre, unternahm er die BelagerungMantuas. Dieses zu befreien, drangen die Östreicher unrer Wurmser (der anBeaulieu'S Start den Oberbefehl erhalten) an die Etsch , und unter O.uosdanovichüber BreScia vor, sie entsetzten Manrua und drängten B. an den Mincio zaruck;aber rasch warf sich dieser auf die einzelnen östr. Heerabrheilungen, schlug d. 3 Aug.Quosdanovich bei Lconato, und nöthigte am folgenden Tage mit 1200 Rann,