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Bonaparte (Napoleon ), Feldherr
die er selbst führte, 4000 Fstreicher sich zu ergeben, da sie von seinen Drohungensich schrecken ließen. Durch einen Rückzug lockre er Wurmser aus seiner Stel-lung, schlug ihn den 5. bei Castiglione und nöthigte ihn, sich nach Tirol zurück:zuziehen. Darauf begann er am 23. Aug. die Belagerung Mantuas von neuem,indem er zugleich die wieder mächtig vordringenden Östreicher einzeln schlug. Am4. -Lept. schlug er den rechten Flügel unter Davidovich's Oberbefehl bei Rove-redo (s. d.). Rasch wendete er sich nun gegen den linken Flügel unter Quosda-novich, schlug ihn am 8. bei Baffano, bemächtigte sich der Stadt und drängte denFeind über die Brenta zurück. Wurmser, von der Hauplarmee getrennt, vonTirol abgeschnitten, faßte den kühnen Entschluß, sich nach Mantua zu werfen;B., der noch bei Sän--Giorgio, der Vorstadt MantuaS, ihn erreichte und am 15.schlug, konnte die Stadt ihm nicht verschließe». Während Mantna von neuembelagert ward, beschäftigte sich B. mit der Republicanisirung Italiens . Leichtfand er einen Vorwand, den Waffenstillstand mit dem Herzog von Modena zubreche»; er besetzte das Land und vereinigte es mit der neugeschaffenen cispadani--scheu Republik am 8. Oct. Darauf gab er den neuen Republiken die franz. Ver-fassung. Auch trug er dazu bei, daß Cvrsica am 18. Oct. den Engländern durchdie franz. und corsischen Republikaner wieder entrissen ward. Am 9. Oct. hattesich Genua unter harten Bedingungen in den Schutz der Republik begeben; am10. Neapel den Frieden erlangt, und am 5. Nov. ging auch der Herzog von Par-ma, durch ModenaS Beispiel geschreckt, denselben mit großen Aufopferungen ein.Da drangen die Östreicher aufs neue, um Mantua zu entsetzen, gegen Bazzano und Roveredo vor. Doch den schwächer» B. rettete seine Kühnheit. Ehe diefeindlichen Heere sich vereinigen konnten, ging er in der Nacht vom 14. auf den15. Nov. über die Etsch und nöthigte Alvinzy zu der dreitägigen Schlacht bei Ar-eale vom 15. bis 17. Nov., in der nur sein und seiner Generale hoher Muth, dasVertrauen, das sie ihren Soldaten einzustoßen wußten, und die Verzweiflung,mit der sich B. selbst jeder Gefahr aussetzte, seinen Untergang abwandte undibm einen blutigen, aber großen Sieg gewann. Alvinzv ging an die Brenta zu-rück. Auch Davidovich ward nach Tirol zurückgetrieben. Doch schon in denersten Tagen 1797 rückte Alvinzy wieder bis Rivoli (s. d.) vor, ward aber vonB. am 14. Jan. geschlagen und aufs neue nach Tirol getrieben. Eine öst-reichische Eolonne unter Provera hatte indeß versucht, nach Mantua vorzudringen;Wurmser that einen mörderischen Ausfall; aber B. schlug den Angriff zurück, er-eilte Provera und nöthigte ihn am 16. Jan., sich mit mehr als 5000 M. zu er-geben. Während nun die französ. Generale in Tirol eindrangen und Italien vondieser Seite sicherten, fiel am 2. Febr. Mantua, wodurch der Sieg in Italien entschieden war. An demselben Tage rückte B., nachdem am 1. Febr. der Waf-fenstillstand mit dem Papste, der sich gegen Frankreich gerüstet hatte, aufgekün-digt worden, in das päpstliche Gebiet ein, schlug am Senio des Papstes Truppen,und nahm Faenza, bald darauf Ancona , Loretko und Tolentino ein. Der be-drängte Pius VI. schloß am 19. Febr. mit ungeheuern Aufopferungen den Friede»von Tolentino, der ihm den Kirchenstaat jenseit? der Apenninen übrig ließ. Jetztkonnte B. den Kaiser in seinen eignen Staaten bekämpfen. Der Erzherzog Karlhakte sich hinter dem Tagliamento befestigt. Sofort ging B., während die sra».zös. Rheinarmee Deutschland bedrohte, über die Piave, und erzwäng am 16.März den Übergang über den Tagliamento und Isonzo . Am 19. besetzte er Gra-disea, am 20. Görz und am 23. Triest . Vor Ende des Monat? war fast ganzKärnihcn und Krain und ein Theil von Tirol erobert. Im rechten Augen-blick knüpfte B. mit dem Erzherzog Karl Unterhandlungen an und bewilligte den»streich. Abgeordneten, in seinem Hauptquartiere zu Iudenbnrg, am 7. April ei-nen ftchskägigen Waffenstillstand. Indeß war seine Lage höchst bedenklich. Vor