Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Bonaparte (Napoleon ), Consul

thier, Andreosih, Bourienne, Gamheaume, Marmont, Lavalette, Bertholletund Menge am 23. Aug. ein. Am 30. Sepk. war er in Ajaccio , wo ungünstigeWinde ihn zurückhielten. Am ö. Oct. stieg er bei FrejuS anS Land. Wie imTriumph zog er nach Paris , wo er am 14. Oct. eintraf. Mit Jubel empfingendie Parifer den Helden, der plötzlich erfchieu, wie durch einen Zauberfchlag. Abererschrocken traten Die zusammen, die froh, ihn fern zu wissen, von seinem Aufkre-ten nicht« Gutes ahnetcn. Wohl durste B. dem Directorium vorwerfen, daß ersiegreich und mächtig die Republik verlassen, und besiegt und ohnmächtig sie wie-,derfinde. (S. Frankreich.) Laut war die Stimme aller Parteien, daßdieRe-gierung geändert werden müsse; Barras wollte, wie behauptet wird, die Monar-chie wiederherstellen, und rechnete auf B.'S Ergebenheit. Eueres dagegen wolltedie Republik durch B. wieder erheben. Er aber täuschte Beide und lenkte den Fa-den der Verschwörung nach seiner Absicht. Der Rath der Alten übertrug ihm denOberbefehl über die Truppen, mir uneingeschränkter Vollmacht, für die Sicherheitder Nationalrevräseiitation zu wachen. Er schwor Treue der Republik , und amö. Nov. (18. Brumaire) 1199 vernichtete er die Direetorialregierung. Am 10.Nov. Versammelten sich der Rath der Alten und der Rath der 500 in St.-Tloud.Schon erhob sich in lehterm der Ruf der Republikaner: „Keine Dicratur; niedermit dem Dictator!" Da trat B. mit mehren Grenadieren in den Saal. Einlautes Geschrei bestürmte ihn. Man faßte ihn beim Kragen; doch ward keinDolch, wie er vorgab, gegen ihn gezückt. (Dieser Behauptung ist durch den Be-richt der Repräsentanten Bigonnet und durch die Erklärung des Deputirten Dupontde ?E»re, die als Mitglieder des gesetzgebenden Raths Augenzeugen des Vorfallsin St.-Cloud gewesen waren, in der Sitzung der Kammer ani 18. Juni 1819auf das Bestimmteste widersprochen worden. Der Grenadier Pourräe, welcherden General B. damals mit seinem Körper geschützt haben soll, hat sich fälsch-lich als Zeuge brauchen lassen, um die Deputirten, als von Lucian sogenannteIligne^enin».- <ln pcnpnuii>l, in den Augen der Soldaten verhaßt zu machen.)B. entfernte sich. Während jenes stürmischen Auftritts legte Lucian die Präsi-dentenwürde nieder, eilte zu den» General und federte die Truppen desselben zurRäumung des Saales der 500 auf. Nun drangen auf B.'S Befehl die Grena-diere in den Saal, stutzten aber einen Augenblick, als ihnen ein Mitglied desRaths (General Iourdan) die Verletzung der Rechte der Volksvertreter fühlbarmachte, und vertrieben diese erst dann mit gefälltem Baponnet aus dem Versamm-lungsorte, als General Leclerc, ihr Befehlshaber, ihnen zurief: „Im Namendes Generals B.. der gesetzgebende Rath ist ausgelöst! Grenadiere vorwärts!"— So endigte die Verfassung von 1195. Darauf versammelte Lucian als Prä-sident an demselben 10. Nov. die wenigen Mitglieder des Raths, welche umdie Verschwörung wußten, und ließ durch sie die Aufhebung des Directoriumsund die Ernennung von 3 provisorischen Eonsuln: B., SieveS und Roger Du-cos, decrctiren. Sie traten am 11. Nov. ihr Amt an. Eilig vollendete mandie neue vierte Verfassung der Republik , die am 15. Dcc. (22. Frimaire) be-kanntgemacht wurde. B. ward auf 10 Jahre zum Oberconsul ernannt, miteiner Gewalt, wie sie kaum der König besessen; neben ihm standen, fast nur alsstumme Personen, 2 Eonsuln. Don nun an entfaltete sich B.'S Regierungs-kunst. Seine Brüder erhielten bedeutende Ämter. Er selbst fand aus seinenUmgebungen die brauchbarsten Werkzeuge seiner Plane, aber auch wirklich aus-gezeichnete Männer heraus, wie Talleyrand und Fouchä. Durchgreifende Maß-regeln sicherten das neue Regiment, die Emigrantenliste ward geschlossen, unddem Volke der Friede versprochen. Zwar erklärte der Oberconsul am 28. Dec.aufs neue allen Feinden der Republik den Krieg; aber am folgenden Tage truger dem Könige von England den Frieden an. Doch Grenville wies den An-