Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Bonaparte (Napoleon )

Dinge zu sehen bestimmt wären. Aus Frankreich kamen ihm Nachrichten zu vonder Unzufrietenheir mit der neuen Regierung, und wie besonders die Soldaten,Bauern und Besitzer der Nakionalguier fest an ihm hingen. Auch von der diplo-malischen Spannung auf dem wiener Tongresse erhielt er genaue Kunde. Da vor-ließ er, das Größte wagend, seinem Gluck noch einmal vertrauend, die Englän-der täuschend, Abends den 26. Febr. 1815 Elba, mit allen seinen Truppen, dieauf einer Brigg und etlichen andern Fahrzeugen eingeschifft waren und 800 Mannbetrugen. Nach einer glücklichen Fahrt landete er ani 1. März zu Tannes, nichtweit von Frejus . Ohne auf Truppen zi. stoßen, durchzog er das Land, rasch vor-wärts dringend, und erließ Proklamationen, worin er die Mißgriffe der Bourbonsmit den grellsten Farben schilderte. Erst am 7. März stieß er auf der Straße vonGrcnoble auf eine Truppenmasse unter Lab, dop» re, die ihm den Weg versperrensollte, aber sie ging im Augenblicke zu ihm über, und noch denselben Abend öffneteihm Grenoble dle Thore. Dasselbe war mit Lyon der Fall, wo er den 10. Abendseinzog. So erreichte er, ohne daß ein Schuß gegen ihn fiel, ohne daß einer derMarschälle, die Ludwig X > I I I. geschworen hatten, ihm den Weg ernstlich verlegt,im Gegentheil durch Ney'S Übergang am 13. ungemein verstärkt, Abends den20. März Paris , das Ludwig eiligst verlassen hatte. Ein Ereigniß, das, durchVerrath weniger vorbereitet als begünstigt, fast anü Wunderbare grenzt! Wäh-rend Napoleon , um die Klügcrn zu becheren, vorgab, daß England seine Fluchtgewollt, daß Ostreich auf seiner Seite stehe, daß Gemahlin und Sohn aus Schön-brunn zu ihm zurückkehrten— ein Plan, der in der Ausführung entdeckt ward —,sprachen die Bionarchen auf dem Tongresse zu Wien ani 13. einmürhig den Banndes Völkerrechts über ihn aus und erneuerten den Vertrag von Thaumont (s. d.).Über 800,000 Mann waren am Ende des Mais schlagfertig, jene Acht zu voll-ziehen. Allein auch er bot Alles auf, um, da seine Anträge verworfen wurden, denKampf der Verzweiflung zu wagen. Die Versammlung des Maifeldes(s. März-oder Maisel d) sollte seine» Thron auf der Grundlage liberaler Zdecn, zu denen erjetzt seine Zuflucht nahm, wieder aufrichten. Ein Landsturm, der alle Männervon, 20. bis 60. Zahrc unter die Waffen stellte, schien Frankreich in ein großesLager zu verwandeln. Die alten, ihm getreuen Truppen zogen aller Orten herbei,unter den geliebte» Adlern die Schmach verlorener Schlachten auszutilgen. Den.15. ^ftini brach er über die Sarnbre gegen das preußisch-englische Heer in Belgien los, das Wellington und Blücher in ausgedehnten Tanronnirungen befehliate».Bei Fleurus lind Ligny (s. d.) kam eS am 16. zu einer blutigen Schlacht, die ergewann, indessen Ney mit dem linken Flügel ein hartnäckiges Treffen bei O.uatre-bras auf der Straße nach Brüssel lieferte. Das sich zurückziehende preuß. nöthigteauch das engl. Heer zum Rückzug, der bis zum großen soigner Walde ging, vorwelchem es sich auf einer großen erhöheten Ebene lagerte, um Napoleons Angriffabzuwarten, da Blücher sich mit ihm zu vereinigen bestimmt versprochen hatte.Napoleon glaubte nur den engl. Nachtrab zu sehen, der ihm den Weg nach Brüsselversperren wolle, und griff den 18.Mittags die äußerst feste Stellung Wellington'Sauf den Höhen vor Waterloo (s. d.) beiMom-St.-Iean mit dem heftigsten Un-gestüm an. Allein die Stellung und der Muth der Briten vereitelten jeden"Angriff,und als am Abend Blücher nach dem beschwerlichsten Marsch in der Franzosen rech-ter Flanke vorbrach, Grouchy aber mirThiclemannbei Wavre kämpfte, so ward dieSchlacht für Napoleon zur Niederlage, aus der sich kaum wenige Tausend nach Pa-ris retteten, und wohin Napoleon , durch die rasche Verfolgung über Genappe hin-aus von Grouchy abgeschnitten, statt sein Heer bei Laon zu sammeln, als der ersteFlüchtling, den 21, zurückkam. Hier dankte er, von den Volksrepräsentanten dazuaufgefoderr und vom Gen. Solignac überredet, den 22. ab, jedoch nur zu Gunstenseines Sohnes, und begab sich nach Malmaison, dann aber nach Rochefort, wo er