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sich nachAmerika einschiffen wollte. Aber die engl. Kreuzer hinderten chn ander Ab',fahrt, und da er fürchten mußte, an die Bourbons ausgeliefert zu werden, so ergaber sich, Schuh in England, wie Thcmistokles bei den Persern, suchend, den 14. Julian den engl. Cap. Maitland, und ging den 15. an Bord des Bellerophon. Aber eswar nicht mehr die Zeit der Helden des Plutarch . An dem engl. Gestade ward ihmvon Seiten der Regierung eröffnet, daß er als Gefangener nach S.-Helena abgefukrrwerden solle. Dort lebte er seit d. 18. Dct. 1815 bis zum 5.Mai 1821, m Longwood,als GeneralB., unter den Augen der Commissarien der Verbündeten, in Folge desVertrags vom 21. Aug. 1815, als europäischer Staatsgefangener. In seiner Be-gleitung befanden sich, atiS freiem Willen, Gen. Dertrand mit Frau und Kind, GrafMontbolon mit Frau und Kind, GrafLaS Cafes (der 1811 ihn verlassen nnisue),Gen. Gourgaud sder 1818 nach Europa zurückkehrte), 9 männl. und 8 weibl. Die-ner. — Napoleons Leben auf Et.--Helena hat den Haß eines großen Theils der Zeit-genossen entwaffnet, die Bewunderung seiner Anhänger aber nur vermehrt. DerSturz von seinerHöhe konnte ihn auf Augenblicke niederschmettern, aber nicht seineKraft vernichten. Er behauptete seine Persönlichkeit in dem Drucke derVerbannungwie in dem Palasie der Tuilerien; nur sein Inneres, das Menschliche in der ehernenBrust, trat jetzt niehr hervor, als es dort der Fall sein konnte, wo erdasSckicksalderStaatenwelt mit seinem Willen umschloß. Alle Personen, die in Sl.-Helena ihmdienten, behandelten ihn als Kaiser; und er würdigte und erwiderte ihre Treue niitdem Gefühle des Danks und der Fre-.'dschast. Der Gouverneur der Insel, SirHudson Löwe, bewachte ihn mit der gehässigsten schonungslosen Strenge; aberNapoleon stellte ihm eine solche Charakterstärke entgegen, daß in der öffentlichenMeinung der Gefangene in dem Grade nur an Würde gewann, als sein Kerker-meister an Achtung verlor. Übrigens erkannte man auch hier m jeder von Napo-leons Handlungen den eiserne» Sinn und die unerschütterliche Standhaftigkeit,wodurch es ihm früher so oft gelungen war, Das auszuführen, was Lindern un-möglich schien. In keiner Beziehung wollte er den Engländern das Recht einräu-men, über seine Person verfügen zu dürfen; denn nur freiwillig und unter der ihmzugestandenen Bedingung, nach England gebracht zu werten, habe er sich in ihrenSchutz begeben. Als sein Arzt O'Meara auf Befehl des engl. Gouverneurs ihnverlassen mußte, blieb er mehre Monate lang ohne ärztliche Hülse; die Bitten sei-ner Diener und der sich täglich verschlin . ernde Zustand seiner Gesundheit konntenihn nicht bewegen, einen von dem engl. Befehlshaber ihm zugesandten Arzt vor sichzu lassen. Als man ihm nickt ferner erlauben wollte, ohne militairische Bedeckungauszugehen, verließ er nicht mehr seine Wohnung. Seine Hauptbeschäftigungwar die Abfassung seiner Denkschriften. Zur Erholung spielte er Schach, oderließ sich vorlesen, vorzüglich Trauerspiele. Im vertraulichen Kreise sprach er vonseiner Kindheit und seinen Schicksalen mit einem Gleichmurh. als wenn er vonder alten Geschichte gesprochen hätte. Unter den Franzosen ausEt.-Helena war Na-poleon der heiterste; theilnehmend an Allem, was seine nächsten Umgebungen be-traf, wüste er Jedem Muth einzuflößen. Das zärtlichste Andenken weihte erseinem Sohne; von Frankreich sprach er nur mit Achtung und Liebe. — SeineKrankheit nahm erst in den letzten 6 Wochen einen bedenklichenCharakrer an. ^iehatte in der innern Zerstörung des Magens ihren Grund und war nack der Be-hauptung der engl. Ärzte, welche die Section in Gegenwart des aus Italien zuNapoleon gesandten Arztes Amommarchi verrichtete», ein Magenkrebs , der auseiner Verhärtung der Magenwände und des MagcnmundeS entstanden war. Na-poleon sah sein nahes Ende voraus und sprach oft und mit Ruhe davon. Als ervom Arzte hörte, daß er nur noch 48 stunden zu leben habe, bat er den GeneralBertrand, ihm sein Testament machen zu helfen, was Beide ungefähr 15 Stun-den beschäftigte. Seine letzten Verfügungen enthalten mehre Beweise eines jaricn