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Zweiter Band. Bo bis C.
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134 Boullon Bourbon (Haus)

ein Bischrrm, 6 Kirchen, ein Hospital, eine Börse, ein Handelsgericht, eine Ge-sellschaft des Llckerbaues, der Handlung und der Künste, eine Schifffahrtsschule,Seebäder, Seifen-., Fayence-., Blech-., Leinen - und Wollenmanufacturen. ZumAusfuhrhandel dienen: Heringe und Makrelen, die in Menge längs der Küste ge-fangen werden, Champagner - und Burgunderweine, Steinkohle», Getreide,Butter, Leinwand-, und Wollenzeuche. Vier Dampfböte sind für die Überfahrtnach England bestimmt.

Boulton (Matthew), ein Man», der mit ausgezeichneten Talenten denregsten Eifer, den reinsten Patriotismus verband und als reicher Privatmann undMitglied vieler gelehrten und ökonom. Gesellsch. im Aug. 1809 starb. Geb. zuBirmingham den 14. Sept. 1728 und erzogen in einer Privatanstalt zu St.-Johns Chapel, verlor er seinen Vater, der sich durch eine sinnreiche Art, in Stahleinzulegen, bekannrgcmacht und dadurch ein großes Vermögen erworben hatte, alser kaum 17 I. alt war. B. legte mit einem Aufwande von 9000 Pf. sehr aus-gedehnte Fabrikgebäude an. Seine grübelnde Thätigkeit leitete ihn auf manchenützliche und große Unternehmung. Es gelang ihm, den Goldkalk nachzumachen;bald waren im In-, und Auslande die schönsten Zimmerverzierungen aus B.'SFabrik; bei ihm wurden von den kostbarsten Ölgemälden die täuschendsten Abbil-dungen genommen, wobei er die Methode eines gewissen Egginton befolgte, der inder Folge durch feine Glasmalereien sich einen Ruf erwarb. In Verbindung mitJames Watt von Glasgow , der 1769 ein Patent über eine Dampfmaschine er-hielt, legte B. eine Fabrik für Dampfmaschinen an, die jetzt noch in den vorzüg-lichsten Bergwerken und Manufacturen Großbritanniens angewendet werden.1788 machte er Versuche mit einer Münzmühle; sie gelang vollkommen. DieseMühle setzt 8 Maschinen in Bewegung, von denen jede durch einen Knaben be-sorgt wird und in einer Minute 70 — 90 Münzen prägt. Die Handelsgesell-schaft von Sierra Leone läßt dort viele Silbermünzen, und die ostindische Gesell-schaft viele Kupfermünzen prägen. Nach dem Tode der Kaiserin Katharina sandteB. dem Kaiser Paul l. einige der seltensten Stücke seiner Fabrication und erhieltdafür eine schöne Sammlung von Medaillen und Mineralien aus Sibirien , sowieauch alle neuere russische Münzen. B. und Watt haben auch in Verbindung mitihren Söhnen zu Smetwick, nahe bei Soho, eine Gießerei angelegt, wodurch sieden Dampfmaschinen eine so hohe Vollkommenheit geben können, daß ein Schef-fel newcastler Steinkohlen 6000 Dphoft Wasser 10 Fuß hoch treibt und eben dasbewirkt, was 10 Pferde in einer Stunde kaum ausrichten können. (Vgl. Dampf-maschinen.) Dieser Mann, dessen Thätigkeit für das Gewerbswesen und diemechanische Kunst den entschiedensten Nutzen gehabt hat, und der Tausenden durchseine Unternehmungen jährlich ihr reichliches Auskommen verschaffte, hinterließeinen Sohn und eine Tochter.

Bourbo n. Der Stammvater dieses Geschlechts, das in Frankreich undSpanien, im Königreiche beider Sicilien und in Lucca, künftig wieder in Parma (f. d.) legiert, ist Robert der Starke, der 861 zum Herzog v. Neustrien erhoben ward und 866 im Kriege gegen die Normänner das Lebe» verlor. SeineHerkunft leiten Einige von Pipin von Heristal, Andre von einem natürlichen SohneKarls des Großen, noch Andre von den Könige» der Longobarden ab. Schau diebeide» Söhne dieses 1i»>l>«>, t -1,;-1», l, Ddo und Robert, wurden Könige vonFrankreich ; jener 888, starb 898; dieser 922, blieb 923. Der älteste Lohndie>es Robert war Hugo der Große , Herzog von Isle de France und Graf vonParis und Drleans. Hugos d. Gr. Sohn (Roberts d. Starken Urenkel), HugoCapet, gründete 987 die dritte Dynastie der Könige von Frankreich . (S. Cape-ringer.) Einer von seinen Enkel», Namens Robert, stiftete die ältere Linieder Herzoge v. Burgund , die 1361 erlosch, und ein Enkel dieses Robert, He in-