Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Boulevards

Boulogne 133

sei» (Armuth ergriff, schloß er sich an Mirabeau und Barnave an. Um diese Zeitdichtete er seine Oper „Peter der Große ", die Grklrv eompomrte. Als Miunci-palbcanner, Richter und öffentlicher Kläger in Tours verwahrte ihn sein autesHerzund sein RechtSgesiihl vor dem Mißbrauche seiner Amtsgewalt gegen Aiidersden-kende. Durch sein kluges Verfahren vereinigte er in der Rahe der Ve»d- e die Ge-iiiinher seinen YPirbürger. Man sah daher in Tours und seiner Umgegend wederdie Ausschweifungen der Vend.'er noch die Wuth des Revolukionsttibunals. Vieltrugen er und la Chabeanssh re zur Einführung der Primairschulen nach dem !>.Thermidor bei. Als die Sache des öffentlichen Unterrichts, sonderbar genug, ausder Hand der Organisationscommission in jene der Polizei überging, verwundetedies den Diensteifer K.'S. Er trat ab und widmete sich nun der Dramaturgie;weil er aber seine (bedanken etwas weitschweifig ausspncht, so sagt sein Kritiker Amnaud von ihm, er leide am <u>il>oup>>ii > >lu iu-ulniu-ni. MV.» kennt auch ausallen deutschen Buhnen sein von Kotzebue 1800 übers. Schauspiel: „lAstO"-NI'l'Pör"; eiii andres von ihm ist: „Mich,,»,- <>,! 8,-»!^,,«'-"; für die große Operschrieb er: „!,cr juiix iloraux" u. a.; fiir das Vandeville: ,,!I,üii--0<' l',-,,

(Haß den Frauen); ferner das von Kotzebue 18«)5 bearbeitete Stück

und „( iu- üstio". Beliebt und oft aufgelegt sind s. Erziehuugsschrislen: „l.eii

uvnlrai ü in., lillr", „1,05 <:c»ii>eilk ä nur kille" U. a. M.

Boulevards, s. Paris .

U <> u I n x; » >> (>'«Ü8 st--), ein in allen franz. Romanen vorkonnnendes an-genehmes Gehölz nahe vor den Thoren von Paris . Die Revoluuon zerstörte diealternden Baume größtentheils. Als Napoleon das nahe -Lt.-Cloud zu seinerSonimerresiden; wählte, ließ er die leeren Räume bepflanzen und ansäen, die Ein-,fafftlngsmauer herstellen und den schönen Wald mit kleinem Wilde bevölkern, wo-durch er besuchter als jemals wurde. Zm Zuli 1815 eaiiipirteu dort bis im Ldezunter Laiibbarackeii die engl. Truppen unter Loid Wellington, welche die scheustenalten und jungen Bäume zu obigem Behufe fällten. Von 'Alters her ist dies Ge-holz der Duellplaß der Pariser . Hier war manche ,> >> iic 6,m. hier Zeigten Egui-pagen und Reirer ihren Luxus. Durch die breiteste Allee wallsabnete die frommeWelt nach LongchampS. Hier erhoben sich die ersten Montgolsieren. — Cuvier fand bei geologischer Untersuchung, tast der Boden des Gehölzes euie angeschwemmteErde sei; daher findet man in der Tiefe versteinerte Baumstämme und Knochenvon Elefanten, Stieren, Elenn- und andern Säugthieren. Die dort wild ge-deihenden Pflanzen sind alle diejenigen, welche einen feiten Allnvionsboden lieben.— Die -Schlößchen Madrid und Bagatelle liegen dicht am Geholze, das vonkeinem Reisenden unbemerkt bleiben sollte.

Boulogne , eilte alte Seestadt an der Küste der Picardie, jetzt der Haupt-ort eines Bezirks von 1 5 s OM. mit 71,676 Einiv., im Depai t. Pas de Calais ,a» der Mundung der Liane ins Bteer, 11° 16' 33" L., 50° t3' 55" N. Br.Sie besteht a>iS Ober- und Unter-Boulogne, welches letztere ll-,ul,>gi>,--.nr ,n,-rgenannt lvii d und in Rücksicht der Schönheit der Häuser und Straßen den obern»»Theil der Stadt bei weitem übertrifft. Beide Theile haben an 160»Häuser, über16,60» Eiiiw., und eilten Hasen, der für große Kriegsschiffe zwar zu sucht ist,wo aber die größten Kauffahrteischiffe bei hoher Flut okne Gefahr aus- und einlau-fen. Da mail voll hier aus bei gutem Winde die Küsten von England binnen 2biS 3 Stunden erreichen kann, so ließ Bonaparle den sehr versandeten Hafen tie-fer machen und eine Menge flacher Fahrzeuge zur Überfahrt eines Landungsheersdaselbst erbaue», auch kleine FortS und Batterien rar Befestigung des Hafens undder Stadt anlegen. Schon stand ein zahlreiches Heer Monate lang in einem siadt-ähnlichen Lager zum Uberschiffen bereit, als der Ausbruch der FeindseligkeitenMit Östreich 1805 die franz. Krieger von dort m andre Gegenden rief. B. hat