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Zweiter Band. Bo bis C.
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Bowdich Boycldicu

vermehrt, von Iosi Gomez de la Cortina undNie. Hugelde de Molinedo (Madrid 18-8. 3 'Bde.). Unter s. kleinern Schriften, von denen derVf. 1818 eine Aus-wahl veranstaltete, findet sich Manches, was wir den gepriesensten s. größern sy-stematischen Werke vorstehen würden, namentlich ein kleiner Aufsatz, der die er-wähnte Sammlung einleitet, und in welchem der Vst umrührender Offenheit undfast übertriebener Strenge gegen sich selbst von s. bisherigen literarischen StrebenRechenschaft gibt. B. starb den 9. Aug. 1828, nachdem er bis wenige Tagevor seinem Tode Vorlesungen gehalten. 50.

Bowdich (I. Edw.), geb. 1191, Naturforscher im Dienste der afrikan.Gesellseh. zu London , machte sich durch s. Gesandtschaftsreise in das Land derAsbantis (s. d.), „Ust-Üoi, in,», (!.->;»: o.ist (ä-e-tle tu ck^Iianlue Ute.-- Gond.1819, 1.), sowie durch s. Nachrichten über das afrikan. Binnenland und dasportug. Afrika vorkheilhaft bekannt. Im Auftrag jener (Gesellschaft war er zuletztbeschäftigt, eine Chartevom Gamblastronie zu entwerfen; er befand sich seit 1823am Gambia , und wollte nach Vollendung der Charte sich an den Ioliba begeben,wohin ihn seine junge Gattin, eine geschickte Zetchnerin, zu begleiten entschlossenwar; allein er wurde den 10. Jan. 1821 ein Opfer des sogenannten Gambia -sieberS.

Boxen, eine Art Fünfkampf, der zu den Volkseigenthümlichkeiten derEngländer gebort. Es gibt Boxer, die aus ihrer Fertigkeit ein Gewerbe machen,und für Betaklung theils die Fehden Andrer ausfechten, theils sich unter einanderin einem Kreise von Zuschauern bekämpfen. Die Borkunst b»steht in der Fertigkeit,sich selbst zu decken und dem Gegner Stöße, besonders auf den Unterleib, mit derFällst beizubringen. Sie hat gewisse Regeln lind Gebräuche, die allgemein beob-achtet werden. So lange z. B. der Eine auf der Erde liegt, darf ihn der Andre nichtschlagen. Gewöhnlich sind die Kämpfer bis aut die Hüften entkleidet. Wer zuerstden Wunsch erklärt, aufhören zu wollen, ist der Überwundene. Diese britische Na-tionalkunst und die Meister in derselben hat Pierce Egan in s. Werke: „llovi.ina,oder Skizzen des antiken und modernenPugilism" (1 Bde., m.Kpf:'., Loud. 1821),der Nachwelt überliefert.

Bovdel l(Iohn), geb. zuDorringtond. 19. Jan.1130, hat durchs, großenUnternehmunaen viel Einstich aufdie Fortschritte derKünste in diesem Lande gehabt.Er war selbst Kupferstecher, dann Sammler und Kupferstichhäudler. Fürs. berühm-te Shakspeare'S- Galerie ließ er alle große Maler und Kupferstecher seine» Zeit ar-beiten. Er aab außerdem andre Sammlungen von Kupferstichen heraus, nnterwel-cben sich die Galerie Houabton's auszeichnet, welche dieKaiserin Katharina an sichkaufte. Man verdankt ihm ferner ein Buch von hohen» Interesse: „lüsier »ta-tst-." (Loud. 1111, 2 Bde., Fest), welches aus einem Facsimile des köstlichen Ban-des besteht, in welchem Claude Lorrain Zeichnungen von allen s. Gemälden nieder-legte, und dessen Original der Herzog von Devonshire besitzt. Von s. „lliOle» >l,m»l nein»- , t>,,m>',v<><l ,'ilwr »!>>' »>,»> uapltul ;-al„tni^5 in sin^lanc!-- (19 Thle.,Loud. 1112 sg.) sind die beiden ersten Bände trefflich. B. genoß der höchsten Ach-tung, war Sherif und Lord Mayor von Loiidon und starb den 11. Dee. 180!.

Boneldieu (Adrien), einer der beliebtesten franz. Operneomponisten,dessen heitere und lebhafte Musik auch in Deutsebland gern gehört wird. Geb.den 16. Dee. 1115 zu Rouen , lernte B. von» 1. Jahre an bei dein dortigenDomorqanisten Brocke Musik. Um 1195 kam er nach Paris und »nachte sichdurch Komposition und Vortrag seiner Romanzen beliebt. Bald wurde er alsProst des Pianoforke bei dem Conservakoriuin angestellt. In dieser Zeit schrieber mehre Operetten, unter welchen „äsi> laut,- cknxne" und der „Khakis vonBagdad" die bekanntesten sind. 1803 ging er nach Petersburg . Set», Ruf ver-schaffte ihn» eine günstige Aufnühme, und er wurde von: Kaisir zum Hofeapellmei-