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ster ernannt. Für das Theater von Eremitage schrieb er auch s. „Aline, Königinvon Golkonda" und die große Oper „Telemach", welche Einige für seine beste Musikhalten. 180,', kam er nach Paris; die politischen Ereignisse hielten ihn in Frank-reich zurück, und er widmete sein Talent nun dem 'I'lwItiL I-'evNau. Die beliebte-sten Opern, die er seitdem geschrieben, sind: „I.a ilot ileGnscUl!"; „,1on>> ,l< lbu is"(1812), welche überall am meisten Glück gemacht hat; „I.e ,Mnvem -iessneurein Villen" (Der neue Gutsherr, 1813) und „! >> 0->e «Invillupw voi^in" (1816).Seine spätere Oper: „I.e <N-,,-unpe" .Rothkäppchen) hat lebendige Musik,erreicht aber den „Johann von Paris" an Eigenthümlichkeit nicht. 1816 wurde D.Mitglied der Jury zur Prüfung der für die Oper bestimmten musikalischen Werke.Seine neueste Oper: „I.-> >bn>>e IO.<n,hat (1825) in Paris großen Erfolg ge-habt. Die Eigenschaften feiner Compositionen sind: natürlicher, leichter Ro-inanzengesana, glänzende Harmonie und Instrumcntirung ohne Überladung, vielFröhlichkeit, verbunden mit dem Talent zu charakterisiern. Als Instrunientalisthat B. verschiedene Solostucke für Pianoforte und Harfe geschrieben.
Doyen (Hermann von), ehemal. k. preuß. Kriegsminister, geb. 1771 inOstpreußen , ward, da er seine Ältern (der Vater war Oberstlieutenant) als Kindverlor, von seiner Tante erzogen. Er trat 1783 bei einem in Königsberg stehendenInfanterieregimente als Freicorporal in Dienste, wurde 1788 Lecondclieutenantund besuchte 3 Jahre hindurch die Kriegsschule in Königsberg (unter der Leitungeines sehr geachteten Mannes, des Mineurcapitains Rauch), sowie die Vorlesungenvon Kant und Kraus. Bei dem 1794 durch Madalinski's Einfall in Südpren-sien entstandenen Kriege ward B. erst von seinem RegüncntSchef, dem GeneralWildau, und dann von dem General Günther, welcher ein besonderes Corps amNarew befehligte, zum Adjutanten gewählt, machte in diesem Verhältniß jenenFeldzug mit, in dessen Laufe er verwundet wurde, und kehrte als Premie, lieute-nant zu seinem Regimente zurück. Deim Ausbruch des Krieges 1806 ward D. imGeneralstabe des Herzogs von Drannschweig angestellt. In der Schlacht vonAuerstädt bedeutend verwundet, entzog ihn die Theilnahme achlungswerther Be-wohner von Weimar der Gefangenschaft, sodaß er nach seiner Wiederherstellungim Februar 1807 zur Armee nach Ostpreußen gehen konnte. Er erhielt hier eineAnstellung im Generalstabe und ward zu dem russischen Corps, welches am Narewgegen Mass'na stand, geschickt. Nach dem tilsiter Frieden ward D. 1808 Majorund nabln an den Arbeiten einer militairischen Reorganisation-Kommission, unterdem Vorsitze des edeln Echarnhorst, Theil. 1809 wurde D. auf des LetztemVorschlag Mitglied des neu errichteten KriegSdepartementS und erhielt 1810 denMilitairvortrag im Cabinet des Königs. 1812 schienen die damals eingetretenenpolitischen Verhältnisse den Dienstaustritt B.'S nothwendig zu machen, und derKönig geruhte, ihm den Abschied als Oberster zu geben. B. benutzte seine Mußezu einer Reise nach Wien und Petersburg , von der er im Anfange 1813 nachBreslau , dem damaligen Aufenthalte des Königs, zurückkehrte. Bei dem Aus-bruch des Krieges gegen Frankreich ward er wieder im Generalstabe angestellt undin das russische Hauptguarüer nach Kalisch geschickt. Er begleitete dieses nachSacbsen und wohnte der Schlacht von Großgörschen bei. Bei dem Rückmarschwurde D. nach Berlin gesendet, theils die in den Marken angeordneten RüstungS-niaßregeln zu beschleunigen, theils, insofern es nöthig werden sollte, für die Ver-theidigung von Berlin Anstalten zu treffen. Als der Waffenstillstand aufhörte,ward B. Chef des Generalstabes bei dem 3. Armeecorps unter General Bülow;m dieser Eigenschaft machte er die Feldzüge von 1813 u. 1814 mit, wobei er imLaufe der Befreiung von Holland zum Generalmajor befördert wurde. Nach dempariser Frieden 1814 erhielt B. die stelle des Kriegsministers und wurde, nach-dem Benaparte von Elba in Cannes gelandet war, nach Wien berufen, von wo
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