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Zweiter Band. Bo bis C.
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Bramarbas

Brand

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ten nichts stehen als die Bogen, welche den Thiiom der Kuppel tragen. Sein«erst 1756 aufgefundenen Schriften sind theils in Prosa, theils in Versen, undin demselben Jahre zu Mailand erschienen.

Bramarbas, ein Großsprecher, ein Mensch, der, um sich geltend zumachen oder Andre in Furcht zu jagen, mit Thaten prahlt, die er nie ausgeübthat und deren er unfähig ist. Der Ausdruck kommt von einer so benannten Per-son dieses Charakters in einem von Holberg'S Lustspielen her.

Brand (Medicin.), das Absterben eines Theils des organischen, besondersdes thierischen Körpers. Die nächste Ursache davon ist das Erlöschen der Empfin-dung (das gänzliche Sinken der Nervenkraft) eines Theils, daher nervöse Entzün-dungen so leicht in Brand übergehen, und nervöse Fieber eher tödtlich werden alsandre. (S. Fiebe r.) Don dem Gegensatze der Empfindung und der Reizbarkeit,oder mit andern Worten, von dem belebenden Einflüsse der Nerven aus das Blut-gefäß hängt die Thätigkeit des lebenden Organs, das Bestehen desselben in organi-scher Form, gänzlich ab; allem beide stehe» auch in beständiger Wechselwirkung zueinander. Nach Ackermann nimmt das Nervensystem seinen Ursprung aus demArteriensysiem, und «Lömmerring hat durch die genauesten anatomischen und phy-siologischen Untersuchungen dargethan, daß die Nerven von dem sie umgebendenArtericnnetze ernährt werden, indem die feinste» Endungen desselben eine Feuchtig-keit aushauchen, welche als das Mittel des eigentlichen Nervenfluitums angesehenwerden müsse. Aus dieser Wechselwirkung beider Systeme auf einander sind dieErscheinungen bei dem Brande erklärbar. Ast die Nervenkrast eines Theils oderOrgans aus irgend einer Ursache gänzlich gesunken, so hört auch ihr belebenderEinfluß auf das Gefäßsystem desselben auf, die Empfindung dieses Theils erlischt,die Ernährung desselben stockt und wird endlich ganz vernichtet, d. h. der Theilstirbt ab. f)n den meisten Fällen entsteht der Brand: 1) Als Folge der Entzün-dung, und zwar ist die nervöse Entzündung, bei welcher das den Nerven selbst um-gebende Arteriengewebe ergriffen ist, am meisten geneigt, in Brand überzugehen,wahrscheinlich weil die Absonderung dcS NervenfluiduniS dabei unterdrückt ist,lind die Erhöhung der Reizbarkeit eine Erniedrigung ihres Gegensatzes, der Em-pfindlichkeit oder Empfindung, zur Folge hat, deren gänzliches Erlöschen alsdannauch das Sinken der Reizbarkeit oder das Absterben der Arterie nacbsicbzieht.Andre Entzündungen können zwar auch den Brand erregen, doch nur dann, wennsie durch ihre große Heftigkeit bis zu nervösen Gebilden sich fortpflanzen und dieseergreifen, oder wenn die Empfindlichkeit eines Organs schon geschwächt und herab-gesunken ist, z. B. bei durch Ausschweifungen oder übermäßige Anstrengunggeschwächten Menschen. 2) Dom Mangel des Zuflusses deü arteriellen Bluts,z. B. wenn eine bedeutende Arterie verletzt oder zusammengedrückt wird. Ferner3) wenn von großer Lebensschwäche die Empfindlichkeit bis auf Null herabsinkt.LL 0 entsteht bei sehr alten Personen nicht selten der Brand an den Fußzehen vonselbst, indem an diesen entfernten Theilen die Nervenkraft zuerst erlischt, wozuwahrscheinlich auch die in der Abnahme befindliche Reizbarkeit und die daherschwächere Thätigkeit des ArteriensosiemS mit beiträgt. Endlich ist es auch nichtunwahrscheinlich, daß es gewisse Einwirkungen und Substanzen gibt, welche un-mittelbar die Empfindung ergreifen, die Nervenkrast so schwächen, daß sie plötzlichoder allmälig unterliegen muß. Ansteckende Gifte ;. B. erregen das Neroensteberals Typhus, das sich mit allgemeinem oder örtlichem Brande tödtlich endet. Mei-stens geht dem Brande eine örtliche Entzündung voran. Ehe der Brand selbst ein-tritt, steigt gemeiniglich die Entmndung auf den höchsten Grad, die-Ltöchmerze»werden brcnneiid und stechend, der Theil wird dunkelroth. Diesen Punkt der Ent-zündung, wo sie im Begriff ist in Brand überzugehen, kann man den heißenBrand, Gangrän, nennen, im Gegensatz zu dem ausgebildeten, welchen man