Brcslou
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Breölau (Universität)
tend die Öl:, Barchent-, Leinwand-, Tuch-, Seiden-, Eisen- und Papierfabriken.Viele Seide, Wein, Flachs, Tuch geht von hier ins Innere, denn die künstlichenWasserungen durch 'Alpengcwässer und der Überfluß der Seen gehen, dei der offenenLage des BreScianisehen nach Suden, der an sich fruchtbaren Erde im (.Lebtet dieserDelegation eine» hohen VegetationSrcichthuui, den der Fleiß der Landpaebter undder Vorschuß der reichen Grundherren von Alters her zu benutze» strebt. Unter derve»ena». Regierung war hier die Abgabenfreiheü groß; deniioeh waren dieBrescia-ner sehr unruhigeUuterihanen der Republik , derenPolnei so schwach war, dieSclbst-rache kaum zu ahnden. Dem venetian.Banditenwesen hat tue f anzosisch-ttalieuischeund nun die östreich. Regierung ein Ende gemacht. S eu 1823 wurden nahe bei B.merkwürdige Alterthümer in einem vermauerten Gewölbe entdeckt, tt.a.der Perisrpleines prächtige» Tempels mit Statuen. Sie werden in dem aus der S teile des Tem-pels errichteten Museum zu D. aufbewahrt, und das Athenäum daselbst hat 1827eine Beschreibung der 'Alterthümer herausgegeben.
Breslau (slaw.Wrat slawa, nach dessen ErbauerWratislaw), Haupts!,von Schlesien , am Einflüsse der Ohla» in die Oder, zählte im I. 1820 ohne dasMilttair84,504 C., darunter 22,355 Kathol., 4850 Fft. Als Cenkralpuntt einerProvinz von 2 Mill. E. und vermöge ihrer gcograph. Lage hat D. manche Eigen-thümlichkeit, ja eine gewisse Abgeschlosseuh, ir bewahrt. B. ist den Sitz des eommaiid.Generals, des Oberpräsidenten von Schlesien , einer Regierung, eines OberlandeS-gerichtS u. s. w. Die katk. Universität wurde (s. d. f. '.Art.) 1702 voni Hasser Leopold l.gestiftet. B. hat über 20 karh.Kirchen, von denen die Kathedralkirche zuSt.-Io-hainiaufder Dominsel der Sitz des Bischofs vonB. ist; unter 84 Lehranstalten sind4 bedeutende Gymnasien, 2 lutber., I reform.und 1 kathol.; unter den Bibliothekensind die köitigl. und die Universitätsbibliothek (Centralbibliothek) und die der -LtadtgehörigeRhediger'sche (letztere wegen ihres Reichthums an Handschriften) tu bemer-ken. Von den wissenschaftl. )lnstalten lind Vereinen nennen wir die S elftes sehe Ge-sellsch. für Vaterland. Cultur, welche sieh seit einigen Jahren, besonders durch die Un-terstützung, welche sie der zeichnenden Kunst und der Technik angedeihen lässt, sehrverdient macht; ferner den Verein für fehles. (Losch. u. Alterth., die Bibelgesellseh. u.s. w. Die Stadt besitzt in ihrem Raihhause und der auf der Sandinsel gelegenenKreuzkirche herrliche Denkmäler älterer deutscher Baukiinst und bewahrt an öffentl.Orten wie in Privatsamml. manche vorzügliche Werke der bildenden Kunst. Blu-cher's Statue tvard 1827 aufgestellt. Auch ha- sie ein stehendes Theater. B. treibtbedeutenden Handel, allein er ist durch die neuer» Zeitverhältnisse gesunken. Indeßwerden die 2 jährl. Wollmärkte von weit her zahlreich besucht. Unter den SchicksalendcrStadt in der neuern Zeit muß die Belagerung lb',0 und 1807 von den Franzo-sen und RbeinbundStruppen bemerkt werden, denn nach erfolgter Einnahme singendie Framosen an, die Festungswerke zu zerstören, worauf die gänzliche Schleifungderselben erfolgte. Die an der Stelle der weitläufigen Werke entstandenen -L°paHer-gänge und neuen Gebäude haben B. sehr verschönert. Pet.Eschenloer'S, Stadtschrei-bers zwBreslau, Handsehr.: „Geschichten der Stadt Dreslau von 1440 — 70"(herauSgeg. von 1). Kunisch, Bresl. 1827, 2 Bde.) betrifft eine Zeit, in welcher B.die meiste politische Bedeutung hat^.
Brcslau (Universität). Die Vereinigung der frankfurter hohen Schulemit der in BreSlau schon bestehenden von den Jesuiten gestift ren Universität fürkatholische Theologe», die beträchtliche Erweiterung der Anstalt durch bedeutendeihr angewiesene Fonds lind die Vermehrung des Lehrerpersonals durch ausge-zeichnete Gelehrte war 1811 zu einer Zeit geschehen, wo die Lage des preuß.Staats weder nach Innen noch nach Außen günstige Aussichten gewähren konnte.Dennoch zeigte auch diese neue Schöpfung bald, gleich der berliner, daß der Geistlebendig war; ein reger Eifer für die Wissenschaft beseelte Lehrer und Zuhörer.