Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Krakau, bei welcher er sich oft erholte, öftereBadereifen und Ausflüge nach Pyrmont ,Bruffel, Warschau,brachten einigen Reiz in sein durch Kränklichkeit und Iesuitenchi-kanen sehr umtüstertes Leben, bis er, 1809 mit einer Pension und dem Charakter ei-nes k. k. Hofraths zur Ruhe gesetzt, seinen Aufenthalt in Wien nahm, dort nach derSchlacht bei Wagram von einem Franzosen niedergerannt und auf immer am Armegelähmt wurde, und nun, nachdem er in Franzensbad und Karlsbad auf kurze Fristsich gestärkt hatte, auf dem Gute seines treuen Freundes, des Grafen Wrtby, an wie-derholtem Schlagfluß gänzlich gelähmt, noch in seinen letzten Stunden sich in derPhantasie mit seinen Feinden herumhauend, zuletzt bewußtlos verschied. Früher nochhatte er nach dem Gebrauch des wiesbadncr Quells vomSept. 1809 bis Mai 1810in Erlangen im vertrauten Umgänge mit seinem alten Freund Mensel gelebt, in des-sen Hände er mehre hantschristliche'Aufsähe, sowie den Anfang seiner Selbstbiogra-phie niederlegte. Diese, d urch Mittheilungen vermehrt, die ihm der allein noch lebendeSohn des merkwürdigen Mannes, der östreich. Gen. von BretschneiLer, aus demNachlasse seines Vaters zusandte, hat der rastlose, auch dieErosamen unserer Li-teratur nicht unbeachtet lassende Literator in 2 Sammlungen:Vermischte Nach-richten und Bemerk." (Erlangen 1810) und:Historische und literarische Un-terhaltungen" (Koburg 1818), mit eignen Nachmessungen bereichert herausgege-ben. In der letzten -Sammlung findet man die interessanten Bruchstücke aus sei-ner Iugendgeschichte, von ihm selbst, in beiden aber eine Menge Charakter-schilderungen und Anekdoten, die von der BeobachtungS - und ErzählungsgabeB.'S das vorkheilhafteste Zeugniß geben. Er hat mit und ohne Namen 30 Jahrehindurch viele poetische und sätyrische Dichtungen herausgegeben, deren Auswahl,verbunden mit einer aus den vorhandenen Quellen zusammengesetzten Biographie,durch die vielen Beziehungen auf die Ausgezeichnetsten seiner Zeitgenossen, in 3 4Bdchn. sehr anziehende Memoiren bilden wurde. Hätte er aber auch Nichts geschrie-ben als den vom Kaiser Joseph gleichsam hervorgelocktenAlmanach der Heiligen"auf 1788, mit Kpf. und Musik, gedr. in Rom mit Erlaubniß der Dbern, unstreitigdas witzigste seiner Producte gegen Pfafferei und Mönchslegenden, und den Roman:Waller's Leben lind Sitten, wahrhaft oder doch wahrscheinlich beschrieben von ihmselbst", Köln, bei Peter Hammer (Berlin , Nicolai), 1793, worin die Sitten der da-maligen wiener Welt, die Kniffe und Ränke der damaligen dortigen Reichshofrätheund ihrer Agenten, vor Allem aber das Unwesen der dortigen A fterlogen und Umtriebeder unechten Freimaurerei mit den lebendigsten Farbe» abconterfeit und in einer denLeser bis zu Ende in Spannung erhaltenden Handlung verwebt sind: so würde erschon durch diese 2 Schriften als unerschrockener Bekämpfer alles Lugs und Trugsauf immer bcnierkenSwerth bleiben. 'Allein er wirkte auch noch durch 'Aufsähe i» gele-senen Zeitschriften, z. B. in der damals den Iefiütcissreunden und -Schwärmern so ver-drüülichenBerliner Monakschrift", und durch treffende Recensionen, theils in denJahrelang fastallein von ihm mitAnzeigenversehenenFrankfurterAnzeigen",theilsund vorzüglich durch s. Kritiken in Nicolai'SAllgcm. deutschen Bibliothek", welchedurch die Chiffer F.fi kenntlich sind, vielfach zur Entlarvung geistlicher und weltli-cher Betrügereien. Berühmt ist eine lehrrcicheRecension, die er 1792 im 107. Bde.derAllgem. deutschen Dibl." über Swedenborgs Leben und Schriften aufgestellt,und wodurch er alle Wunder dieses NachtwandercrS mit dem Kopfe, wie er ihn nennt,durch die scharfsinnigste Erklärung auf immer vernichtet hat. Hätte er die noch in s.letzten Lebensragen von ihm angefangene Geschichte der Herrnhuter vollendet, somüßte sein Name auf immer im schwarzen Register der 1822 ihr erstes Jubiläumfeiernden Brüderunion stehen. Damals trieben Rosenkreuzer und Afkerfreimaurcrarges Unwesen in Wien und Prag . Darum traf auch diese seine Geißel, und oftwandte er auf sie die Stelle in Petron 'üSatyrikon" an, wo er die ganze Stadt Krö-ten mit einem Felde voll Leichen und Raben, Betrügern und Betrogenen vergleicht,