Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Brücke

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des Ka pers aus seiner Lage gebracht wird und sich abwärts senkt, die innere Bauch-haut (!'< riinnaomn) vor sich her und nach?lußen durchdrängt, und mit der äußernHaut eine Geschwulst bildet, die anfangs klein ist, in der Folge aber immer größerwird, jemehr die Gedärme vortreten. Man benennt die Keuche des Unterleibes ver-schieden, tkeils nach dem Orte, als Leistenbruch, in den Dünnen, welcher durch densogen. Bauchring heraustritt; Schenkelbruch, der an der innern Seite des Schen-kels hervortritt; Nabelbruch, wodie Theile durch die nicht geschlossene Nabeloffnungsich hervordrängen; theils nach Dem, was sie enthalten, Darmbruch, Netzbruch,Windbruch. Der Leistenbruch kommt am öftersten vor. Man wird anfangs bloßeine kleine Geschwulst von der Größe einer Haselnriß, meistens nach irgend einer An-strengung oder Erschütterung, in den Weichen gewahr, die mweilen von selbst oderdoeb jedes Mal im Liegen bei gelindem Drucke wieder verschwindet, aber immer wie-derkomme und immer größer wir d. Die vor bereitenden Ursachen sind Erschlaffungund Schwäche der äußern Haut und der Bauchmuskeln, daher auch Bruche jetztviel häustger sind als ehedem. Heftiger Husten, Fallen, Sprunge „. s. w., selbstBlähungen und bei Kindern heftiges Schreien, können Veranlassung dazu geben.Der angeborene Bruch kommi auch öfters bei Kinder», besonders bei Knä'chen vor,die ihn gleich bei der Geburt an sich haben. Der Wasserbruch gehört mir derBenen-inmg wegen hierher, indem es bloß eine Anhäufung ivasseriger Feuchiigkeuen »> derScheidenhaut eines Testikels oder desLamenstranges ist, und auch bei Kindern oftvorkommt. Jeder Bruch ist ein beschwerlicher Zufall, und kann, wenn er vernach-lässigt wird und sich entzündet, wozu Einklemmung desselben, wenn er nicht wiederzurückgeht und hartnäckige Verstopfung des Stuhlgangs verursacht, oft Veraulas-siing gibt, gar bald den Tod verursachen. Das Beste ist, den Bruch sobald als mög-lich wieder zurückzubringen und ein Bruchband zu tragen, welches ihn verhindert,sich wieder herauszudrängen. Man hak auch den Hirnbruch bei K'ndern, wo dasGehirn sich vordrängt; den Magenbruch in der Magengegend. — 2) I'r.ioiura,Knochenbruch, Verletzung des Zusammenhangs der Knochen. Öfter trifft es dieRöhrenknochen, daher Armb-uche und Beinbruche am häusigsten vorkommen. ZurHeilung dieser Brüche gehört, daß die Theile zuvörderst wieder in die richtige Lagegebracht,, was bei den langen Knochen durch Ausdehnung des Gliedes geschieht, unddann durch Binden und schienen so lange darin erhalten werden, bis der aus denDruchenden ausschwitzende und sie wieder verbindendeKnochensaftft-,->!>»!.) verhärtetist. Landiford gab zu Leyden 1828, Fol., des berühmten Andr. Bon» „ l'r>hh.(X.X,)unuiolunu> -diii uiu>>'.ik!, ilociiin.INI Ilei ni.ti UNI ilii»Ii',ni!i'>" heraus. II.

B r ü ck e. Es ist gefragt worden, ob die 'Alten Bogenbrücken gehabt, oderob die letzter» aus bloßen geradliuigten Verbindungen zusammengesetzt gewesenseien. Nun läßt sich nicht leugnen, daß die Griechen schon Gewölbe und Domekannten, denn das Wort Tholos bedeutet zuverlässig einen Dom oder ein Zimmermikeiner Kuppel, Tholos nannte man den Speisesaal, worin die Prytanen schmau-sten. So sieht mait noch Bogen und Gewölbe in den Überresten der alten griechi-schen und römischen Baukunst, und die herrlichen Wasserleitungen beweisen, daßdie Romer allerdings in Gewölben zu bauen verstanden. H,n den neuesten Zeitenhat man besonders in England die Pollham 'sche Theorie der Bruckenwölbung aufdas glücklichste ausgeführt. Smeaton, Telford , Darby, Paine und Walke, sinddie größten Bruckenbaumeister in England. Die neuesten und berühmtesten Brü-cken in London sind die Vau.rhall-, die Southwark- und die Wate, loobrücke. DieBogen dieser Brücken sind durchgehends nach der Kekkenlinie gewölbt. An Festig-keit und Lange übertrifft die Warerloobi ücke alle übrigen. Sie besteht aus 9 Bo-gen von denen jeder 120 Fuß Spannung und 3ä Fuß Höhe hat. Die Brü-ckenofeiler sind 20 Fuß dick, von großen Granirblöcken aufgeführt. Die obernZwischenraume der Bogen find zum Theil mit Mauersteinen, zum Theil mit Erde