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Zweiter Band. Bo bis C.
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230 Vräckenbrüder Bruder u. Schwestern des freien Geistes

oder Sand ausgefüllt. Die Brückenftraße ist 28 Fuß breit und hat noch an jederSeite einen Weg für die Fußgänger von 7 Fuß Breite. Diese Brücke wird injeder Rücksicht als ein Triumph der neuern Baukunst angesehen. Die in ihrerArt, und besonders auch wegen der weiten Spannung ihrer Bogen ebenso merk;würdige eiserne Louthwarkbrücke hat nur 3 Bogen, den mittlern zu 240, unddie beiden äußern, jeden zu 210 Fuß Spannweite. Das zu derselben verwandteEisen wiegt 11,200,000 Pf. — Unter den großen deutsche» Brucken verdientbesonders die dresdner Elbbrücke von 17 Bogen und 1100 Fuß Länge und diereich verzierte, 1790 Fuß lange Brücke über die Moldau zu Prag genannt zu wer-den. >— In neuerer Zeit benutzte man das Princip der Ketrenlinie auf Hänge-brücken und führte die unvollkommene Idee, welche rohe Völker in Asien undAmerika schon lange gehabt hatten, aufrichtige Grundjatze zurück. Man gab da-durch einer Curve, der Kettenlinie, eine große Anwendung und Brauchbarkeit, undstellte endlich dadurch in kurzer Zeit und mit verhältnismäßig geringern KostenBrücken von sehr bedeutender Ausdehnung her. Die Einrichtung dieser Hänge-brücken ist folgende: An den Ufern zu beiden Seiten des Flusses werden auffestein Grunde Pfeiler von Mauerwerk oder Gußeisen aufgeführt und an dieselbenKetten, deren Glieder mehr oder minder starke und mehr oder minder lange Stan-gen von gutem Stabeisen sind, ausgehängt, so daß sie die Kettenlinie bilden. Vonden Pfeilern nach dem Lande zu und mit den Hauptketten in fester Verbindung,gehen die sogenannten Landketten; diese sind, da sie der Last der Brücken zu wider-stehen haben, in dem Grunde fest verankert. Von den Hauptkelten hängen ge-rade und mit jenen verbundene Kelten senkrecht herab; sie tragen die Balken derBrücke, welche wiederum durch Querhölzer verbunden sind, und auf denen diegußeisernen oder hölzernen Belegplatken der Brücke liegen. Letztere sind noch miteisernen Fahrbahnen versehen, erstere mit einem Steinpflaster. Ohne Zeichnun-gen lassen sich die Constructionen nicht beschreiben. Wir nennen nur noch dievorzüglichsten Hänge- oder Kettenbrücken. Die älteste» dieser Art befinden sichin China; in England wurde die erste um 1741 zu Winch in Durhamshire überden Fluß Tees errichtet, sie diente aber nur als Lausbrücke für die Bergleute.1811 befanden sich in Nordamerika bereits 8 Kettenbrücken; 1813 wurde eine1000 Fuß lange Brücke über den Wersey in der Gegend von Liverpool projectirt,sie ist aber bis jetzt nicht ausgeführt; im Nov. 1816 ward eine Drahtbrücke von437 F. Länge über die Tweed, den Grenzfluß zwischen England und Schottland ,Mit einem Kostenaufwand' von 40,000 Pf. Sterl. errichtet; 1817 baute man2 ähnliche Drahlbrücken über denselben Fluß; 1818 die 260 F. lange Ketten-brücke zu Drnburgh, und 1820 die 361 §. lange und 18 F. breite Unionsketten-brücke zu Norhamford über die Tweed; letztere kostete nur 5000 Pf. 1821 warddie Landungsbrücke zu Newhaven bei Edürburg von Ketten errichtet. Noch merk-würdiger ist die Hängebrücke über die Meerenge Menay, welche Anglesea von Wa-les trennt. Telfort baute sie 1825. Die größte Länge der 16 Ketten beträgt1600 F.; die Brücke hat 2 Fahrwege und einen Fußweg. In den letzter» Jahrenwurden auch auf dem Continenre Hängebrücken erbaut, so z. B. zu Wien , zuSt.-PeterSburg, zu Nienburg im Herzogthum Anhalt-Köchen über die Saale.-Letztere ist 275 F. lang und nach einem ganz von den genannten abweichendenPrincipe construirt, indem sie in der Mitte eine Klappe zum Durchlässen der Ma-sten an den Käbnen hat. Die eine Hälfte war im Dec. 1825 durch eine zu großedarauf befindliche Menschenmasse eingebrochen; jedoch ist dieser llnglücksfall durch-aus kein Beweis gegen die Vorzüglichkeit solcher Arten von Brücken.

D r ü ck e n b r ü d e r, s. Brüdersch-a sten.

Bruder undSchwe st ern des freienGeistes nannte sichim 13. Jahrh, eine in den Rheingegenden entstandene Religionsgesellschaft, weil nach