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Zweiter Band. Bo bis C.
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Bud6

der seinen Wohnsitz in Hindostan hatte. Er ging zu Schiffe und wählte in China ,nahe bei dem berühmten Berge Sung, seinen Aufenthalt. Hier starb er 495nach Chr. Das Geheimniß seiner Lehre erbte von ihm ein Chinese, der der 29.Patriarch wurde. Nach diesem nennt jene Schrift noch 4 Chinesen, welche dieseWürde bekleideten. Der letzte starb 713 nach Chr. Die Geschichte ihres Lebensist, wie die mancher andern Heilige», mit Fabeln vermischt; übrigens war ihreLebensweise ganz so, wie die Alten uns die der Gymnosophisten und Samaueerbeschrieben haben. Sie widmeten sich religiösen Übungen, anhaltenden Betrachtun-gen, und v erurkheilken sich zu der strengsten Enthaltsamkeit, ja mehre von ihnen be-siegelten, wie schon erwähnt worden ist, ihren Glaubenseifer in Ansehung des Dogmader Eeelenwauderung durch einen freiwilligen Tod. Aus jenem indischen Pakriar-chenthum entstand um 706 nach Chr. die in China und bei den Mongolen üblicheGroßmeistei würde, mit dem Titel: Geistlicher Fürst des Gesetzes, womit eine Artvon Beichtvaterstelle bei den Kaisern verknüpft war. Dies veranlaßte späterhin inTibet die Entstehung der erblichen Großlamawürde. Damit war zugleich jede andreStufe dieses hierarchischen Systems gegeben, weil das Klosterleben der Budthisten-Religiosen nothwendig regelmäßige Supcrioren oder Unterlamas verlangte. Außermehren Denkmalen des alten Buddhadienstes sind besonders 2 merkwürdig: tieRui-nen des Riese,Uempels Boro-Budor auf Java, mit kunstreichen Skulpturarbeiten,und die 5 groß:» unterirdischen Hallen, Pantsch-Pandu genannt, wahrscheinlich einalter Tempel d er Buddhisten, bei der Stadt Bang, auf dem Wege von Guzurat uachMalva. Die Sage nennt als Urheber dieser Erstaunen erregenden Werke der altenindischen Bau- und Bildhauerkunst, die weit über der Kunstgeschicklichkeit der heu-tigen Indier sieht, die PauduS, die Heroen der indischen Mythologie. Eine genaueBeschreibung der Denkmäler enthält der 2. Bd. der -Lchriften der gelehrten Gesellseh.zuBombay (London 1319 . NachPeter v. Bohlen („1)o Iiu,>>>Iu>i,>n>ii vripiu« «tuetiite", Königsb. 1827) hat sich der Buddhaism aus dem reinern BramaismuSentwickelt; nach Andern ist er älter. 20.

Bude (Gnillaume), gewöhnlich lat. BudäuS, einer der größten franz.Gelehrten seiner Zeit, geb. zu Paris 1467 und gest. den 23. Aug. 1340, war königl.Bibliothekar und Requekemneister. Er sindirte zu Paris und DrleanS, aber ohneErfolg, da er seine Jugend in beständigen Zerstreuungen zubrachte. Erst im 24.Jahre ergriff ihn der Trieb zu den Wissenschaften, aber nun auch mit einer solchenGewalt, daß er keine andere Beschäftigung mehr kannte als die iLtudien, denener selbst an seinem Hochzeittage noch 3 Stunden widmete. Er sindirte vorzüglich diesogenannten schönen Wissenschaften, aber auch Mathematik unter Tanaquil Faber,und die griechische Sprache unter einem Vetter des berühmte» Laskaris. SeineGleichgültigkeit gegen alles Übrige spricht sich in der bekannten Antwort aus, die ereinst einem Bedienten gab, der ihm meldete, daß sein Haus brenne. „Sag' es",erwiderte er trocken und nur eben von seinen Büchern aufblickend, „meiner Frau;du weißt, daß ich mich um die Wirthschaft nicht bekümmere". B. umfaßte alleWissenschaften, besonders Alterthümer und Sprachen; vorzüglich hatte er tiefeKenntnisse in der griech. Sprache. Unter seinen vielen gelehrten Werken, welchephilos, philol. und jurist. Inhalts sind, sind seine Abhandlung „ 1 ) 0 .- 155 « «tlib„5 <-sii5", worin er die Lehre von den Erbtheilungen abhandelt und sehr gründ-liche Aufklärungen über die alte Münzkunde gibt, und seine Commentare der grie-chischen Sprache, welche das Studium der griechischen Literatur in Frankreich vor-züglich befördert haben, die wichtigsten. Sein Styl im Lateinischen sowol als imFranzös. ist kraftvoll, aber oft rauh und durch griechische Wortsehungen verwickelt.Er war nicht allein als Gelehrter, sondern auch als Mensch und Bürger allgemeingeschäht. Ludwig XII. schickte ihn in seinen Angelegenheiten nach Rom. Franz 1. ,bei dem er im größte» Ansehen stand, brauchte ihn zu verschiedenen Verhandlungen