Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Bucolisches Gedicht Buddha

seiner Aussagt, über das Schicksal seines künftigen Lebens. Dhne zu wissen, waser jetzt ansangen sollte, trieb er sich herum und stahl 2 chafe. Er kam zum zweitenMal in Untersuchung, entsprang und gesellte sich zu Fink dem Rothbart, Anführereiner Diebsbande. Nochmals ergriffen, entkam er wieder, und kehrte zu seinenalten Bekannten zurück. Schinderhannes wurde wieder aufgefangen, fand aberGelegenheit, aufs neue zu entspringen. Nun beschloß er, bloß Straßenraub zutreiben, und bildete zu dem Ende eine große Bande. Bald sehten sie die ganz« Ge-gend in Schrecken. Polizeiliche Verfolgungen trieben ihn auf das rechte Rhein '-ufer, wo er eine gewisse JulchenBlasiusheirakhete. Ein Lied, das er anfsie dich-tete, wurde damals auf allen Märkten und Kirchweihen der dortigen Gegend ge-spielt. Um diese Zeit nahm die Räuberiei eine andere Ricbtung. Man brach zurNachtzeit m die Häuser, und die Bande trieb ihr Unwesen so öffentlich, daß die ins-besondere von ihm geängstigten Juden Gesandtschaften an Schinderhannes ab-schickten, um sich mit ihm abzufinden. Endlich wurde bei einer sorgfältigen Durch-suchung der ganzen Gegend Schmderhannes entdeckt und nach Frankfurt gebracht.Er gestand sogleich seinen wahren Namen und einen großen Theil seiner Verbrechenein. Darauf wurden er und seine Kameraden dem Speeialgericht zu Mainz über-geben. Hier bewies er im Ganzen viel Wahrhaftigkeit, denn er glaubte, weil er nieeinen Mord begangen, nicht zum Toke verurtheilt werden zu können. Allein er hattenicht alle Bestimmungen des Gesetzes sich bekanntgemacht. Dennoch hoffte er Be-gnadigung zu erhalten und bewies bis zum letzten Augenblicke die größte Fassung.Seine Hinrichtung wurde am 21. Nov. 1803 durch die Guillotine vollzogen.

Bucolisches Gedicht, Hirtengedicht, s. Idylle.

B u d d h a ' d. i. der Weise), der Stifter einer uralten, nach ihm benanntenReligion, deren Cultus, aus Vorderindien von den Brammen verdrängt, sich nachTibet, China und Japan , wo sie, sowie in Ceylon, noch vorhanden ist, ausbreiteteund deren Anhänger — Buddhisten — wie Ritter (in s. „Vorhallen europäischerVolkergeschichten") glaubt, auch nach Westen an die User des schwarzen Meeres,nach KolchiS, dem heutigen Mingrclien, und von da nach Thracien auswanderten,wo sie zur Civilisation derPelasger und Hellenen den ersten Grund gelegt haben sol-len. Man glaubt selbst in dcr Asalehre bis nach dem hohen Norden hinauf Spurender Buddhalehre entdeckt zu haben. — Nach Abel Römusat, der sich auf die japani-sche Encyklopädie (im „lournal <Ies Jan. 1821) bezieht, ist Buddha,

dessen historischer Name Godama, bci den Simsen Fo, bei den Mongolen Tschakia-muni war, unter der Regierung des Tschaonvang aus der Dynastie Tscheu, 1029v. Chr. geboren und unter der Regierung desMou-wang, 950 v. Chr., gestorben.Vor seinem Tode vertraute er das Geheimniß seiner Mysterien seinem L chüler Ma-hakayaan, einem Braminen im Königreiche Makata, das in derMittevonJndienlag. Dieser Mahakaya, der unter Hio-wang um 950 v. Chr. lebte, ist der erste Hei-lige oder Patriarch der Buddhareligion, welche von ihm seinem Nachfolger Anantahinterlassen wurde. Die japanische Encyklopädie nennt überkaupt, den Mahakayamit einbegriffen, in chronologischer Folge 33 Patriarchen, welcke die geheime Lehredes Tschakiamiuni, der später als Gott unter dem Namen Buddha verehrt wurde,einander, indem jeder seinen Nachfolger wählte, überliefert haben. Mehre von ihnenstarben (was die Buddhisten Auswanderung nennen freiwillig in den Flammen,llnterihnen wird Maming (bci den Chinesen Phu-sa,imSanskrikDeva-Bodhisatuagenannt), der den Göttern der zweiten Classe ihre verschiedenen Benennungen gab,zunächst nach Buddha, als dessen Sohn, aus seinem Munde geboren, verehrt,weil er die Duddhalehre durch seine Philosophie- die ein metaphrsisch-allegorischerMysticismus ist, ausgebildet hat. Seine bisher ungewisse Epoche muß nach jenerSchrift auf das I. 332, unter Hian-.wang's Regierung, 618 I. nach Tschakia-muni's Tode, gesetzt werden. Der 28. Patriarch, Lodhidhornio, war dir letzte,