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Zweiter Band. Bo bis C.
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Cada Mosto Cadmz

sie, woran/ Hercules den Räuber ergriff und nach einem schrecklichen Kampfe (s.Virgil'sÄneide " im 8. Buche) mir der Keule erschlug. Zum Dank errichteke Her*cules die ^i-, Evander aber nebst seine» Arkadien ! erwiesen dem Hercu-

les als ihrem Wohlthäter göttliche Ehre.

Cada Mosto oder Ca taMosto (Alovs oder Luigi da), geb. zu Ve-nedig um 1482, widmete sich nach einer sorgfältigen Erziehung dem Handel undmachte mehre Reisen im mittelländischen und atlantischen Meere. 1151 reiste er aufdem schiffe seines Landsmannes, des Marco Zeno, nach Flandern . Widrige Windehielten ihren Lauf in der Straße von Gibraltar auf, und sie waren genöthigt, beidem Cap St.-Vincent anzulegen, wo in der Einsamkeit der Prinz Heinrich seinenStudien oblag und sich mit der Entdeckung der afrikanischen Küsten beschäftigte.Cada Mosto , ein Jüngling voll Unternehmungsgeist, bot dem Prinzen seineDienstean und erhielt ein Fahrzeug von 80 Tonnen. Am 22. März 1155 segelte er vonLagos ab, lief st, den s. tt 5 Jahren entdeckten Ltenegal ein, fuhr noch weiter an derKüste hin und verweilte bei dem Fürsten Daniel, dessen Staaten sich vom Senegal bis zum grünen Vorgebirge erstreckten. Nachdem er Gold u. Sklaven eingehandelthatte, richtete er seinen Lauf nach dem grünen Borgebirge. Hier vereinigte er sichmit 2 andern Entdeckungsschiffen des Prinzen, und so kamen sie endlich an die Mün-dungen des Gambia , dessen Reichthümer man ihnen gerühmt hatte. Da sie indeßvon den Einwohnern angegriffen wurden, und die Schiffsmannschaften, von der lan-gen Reise ermüdet, darüber den Muth verloren, so sahen sie sich genöthigt, nach Por-tugal zurückzukehren. 1456 machte Cada Mosto in Gemeinschaft mit 2 andernSchiffen eine zweite Reise nach Gambia . Auf dem Wege dahin entdeckten sie dieZnfeln des gimnen Vorgebirges. Als sie dies Mal in den Gambia einliefen, wurdensie gut aufgenommen; allein der Eintausch des Goldes entsprach ibren Erwartungennicht. Die 3 schiffe kamen bis zu dem Fluß Casamansa u. dem Rio Grande , undkehrten darauf nach Portugal zurück. Cada Mosto blieb das. bis 1463, in welchemZahre Prinz Heinrich starb. Die Beschreibung s. Reisen:l'rlin.-, n-iviA!,/.iuii6zier I's)>-c.,»» ull« teere elm G-x,i >!, !!.-, luis^u kliopiu. cli b»i-st (G>I:>u>5tc>"(Vicenza 1507, 4., u. Mailand 1519, 4.), die älteste von den Schifffahrten derNeuern, ist ein wahres Muster. Es herrscht darin eine bewundernswürdige Ord-nung, die Erzählung ist anziehend, die Beschreibungen sind klar und genau.

'C a d e n z (iA-leuue. stak. (Gw,,/.,), Schlußfall, Tonfchluß, ist diejenigeTonfolge, welche dem Ohre das Gefühl eines Ruhepunkres oder Endpunktes gibt.Man unterscheidet demnach 2 Arten derselben: eine solche, nach welchcr'daS Ohreine Reibe der Töne schlechterdingo für geschlossen, beendigt, erklären muß, und alsokeine weitere Fortsetzung derselben zu erwarten hat: diese ist die vollkommeneCadenz; und eine solche, welche nur das Gefühl eines Ruhepunkres gewährt, nachwelcher man also eine Fortsetzung der Tonreihe erhalten muß: Halbcadcnz.Durch die erstere werden sowol die Haupttheile eines Tonstücks von einander abge-sondert , als di-' ganzen Tonstücke geschlossen (Finalcadenz. Damit das Ohr dasGefühl völliger Beruhigung erhalte, muß die Modulation der Töne wieder in denGruntto» zurückgeführt werden und mit dem harmonischen Dreiklang auf demsel-ben schließen. Kommt der Grundton auf den Dreiklang einer Nebcntonart, inwelche man auSgewichen ist, so entsteht eure Halbcadcnz, mit welcher bloß einePeriode des Satzes geschlossen wird. Folgt auf den Vorbereitungsaccord statt desSchlußaccordS ein andrer, so nennt man dies eine trügerische, abgebrochene, unter-brochene Cadenz, Trugschluß (uMii-ulii läl<i.i, cmlexua roinpue-. exlex/,,-> «I in-A.-NIIUI, e.i>Ic>>/,i> >s»utzi!"). weil hier das Ohr gleichsam getäuscht oder bewegenwird, indem es etwas Andres erwartete. Sie kau» übrigens eine vollkommeneoder Halbcadcnz sein. Häufig versteht man unter Cadenz auch jene der Phantasieund dem Gefühle des Sängers oder Solofpielers überlassenen Solostellen, womit