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Zweiter Band. Bo bis C.
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Cadct de Vaux Cadiz

man sonst vornehmlich in gewissen galanten Musikstücken den Schlußfall aus-schmückte. Hier fiel der Sänger oder Solospieler, während der Schlußfall in dieHaupironark mittelst einer abgehaltenen Note (s. Fermate) aufgehalten wurde,nach einer kleinen Pause ein, und entwickelte entweder einen Hauptgedanken desTonstücks oder legte die Hauptgedanken desselben nochmals in gedrängter Übersichtvor. Hierauf näherte er sich der Vorbereimngsnole des Schlusses und fiel miteinem Triller wieder in den Grundton des Stücks ei». Diese Art vonCadenz nenntman sigurirte Cadenz, oder Cadenz in der Melodie. (S. Clausel.) Man ist aberdieser oft sehr langweiligen, abschweifenden und unförmlichen Auswüchse in derneuesten Zeit überdrüssig geworden, und die figurirten Cadenzen kommen daherjetzt nur selten oder in abgekürzter Form vor. >!>!.

Cadet deVaup (Antoine'Alepis), Chemiker, Mitgl. des franz. (lolle^sstr Iiixri,' und vieler gelehrten deutschen Gesellsch., geb. in Paris den 13. Scpt.47-13, war anfangs Apotheker, dann erwarb er sich durch das von ihm gegründete„.loni nul <><- l'in i-," eine unabhängige Lage und lebte als ein glücklicher praktischerLandmann, bis in sein kohes Alter thätig durch chemische, garten- oder landwirrh-schaftl. Versuche, die Erde und die Fabriken seines Vaterlandes einträglicher zumachen. Für Frankreich wirkte er auch im Staatsdienste. Er war einer der Haupt-redactoren des „loumA >1'ooon»inic i nmlc ct l1on>-'-tigne" von 1803 an, unddes „tlour« noioplrt (l'.ipi innliure pr.iligne". Seine wichtigsten Schriften be-treffen die Abnahme des Wassers in den Thälern, wenn ihre Höhen abgeholzt wer-den, Verbesserungen der Produciion in der Landwirihschaft und aller Zweige derGesundheitspolizei, sowol in den Wtädten als auf dem Lande. Selbst ein großerWeinbergsbesitzer zu Argenteuil , lehrte er praktisch, wie man durch sorgfältigereCultur edlere Weine erzielen könne, als die Weinberge bisher lieferten. Über alleZweige der Gärtnerei und Landwirkhschast verbreitete er gemeinnützige, neue oderbisher unbeobachtet gebliebene Kenntnisse. Er rierh, die Hochwälder aufCorsska bes-ser zu schonen, nach Überschwemmungen die durch Wasser beschädigten Gebäuderasch wieder auszutrocknen, empfahl die Rumford 'schen Suppen, Knochengelees,Dernicbtung der Maulwürse, das Reinigen der Wäsche durch Dämpfe, Wegschafrfung alles faulenden Gewässers in der Näbe von Städten und Dörfern, die Ma-lerei mit Milch, die Acclimatifirung des Caffeebaums und des Tabacks, die Ver-edlung der Gartenbäume, die Vermeidung gewöhnlicher Fehler beim Baumschnittund die Krümmung der Zweige der fruchttragenden Bäume, damit sie nach einerdargelegten Eiffahrung größere und zugleich mehr Früchte tragen, ohne sich dadurchzu erschöpfen; ferner die Benutzung des Kartoffelmehls zu Brot bei Getrcidetheu-rung, die bessere MilikaiiVerpflegung durch gesündere Kost; endlich die Mittel,durch welche hohe Theurung der ersten Subsistenzbedürfnisse in Gegenden, die einesehr starke Bevölkerung haben, abgewendet werden kann. Er starb zu Paris 1828, 85 I. alt.

Cadiz oder Cadix, im Königreich Sevilla , die reichste Handelsstadt undeine der schönsten Städte Spaniens , seit dem 21. Febr. 182S ein Freihafen, liegtauf dem westl. Ende der 3 engl. Meilen langen und 60 Fuß über dem Meere liegen-den Erdzunge einer Insel, welche Leon heißt. Der süköstl. Theil dieser Insel warehemals durch die alte Brücke Suaco mit dem festen Lande verbunden. Die Stadtist mit einer Mauer und unregelmäßigen Bassionr'» umgeben, wie eSdieBefchaffen-heit des Erdbodens zugelassen hat. An der Südseite kann man ihr wegen der hohenund steile» Ufer nicht beikommen, an der Nordsetle ist eine Landung wegen der Sand-bänke und Klippen, welche sich unter dem Wasser befinden, gefährlich. An de>' Süd-westspitze ist eine Reihe von Felsen, die zum Theil, wenn das Wasser hoch geht, mitWasser bedeckt sind, und auf der Spitze Sl.-Sebastian ist ei» starkes Fort zur Ver-theidigung angelegt. C. kann also nur von der schmalsten Seite der Erdzunge ange-