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Wissenschaften gewidmet und dem Sweben, der Menschheit nützlich zu sein. Er hui--digte den Grundsätzen der Revolution und diente bei der Rhcinarmee als Capital»;als aber der Nationalconvent den Armeen 1793 Ludwigs X VI. Hinrichtung hattebekanntmachen lassen, mißbilligte er dies, wurde dafür abgesetzt und 11 Monate ein-gekerkert, dann im Militärausschuß abermals angestellt, und ging später nach derRheinarmee zurück. Der Verlust eines Beins hinderte ihn nickt, alsChefdeS Genie-corps an der Expedition nach Ägypten Theil zu nehmen. 2) Sein Bruder August,Generallieutenaut, geb. den 7. Dct. 1766, lernte unter den sardüüschen Truppen denKriegsdienst. Er machte kann fast alle Fcldzüge des RevolutionSkriegeS unterFrankreichs Fahnen mit. 1804 sandte ihn Napoleon nach Rom , um den h. Vaterzu bewegen, ihn bei seincrKrönung zu salben; dann wurde er Gouverneur LerTui-lerien, erhielt eine Stelle bei der Armee, war von 1806 —10 Kriegsminister derKrone Italien und hernach im activen Kriegsdienste bei der Armee in Spanien .Napoleon beförderte ihn zum Chef der ersten Millrairttviston während der hun-dert Tage; seitdem wurde er pensionnirt.
Cassarelli, s. Majorane.
Caff>'' (Daniel), Portraitmaler in Pastell, geb. 1750 zuKüstrin, verlebtebeim frühen Tode seines Vaters eine sorgenvolle Kindheit. In seinem 15. I.wurde er von einem Staffirmaler zum Zimmeranstreichen, später zum Malen archi-tektonischer Zierrathen w. gebraucht. Da« Fortschreiten in der Kunst ward jedochdurch äußere Umstände gehindert, die ihn nöthigten, seine» Unterhalt als Schrei-ber, später als Bedienter zu suchen. Doch versäumte er dabei nicht, sich im Ma-len zu üben. Eine vorthcilhafte Anstellung als Kreisschreiber verließ er aus Liebezur Malerei, indem er auf einer Reise nach Berlin 1778 einen Maler kennen lernte,der ihn unter dem Versprechen, ihm seine Kenntnisse in der Kunst mitzutheilen, inseine Dienste und mir nach Dresden »ahm. Sein neuer Herr sah sich gehindert,jene« Versprechen zu erfüllen, daher C. noch ein Mal Dienste nehmen mußte.Hier erwarb er sich, in seinen Nebenstunden Jeden malend, der ihm nur sitzenwollte, die Fertigkeit, einem Portrait Ähnlichkeit zu gebe», und dieses Vortheilsgewiß, wendete er sich in einem Alter von 32 I. an die Malerakademie in D, > - den,deren Director, Casanova, ihn freundlich aufnahm. Nun studiere er die Natur,und da er sich zum Pastellmaler bestimmte, die Gemälde von Mengü, erwarb sichauch durch Fertigung und Mischung seiner Pastellfarben eine gründliche Farben-kenntniß. Nach 3jährigcm Studium stellte er 1785 zum ersten Male, und zwarsein eignes Portrait aus, welche Arbeit ihm nickt nur den ersten Preis, sondernauch, durch die Empfehlung Casanova'S, die Bekanntschaft des Fürsten Belofelski,russ. Gesandten in Dresden , erwarb. Sein Ruf breitete sich während der 10 Jahre,die er in Dresden verlebte, sowie in der Folge von Leipzig , wo er sich häuslick nie-derließ, so aus, daß er seine Arbeite» in weit entfernte Länder brachte. Die Ver-fertigung der Pastellfarben lehrte er feinem Bruder, wodurch er den Grund zu einerFabrik legte, die ihre Farben ins In - und Ausland versendet. 1799 malte er inDresden den in Katharinas Geschickte bekannten Admiral Drloff nebst dessen Fa-milie in großen Bildern in halber Figur, die zu seinen gelungensten Arbeiten ge-hören. Von 1807 an besuchte er mehre Sommer Dresden und malte dort, vor-züglich für den Lord Findlater, Copien auf der Galerie, die wegen ihrer deinPastell ungewöhnlichen Kraft und Wärme besondern Beifall fanden. Er starbden 16. Jan. 1815 in Leipzig . 22.
Caffee . Von Arabien, wo der Caffeebaum einheimisch ist, kam dieFrucht nach Ägypten im 16. Jahrh. 1591 brachte ihn Prosper Alpin »? alsArznei nach Venedig, 1644 findet man schon den Gebrauch desselben in Frank-reich und 1652 in London . Gegen das Ende des 17. Jahrh, brachten ihn dieHolländer von Mokka nach Baravia, und gegen 1710 von Balavia nach Am-