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Fortsetzung s. „Ephemeriben"; außerdem beschäftigte er sich ganz besonders mitdein Monde und den Sternen des Thier-kreises. Da er einsah, daß für den unge-heuer» Plan, den er entworfen harre, die Methode der correspondirenden Höhenviel zu langsam sei, brachte er auf s. Sternwarte ei» Mirragsglas an, das ihm diegeraden Aufsteigungen der Sterne mit mehr Leichtigkeit geben sollte; aber um zu-gleich diejenige Genauigkeit zu erlangen, die er beabsichtigte, machte er sich zumGesetz, in sein neues Verzeichnis keinen Steril aufzunehmen, den er nicht 3 oder 4Tage beobachtet hatte, wobei er ihn jedes Malmit mchrenvon denjenigen Sternenverglich, deren Standpunkt er so mühsam bestimmt hatte. Dadurch erreichte ereine größere Genauigkeit als seine berühmten Nebenbuhler Bradley und Mayer,die, obwol mit bester» Instrumenten versehen, sich bei den Sternen von geringererGröße gewöhnlich mit einer einzigen Beobachtung begnügten. Zu bedauern ist, daßdieser schönen Arbeit von dem Herausgeber, einem Schüler und Freunde La §.'S,nicht die,enige Sorgfalt gewidmet worden, welche man gewünscht hätte. Unter sovielen Geschäfte» fand La st. auch noch Zeit für fremde Arbeiten. Bon Bougucr,der ihm sterbend s. Handschristeu empfohlen harte, ließ er den ,,'I'ruilä de I-> ^r.i-ilution ein lü liiinie-ie" erlcbeinen, uiid arbeitete den „I'ruilo d« n.ivchnilon"ganz um. Ferner gab er die Beobachtungen des Landgrafen von Hessen-Kassel undWaliheruS, die Reise sthazelle'S nach Ägypten , und Feudsi-'S nach den canarischenInseln heraus. Ein heftiger Anfall von Giebt hatte s. Arbeiten unterbrochen; ersetzte sie, kaum genesen, um so eifriger fort, zerstörte aber dadurch seine schwache Ge-sundheit und starb den 21. März 1762. Seine Manuscripte hatte er s. FreundeMaraldi übergeben, welcher den „< i, l,->>>,-» eA" mit einer Vorrede über den Vf.von Broiier herausgab. Nie war ei» Gelehrter ein größercrFreund derArbeit undWahrheit als La st. Die Menge, sowie die Richtigkeit s. Beobachtungen, ist be-wundernswürdig, um so mehr, wenn man bedenkt, daß seine ganze astronomischeLaufbahn sich auf 27 I. beschränkt. La st.'s „>I,>,,>».->! ,ln vov>->x;o6dt.->» tAzxloIxiniiL ,-r-ine'i:" bat starlier herauSg. (Paris 1763; deutsch, Altciib. 1773).
sta iro. arab. Kahira (d. i. die siegreiche), Hauptst. in Ägvplen, eine dergrößten Städte in der Welt. Sie liegt in Miktelägrpien am östl. Ufer des Nils ineiner sandigen Ebene, istmit dem linken Nilufer durch eine Schiffbrücke verbundenund besteht aus 4 ziemlich weit von einander entfernten Theilen: Alk.stairo,Bulak, dem Hafen der Stadt, und Neu-stairo. Im stastell, wo sich der 275Fuß liefe, in Felsen ausgehanene und mir Stufen versehene Iosephsbrunnen be-findet, rcsidirt der Pascha. Die eigentliche Stadt, ohneGärtcn und Pflanzungen,bat 3^ Stunde im Umfang, 31 Thore, 2100 unregelmäßige, ungepfiasterte Gas-sen, welche des Nachts am Ende der Wuaniere vcrscblossen werden, um Unord-nung zu verhüten, 46 Kreuzwege, 33 Sackgasse», 25,840 größtcnrhcils von Zie-gelsteinen erbaute Häuser mit platten Dächern, über 200,000 Einw., Araber oderMohammedaner, koptische Christen, Mamelucken, Grieche», Syrer, Armenier,Europäer, Juden :e. Man zählt an 30 öffenil. Bäder, 300 Moscheen, 2 griech.,12 koptische und 1 armenische Kirche, 36 Srnagogcn, viele Seiden-, stamelot-,Tapeten-, Schießpulver-, Leder-, Leinwand und stattunfabriken. Der Handelder Stadt ist sehr wichtig, da sie der Mittelpunkt alles Verkehrs zwischen Europa ,dem mirtelländ. Meere, Asien und dem nordöstl. Afrika ist. In Bulakbcsintei sicheine mohammed. hohe Schule und eine Milirairscbule mit europ. Lehrern für 100Zöglinge, welche der Pascha unterhält, eine Buchdruckerei und eine Bibliothek von25,000 Bdn. Eine Telegraphenlinie geht nachdem 55 deutsche Meilen entferntenAleyandrien, durch die man m 40 Minuten Nachricht erhält. In der Nabe be-findet sich eine Wasserleitung von 317 Bogen. Aufderzuni Gemüsebau benutztenInsel Rohdah steht in einem Thurme der Nilmesser, Mikkias, an dem dasSteigen des Nils bemerkt und öffentlich ausgerufen wird. Drei Meilen gegen S.