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Canäle, britische, franzbs.
Metten von Manchester besaß er reiche Kohlenminen, welche ihm wegen des be-schwel kicken Landtransports keinen Vortheil brachten. Er leitete daher mit Erlaub-niß der Regierung 1758 von seinen Minen einen Canal nach Manchester , dessenAusfükrung er dein größten mechanischen Genie, das England je hervorgebracht hat,anvertraute. Die? war Brindley, ein Mann von sehr verwahrloster Erziehungund von Profession ein Muhlenbaucr, der weder schreiben noch lesen konnte, deraber die verwickeltsten Plane und Berechnungen ohne Feder und Papier im Kopfezu S lande brachte und für die schwierigsten Falle jedes Mal die besten und sicherstenDrittel fand. Als der Canal bis dahin vollendet war, wo der Fluß Irwall für großeFahrzeuge schiffbar ist, ließ ihn Brindley mittelst eines AguäductS 39 Fuß über dieOberfläche des Wassers weiter leiten. Noch bewundert man ein andres Meisterstückvon Brindley, die Leitung des CanalS unter einem Berge, fast eine Meile bis zu denKohlenminen. Kaum war der Canal von Morsley-Mill bis Manchester zu Stande,so legte der Herzog einen andern voll 29 Meilen Lange an, wodurch die Verbindungmit Liverpool bewirkt wurde. Brindlev hatte den großen Plan, eine schiffbareVerbindung zwischen London, Bristol, Liverpool und Hüll zu unternehmen, lindandre Statte und Fabrikplähe durch Zweige mit jenen Haupthäfen zu verbinden.Er erlebte zum Theil noch die Ausführung desselben. Denn 1766 begann derHerzog die Great Trunk Navigation, wodurch die Flüsse Trent undMersev, und mithin Liverpool und Hüll in Verbindung kamen. Dieser Canalist 99 engl. Meilen lang und wurde 1777 vollendet. Gleich beim Anfangedes Greac Trunk leitete Brindlen von diesem Canal einen andern nach dem FlusseSevern, wodurch die Schifffahrt zwischen Bristol, Hüll und Liverpool glücklicherreichn wurde. Dieser Zweig ist 16 engl. Meilen lang und wurde 1772 fertig,stn demselben I. starb Brindley. Mehre Haupt-undNebeneanälewinden in derFolge zu Stande gebracht. Bis 1802 zählte man 2896b engl. Meilen Länge vonCanälen durchschnitten, welche über 13 Drill. Pf. St. gekostet hatte». In dieserAngabe sind t3 Canäle als Privateigenthum, wohin auch der von Bridgewaterund andre große Canäle gehören, nicht begriffen. Der im Dec. 1805 vollendeteGrand I u nct io n - Ca n a l vereinigt viele Canäle der Centralprovinzen undbildet von da eine Communieation zwischen der Themse, Severn , Mersev undTrentt'. Ein andrer wichtiger Canal ist der Caledonische (s. d.). Kürzlichhat man eine Dampfmaschine eingerichtet zum Ziesten der Schiffe, welche we-nigstens in der westlichen Hälfte des Canals schon sehr gute Dienste thut.
Nächst England har Frankreich die bedeutendsten Canäle auszuweisen. 1) Der(banal >ln Kist i. Südeanal, sonst Canal von Languedoc , auch der königl. Ca-nal, ward nach Andr ossy's Plan durch Riguer von 1666 — 81 mit einem Kosten-aufwande von 17b Mist. Livr. (der jetzt vielleicht das Dreifache betragen würde)angelegt, und geht vom Hafen Cette am mittelländischen Meere bis nach Toulouse ,wo er üch mir der Garonne verbindet, sodaß auf ihm schiffe in 11 Tagen aus demOcean in das mittelländische Meer kommen. Er ist 15 stanz. Meilen lang. oben60 Fuß, unten 32 breit und wenigstens 6 Fuß tief; die darauf fahrenden Barkengehen nicht 5 Fuß im Wasser, wenn sie auch 2000 Ctnr. tragen. Längsden Usern sind Wege zum Ziehen, der eine 9, der andre 6 Fuß breit. Der Ca-nal hat 62 Schleusen; er geht 85 Toisen lang und 19 Fuß breit durch den Bergvon Malpas. und fuhrt, mittelst 55 mir Einfassungen an der Seite zu Wasserlei-tungen einaerickteter Brücken, über verschiedene Flusse hinweg. 'Außerdem gehen29 Brücken sur Landstraßen über denselben. Sein Wasser erhält er aus einemgroßen. zu St.-Ferrol zwischen zwei Bergen und einer 36 Toisen dicken Mauerangelegten Becken, 1200 Toisen lang, 300 breit und 20 rief, welches bei seinervollständigen Füllung gegen eine Drill. Kubikloisen Wasser enthalt, und mit dreigroßen kupfernen Hähnen zum Ablassen des Wassers versehen ist. Die Uncerhal-