Cciinliccini
Canäle
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Karls IV. 1788 wurde C. zum Präsidenten des Raths von Castikien und daraufzum StaatSimmster ernannt. Zu dieser Zeit führte er den Vorsitz unter den Cor-tes des Reichs, undsei» Ansehen schien aufuuerschütterlichen Grundfesten zu ruhen ;aber als der Graf Florida Bianca die, Gunst des Königs erwarb, wurde C. uusdem Rathe entfernt und verlor seine Ämter. Er lebte hierauf den Wissenschaftenund starb den 3. Febr. 1802. Unter seinen historischen und geographischen S chriftten befinden sich zwei mit Easiri gemeinschaftlich aus dem Arabischen übersetzteCapitel des Eb» al Awani über den Ackerbau; am meisten werden seine staats-ökonomischen -Lchriften geschätzt. Dgl. den Art. Canipomanes von Hasse inErsch's „Encykl." Bd. 15.).
Camuccini (Vincenzo, Ritter) wird für den beste» jetzt lebenden italie-nischen Historienmaler gehalten. Er ist aus Rom gebürtig und aus der neuernfranz. Schule hervorgegangen, was sich auch in der Wohl und Behandlung derGegenstände ausfpitcht; doch schützt ihn der dem Italiener eigne Schönheits-sinn vor Härte und theatralischer Übertreibung dieser -Lchule. Er arbeitete fort-während i» Rom und erhielt, von Haus aus ziemlich bemittelt, frühzeitig bedeu-tende Aufträge. Seine ersten größer» Arbeiten, die er in den ersten Jahren diesesJahrh, für den Lord Bristol verfertigte, waren die Ermordung des Cäsar, und alsGegenstück der Tod der Virginia, welches für seine beste Jugendarbeit gehaltenwird. „Was Correctheit im bessern Sinne zu heißen verdient", schrieb von ihmA. W. von Schlegel 1805, „muß mau ihm in ausgezeichnet hohem Grate zuge-stehen. Seine Zeichnung ist bestimmt und richtig, der Charakter der Figuren edel,das Colorit kräftig und heiter, ohne Härte; die Draperien sind wohlverstanden,und die Farben der Gewänder gut gewählt; das Costume ist gelebrt beobachtet, auchdie Gruppirung meistens glücklich; endlich was die Composikiön im Ganzen be-trifft, so ist sie schicklich und mit gründlich überdachten Motiven angelegt. Beiallen diese» Vorzügen indessen spürt man eineetwas sparsame Ader der Erfindung:ein Mangel, welchem der Künstler freilich durch unablässige Studien jeder Art ab-zuhelfen bemüht ist". Andre tadeln Kälte der Zeichnung und des ColoritSund dietheatralische Anordnung der Figuren, wogegen die Schrift: „Winckelmann undsein Jahrhundert", die Kraft und Bewegung der Figuren, Abwechselung und Aus-druck der Köpfe und den Geschmack in den Gewändern lobt. Camuccini ist Mit-glied der Akademie San-Luca und Maler d->r Wt.-Peterskirche; er verfertigte fürletztere sei» Gemälde Christus mit dem ungläubigen Thomas. 1818 halte er denRuf als Director der Akademie in Neapel , reiste auch dahin, kehrte aber bald nachRom zurück. In seinem prächtig eingerichteten Studio sind in einer Reihe vonSälen seine Werke bis auf die erste» Umrisse und Skizze» unter Abgüssen von 'An-tiken aufgestellt; hier sinket man auch außer den angeführten Bildern den EinzugBaglioni's in Perugia und mehre Portraits. Außerdem besitzt er in seiner Woh-nung vortreffliche Gemälde alter Meister, kostbare Handzeichnungen von Rafael ,Giul. Romano und da Vinci, seltene Kupferstiche und Abgüsse. C. ist auch durchseine Geschicklichkeit im Restauriren alter Gemälde berühmt. Ihm war dieAufsicht über die Gemälde in Rom überkragen. 1826 ertheilte ihm der König vonPreußen den rothen Adlerordcn. 41.
C a n a a n, s. Palästina.
Canada, s. Amerika und Nordamerika .
C a n a l, lchs cl« (All.,!?,, f. Calais .
Cauäle, durch Kunst hervorgebrachte Flüsse, zur Beförderung des innernDei kebrs. Das auf den Canalbau verwendete Capital wird durch einen angemesse-nen Zoll verzinst. In Bezug auf die englischen Canäle sagt Nemnich: „DerRubin, einen Plan von dem auSgebreitetsten Nutze» zuerst in Ausführung gebrachtzuhaben, gebührt dem Herzog von Bridgewarer (s. d.u. Egerton). Sieben
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