Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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436 Canchariden Canut I.

Weder, K.M.V. Weber („Kampf und Sieg"), Winker („TimotheuS "), A.Rom-berg:c. zu den vorzüglichsten zu zählen. Die Gattung kommt zuerst in der erstenHälfte des 14. Jahrh, vor, und man benutzte zu derselben das sogen. Madrigal. —Canrate heißt auch der 4. Sonntag nach Ostern, weil man vormals den Gottes-dienst mit den aus dem 1. Verse des 98. Psalms genommenen Worten: „(äuiitittoilinniiie, e.ivticuin iiuvuin", anfing.

Canrh ariden, s. Fliege.

t r> kerxin wird dem (Auto li^nr.itn (s. Figuralgesang) ent-gegengesetzt und bezeichnete sonst die psalmodische Recitation; neuerdings verstehtmail darunter oft eine einfach fortgehende choralmäßige Melodie.

Canton, ein Bezirk. So war im Preußischen jedem Regiment einCanton angewiesen, aus dem er seine Recruten zog, und cantvnpflichkig hieß soviel als militairpfiichtig. Insbesondere werden die schweizerischen Republiken,sowol zusammen als auch einzeln, Canrone genannt, jedoch nur bei den AuMn-dern. — Cantonniren heißt i» der Militairsprache, wenn die Kriegsvölkernicht im Lager oderBivouac, sondern in Dörfern, Städten und bewohnten Ortennahe bcisammenliegen, um schnell zu irgend einem Kriegszwecke zusammengezogenwerden zu können.

C a n u t l. (Knut), König von England und Dänemark , bestieg beide ver-einigte Throne 1015. Den Namen des Großen erhielt er wegen seiner Dlacht, wieAlfred ihn wegen seiner Tugenden erhalten hatte. Die von den Dänen in Englandbegangenen Barbareien hatten Ethelred ll., den 1". König aus dem sächsischenStamme, zur blutigsten Rache gereizt. Er ließ 1002 an Einem Tage alle Dä-nen, Weiber und Kinder, niedermetzeln. Der Schwester des damals in Dänemark regierenden Königs Sveno hatte er in seiner Gegenwart den Kopf abschlagen lassen.Sveno landete hierauf in England und verwüstete das Land mit Feuer lindSchwert, in gleichem Maße Treulosigkeit wie Gewalt übend. Ethelred war indie Normandie entflohen. Sveno starb 1014, noch ehe er seine Macht hatte be-festigen können. Dies vollbrachte sein Sohn und Nachfolger C. Er begannseine Herrschaft damit, daß er die ganze Ostküste seines neue» Reichs verwüsteteund die seinem Vater als Geiseln übergebenen Engländer, nachdem er ihnen Naseund Hände hatte abhauen lassen, zu Sandwich ersäufen ließ. Dann holte erVerstärkung aus Dänemark und setzte seine Verwüstungen im mittäglichen Eng-land fort. Der tapfere Edmund zog ihm mit einem Heere entgegen, und, wiewoljedes Mal durch die Treulosigkeit Edrich'S, seine« Schwagers, geschlagen, wußteer dennoch sich gegen E. zu behaupten, sodafi die englischen und dänischen Zdeln,des langen Kampfes müde, eine Theilung Englands zwischen beiden Fürsten verlangten. Ein feierlicher Vertrag sicherte C. den Norden, Edmund den Sü-den voll England zu; aber einen Monat nach dem Vertrage ermordeten 2 vonEdrich erkaufte Kämmerlinge Edmund, und ganz England siel an §., der voreiner Reichsversammlung durch falsche Zeugen beschwören ließ, Edmund habe,mit Übergebung seiner beiden noch unmündigen Kinder, ihn zum Erben seinerKrone eingesetzt. Nachdem der Reichstag diese Abtretung bestätigt hatte, sandteE. die beiden jungen Prinzen dem Könige von Schweden mit dem Auftrage,sie zu todten; dieser aber schickte sie nach Ungarn , wo sie die großmüthigsteAufnahme fanden. E., der seine Regierung mit Grausamkeiten und Verbre-chen begonnen hatte, ward in der Folge menschlich, zuletzt fromm und aber-gläubisch. Den Übergang zu einer mildern Regierung machte er dadurch, daß erdie Engländer, welche ihren König verrarben hatten, bestrafte-, den ehrlose»Edrich hängen und nachher in die Tbemse werfen ließ. 'Als er dann auf einerReichSversammlung die sächsischen Gebräuche wicderberstelltc und Dänen undEngländern gleiche Rechte und gleichen Schutz der Person und des Eigenthums