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Zweiter Band. Bo bis C.
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Ceto

Ccvallos

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eine Art Cession, die Resignation zu Gunsten eines Dritten, kraft besonderer Ver-fassungen gestattet ist); ferner keine Triminalklagen, keine Injurienklagen, auchnach römischem Recht? keine Federungen und Sachen, über welche bereits einPro«ceß anhängig ist. Die Cession wird geschlossen zwischen Cedenten und Cessionar;der abgetretene Schuldner braucht dabei nicht zugezogen zu werden. Daher wirdaber auch sein Verhältniß nicht verändert; er behält gegen den Cessionar alle Ein-wendungen, welche er gegen den Cedenten hatte, und kann dem Letztem sogar so lange,als ihm die Cession nicht angezeigt ist, gültige Zahlung leisten. Der Cedent haf-tet deni Cessionar nur dafür, daß die abgetretene Federung wirklich vorhanden ge-wesen tu,), nicht aber dafür, daß der Schuldner zahlungsfähig sei (bonitus).Nach einem besondern Gesetze des K. Anastasius braucht der Schuldner (.Ic-Iüturces,»,) dem Cessionar nicht mehr zu zahlen, als derselbe wirklich für die Federunggegeben zu haben beweist (<x>?z>iio Wg4; /Inaül-G.i,,.',,'): ein Gesetz, welches fürden jetzigen bürgerlichen Verkehr unpassend und daher in mehren neuen Gesetzgebun-gen (Östreich, Preußen, Frankreich ) aufgehoben ist. — Lezsi« bniu.mm, die Er-laubniß, welche einen, ohne sein Verschulden in Vermögensabfall Gerathenen inden Rechten gegeben ist, sich durch Überlassung seines ganzen Vermögens an seineGläubiger von persönlicher Verantwortung, Verhaft u. s. w. zu befreien. 37.

Ceto, s. Phorcus.

Ce tte, Stadt mit 8000 Einw. in dem ehemaligen Languedoc, jetzt im De-partement Hersmlt, auf einer Landzunge zwischen dem mittelländischen Meere undden, See von Thau, in welchen sich der große Canal ergießt. Der sichere, jetzrsehrauögetiefte Hafen wird durch das Fort St.-Pierre und St.-Louis gedeckt. Für dieErzeugnisse von Languedoc ist C. der Hauptausfuhrplatz. Nicht unbedeutend istder Handel mit wollenen, baumwollenen und seidenen Waaren, Leder, Grünspan,Muscatwein, Salz, Öl, Krapp, Soda, Sardellen, Taback, Seife u. s. w. Auchhat C. Zucker-und Seidenfabriken und eine Schifffahrtsschule. In den nahe ge-legenen Lagunen werden jährlich 500,000 Ctr. Boysalz gewonnen.

Ceuta (8l>,>u.) (st),-. Sze-u-ta), Stadt an der afrikanischen Küste, im Kö-nigreiche Fez, auf einer Landzunge, Gibraltar gegenüber (7500 Einw., Bischof),hat ein bedeutendes Fort, aber eine» schlechten Hafen. 1415 machten sich diePortugiesen Meister von dieserStadt. Mit Portugal kam sie 1570 auPhilipv U.von Spanien und blieb bei der Revolution von 1640 unter der Herrschaft dieserMonarchie, welcher sie auch in, Frieden 1668 von Portugal überlassen wurde.C. gehört zu den span. Presidios, die nur zum Handel und zur Deportation derVerbannten und Verbrecher dienen.

Ceva (Thomas), geb. 3. Febr. 1648 zu Mailand , st. daselbst d. 3. Febr.1736. Lessing sagt von ihm: Dieser Jesuit war ein ebenso großer Mathematikerals Poet, und wahrer Poet, nicht bloß Versisicator, wie sein lateinisches Gedicht:„I'nee in 9 Büchern, beweist, welches er selbst eher für ein komische»

Heldengedicht als für ein wahres episches Gedicht angesehen wissen wollte. AlsMathematiker hat er mehre vortreffliche Untersuchungen, z. B. über die Theilungdes Winkels, angestellt, und ein Instrument zur Trisection des Winkels erfunden.Auch hat er „Op,i5-:>iIn matlicn-ilie.i" Mailand 1699) hinterlassen. Fernerschrieb er mehre Biographien, z. B. die des ital. Dichters Lemene mit guten Be-merkungen über Poesie.

Cevallos (Don Pedro), spanischer Minister, aus einer altenFamilie vonAltcaststie», geb. 1764 zu Santander, studirte zu Dalladolid, war Gesandtschasts-seereiair zu Lissabon , vermählte sich mit einer Anverwandtin des Friedensfürsten,wurde Minister der auSwärt. Angelegenheiten und leitete dieselben mit Vorsichtund Mäßigung. Als aber Napoleons Plane den madrider Hof zu verwirren, an-fingen, trat er auf die Seite des Prinzen von Asturien, auf den alle spanische Pa-ConversationS -Lericou. M. tt.) 35