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Zweiter Band. Bo bis C.
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Cevcnnen

Ceylon

triotcn, welche die Unabhängigkeit ihres Vaterlandes liebten, ihre Hoffnung sehten.Er begleitete denselben nach Bayonne . war Augenzeuge der dortigenBegebenheitenund mußte aus Klugheit dem Verlangen Joseph Bonaparte's nachgeben, alsStaatSrath des Innern in seine Dienste zu treten. Dieser glaubte durch den Bei-tritt eines beim Volke so beliebten Mannes seiner Sache eine bedeutende Stützegewonnen zu haben. T. war aber kaum in Madrid angekommen, als er sich gegenJoseph erklärte und mit der spanischen Junta vereinigte, in deren Angelegenheitener nach London ging. Hier gab er jene berühmte Schrift über die Angelegenhei-ten Spaniens 1808, besonders über die Verhandlungen zu Bayonne heraus, dieals eine der ersten Ursachen betrachtet werden kann, welche den Unwillen Europas über Napoleons Politik zum Widerstände reizten. Während der Dauer des spa-nischen Befreiungskrieges bekleidete C. die wichtigsten Posten, und auch nach derRückkehr Ferdinands VII. gelang es ihm, bei demselben einen großen Einfluß zubehaupten. Durch em Decrct wurde T. ermächtigt, zum Gedächtniß an die Treue,die er dem Könige bewiesen, eine Devise zu wählen, die er seinem Familienwappcnzufügen solle. Er wählte die Inschrift: „I'oiititice ,'ic liege ueguo »Icke,,

Bald nachher verlor er die Gunst des Königs, weil er dessen Vermählung mit derPrinzessin von Portugal widerrieth. Er wurde vom Posten des Staatsseerekairsentfernt und nach Neapel, dann nach Wien als Gesandter geschickt, welchen Postener 1820 verlor. Seitdem lebt er im Privatstande.

Cevennen s. Sevennen.

Cey lon (Seilan), eine Insel (1225 H>M.) im indischen Meere, durch eine15—20 M. breite Meerenge, die Palksstraße genannt, von der Südostspitze derwestl. Halbinsel getrennt, aber durch die Adamsbrücke, eine merkwürdige Reihevon Sandbänken, damit verbunden. Die ersten glaubwürdigen Nachrichten vondieser Insel, welche als die Wiege des Buddhaculkus angesehen wird, verdankenwir dem Portugiesen Almeyda, der 1505 durch Zufall in einen Hafen Seilanseinlief und von den Einwohnern gastfreundlich ausgenommen wurde. Der Zini-met, der das Haupterzeugniß dieser Insel war, bewog die Portugiesen, Handels-niederlassungen daselbst anzulegen; aber ihre Grausamkeit, ihre Habsucht und ihrFanatismus, der sich durch Unterdrückung der Landes«rligion und gewaltsame Be-kehrungsversuche äußerte, machte sie so verhaßt, daß die Singalescn 1603 denHolländern, welche diese Besitzung den Portugiesen zu entreißen suchten, allenmöglichen Beistand leisteten und sie als ihre Befreier ansahen. Durch die Erobe-rung der portug. Hauptst. Tolombo gelang es 1656 den Holländern, die Portu-giesen zu vertreiben. Doch die Freute der Eingeborenen über ihre vermeintlicheBefreiung verwandelte sich nach einiger Zeit, während welcher den Holländern diewichtigsten Bezirke eingeräumt worden waren, in Haß gegen dieselben. BlutigeKriege erfolgten, in welchen die europäische Kriegskunst siegte und die Einwohnernöthigte, sich in die unzugänglichen innern Gegenden der Insel zurückzuziehen, wosie sich unabhängig von dem Joche der Europäer erhielten. Nachdem Holland vonden Franzosen 1795 in die botanische Republik verwandelt worden war, besetztendieEngländer diese Insel, und in dem Frieden zu AmienS 1802 wurde sie den Eng-ländern förmlich abgetreten, die 1815, durch die Gefangennehmung des siugalesi-schen Königs von Tandy und die Eroberung seiner Hauptstadt, sich dieselbe gänzlichunterwarfen. Die Insel, welche ein der Krone unmittelbar unterworfenes Gouver-nement bildet, dessen Sitz in der Hauptst. Colombo (30,000 E., Bibel - u. Mss-sionsgesellsch.) ist, hat flache, mit Reisfeldern bedeckte Ufer, zwischen welchen sichstolze Kokoötvülder erheben. Das Innere des Landes ist von einem steilen, mit dich-ten Waldungen bedeckten Gebirge durchschnitten, das die Insel in 2 beinahe gleicheTheile trennt, und dessen höchste Spitze der berühmte (6680 F. hohe) Adamsbergoder Hamalel ist, auf welchem die Singalcsen und alle Hindus die kolossalen Fuß-