Chainbery
Oliambro aräontv
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(Geographen in die Lehre gegeben und gewann dort Liebe für die Wissenschaften undKünste. Man muß ihn als den ersten Erfinder und Urheber der Encyklopädienin alphabetischer Form arischen. Zwar war schon das „l.exionn ted>,>ioin>" vonHarris erschienen, als E. 1727 das seine in 2 Bdn, in Fo'. auf Unterzeichnung zu4 Guineen in London herausgab; allein jenes Werk von Harris war in der Formund Behandlung von einem ganz verschiedenen Charakter, C.war noch in der Lehrebei jenem Globusfabrikanten, als er die Idee zu seiner „Encyklopädie" faßte, undals solcher hat er auch die ersten Artikel derselben entworfen. Er bildete sich nachherdurch Privatstudien aus, und so schrieb er seine!„Encyklopädie" in ihrer ersten Ge-stalt ganz allein. Sie erhielt großen Beifall,und er wurdeMitglied der königl, Akad.der Wissenschaften. 1738 war eine neue Aufl. nöthig, und seitdem hat sich das Werkhis auf die neuesten Zeiten, jedes Mal verbessert und vermehrt, wiederholt. DieAusg. von 1786 in 5 Bdn, in Fol. ist die geschätzteste, London bei Is. Rees: „t§-r'b'/rx'üd >>> nxir> 15 >l llxüio» >rv l? el ^oixiirer". Das Geographische, Gerschichtliche u. Biographische ist davon ausgeschlossen. C. starb den 15. Mai 1740.
Chain bery, Hauptst. des Herzogth. Savoyen , Sitz eines ErzbischofSmit 12,000 Einw., in einem weiten, sich rundenden Thale , welches mäßigeBerge ernststen, die mit Villen, Gärten und Landhäusern besetzt sind, Derzahlreiche, aber nicht reiche Landesadel verzehrt hier nach italienischer Sittedie Einkünfte seiner Landgüter. Die Stadt hat eine öffentliche Bibliothek,einen akademischen Verein, eine Malerschule, Ackerbaugesellschaft und Seiden-fabriken. Ihr Landsmann, Graf Boigne, der in Indien große Reichthümererwarb, bereicherte seine Vaterstadt mit wohlthätigen Stiftungen und Ver-schönerungen. Die nahen Bäder werden stark besucht. Hier herrscht jeher Ge-werbfleiß, der sich in dem bergigen Savoyen ansässig gemacht hat, besondersin Destillation, in Leinen, Leder, Seife, Spitzen und Hüten.
Chambord , Schloß, Park und Dorf mit beträchtlichem Zubehör (5000Acker Wald, 28 Meierhdfe, überhaupt 11,000 Ackergrundstücke), im DepartementLoire und Eher unweit Blois , wurde von der stanz. Nation dem Sohne des ermor-deten Herzogs von Berry, dem jungen Herzog von Bordeaux , als Geschenk be-stimmt, diese Angelegenheit von dem Ministerium jedoch auf eine solche Weise ein-geleitet, daß sie bei dem Volke wenig Beifall erhielt. Dieses prachtvolle Schloß,das in der Mitte eines Parks liegt, den eine 8 Stunden lange Mauer einschließt,hatte einen großen Umfang (440 Säle und Zimmer, 13 große Treppen, Ställefür 12,000 Pferde u. s. w.). Franz >. ließ es von dem Architekten Primatiyn imgothischen lL)kyl erbauen; unter Ludwig XI V. wurde es vollendet. Hier feierteFranz I, die Feste seiner Galanterie; hier blühten zuerst die Künste in Frankreich auf; hier wohnte König SeanislauS LeSczinsky 9 Jahre lang. 1745 schenkte esLudwig X V. dem Marschall von wachsen, der daselbst 1750 starb. In der Folgegab Napoleon die Vomaine Chambord dem Fürsten von Wagram (Berthier ) underhob sie zum Fürstenthum Wagram. Als dessen Witwe dieses Besitzthum öffent-lich zum Verkauf ausbot, bildete sich ein Verein, der es für 1,542,000 Fr. er-kaufte und im Namen Frankreichs dem Herzoge v. Bordeaux an seinem Taustage,den 1. Mai 1821, schenkte. Von Chambord sind 1822 bei Engelmann in Paris lithograph, Blätter, Ansichten rc. nebst Beschreibung erschienen; auch ein großeslithograph. Blatt von Isabey, das größte dieser Art in Frankreich .
L i> u ,» l>, L .1 r 0 ente , ehemals in Frankreich ein schwarz ausgeschla-gcncs, mit Kerzen erleuchtetes Zimmer, in welchem Staatsverbrecher höhcrnRanges gerichtet wurden. — Als König Franz I I. im 16. Jahrh, einen Gerichts-hof, um gegen die Protestanten zu verfahren, einsetzte, die gewöhnlich zum Feuerverurtheilt wurden, nannte das Volk denselben, m>i Anspielung auf diese Todes--grt, ebenfalls Obauibrv arcloute,