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Magdalencncvllegiums in Oxford und der antiquarischen Gesellschaft in London ,gab 1763 die „äl.-union, t »xonieuxi.-," inFol. heraus (s. Arunde l), wobei er nichtnur die Irrthümer seiner Vorgänger berichtigte, sondern auch mehre Lücken, beson-ders in der Chronik von Paros , glücklich ergänzte. Die Gesellschaft der 1)ilen-n>tischickte ihn gemeinschaftlich mit dem I>. Revett und ParS nach dem Orient, zuniBe-Hufe antiquarischer Forschungen und Sammlungen. Die Leitung der ganzen Reiseward C. übertragen. Dem zufolge bereiste er 1764 — 66Ionien, Atlika, Argalisu> EliS, und kam mit einer reichen Ausbeute nach England zurück. 1769 gab er denersten Band seiner ionischen Alterthümer heraus; 1800 den zweiten. 1774 ließ erzuOxford „InsLriptionox-Nlligiiaopler.ionueiinockuin eillt.ie. i>,,1xli> »liiini i «t6roecl.i, siroeroiiin, ^llienix enlleotrie" drucken. In der Kunst, die alten In-schriften richtig zu lesen, genau zu copiren und glücklich zu ergänzen, hat ihn Nie-mand übertreffen. 1775 erschien zu Oxford der 1. Bd. seiner „Reise nach Klein-asien", der zweite 1776 u. d. T.: „Reise nach Griechenland ". Seine „Ge-schichte von Troja" ist gewissermaßen eine Ergänzung seiner Reise nach Listen. Er-starb den 9. Febr. 1810 zu Tilchurst in Berkshire, wo er zum Rector des Spren-gels ernannt worden war.
Chantrey (FranzV ein englischer Bildhauer, den seine Landsleute etwaszu freigebig den britischen Canova nennen. Doch ist die Behauptung englischerKunstrichter wol gegründet, daß dieser Künstler, der, in der Schule der Natur ge-bildet, durch die Kraft seines eignen Talents sich eine neue Bahn geschaffen hat,auch auf die Veredlung der bildenden Kunst in England einen günstigen Einflußausübt. Er ist 1782 in Morton, einem D. an der Grenze der Grafschaft Derby,geboren. Schon als Schulknabe modellirte er in Thon. Seine Mutter, dieWitwe eines wohlhabenden Landmanns, hatte ihn zum Rechtsgelehrten bestimmt.An dem Tage aber, als er in Sheffield ankam, um in seine neue Schule einzutre-ten, sah er vor dem Fenster des Bildhauers und VergolderS Ramsay einige aus-gestellte Figuren. Dieser Augenblick entschied über sein Schicksal, und seinen Be-rufahnend, beschloßer, ein Künstler zu werden. Er trat zu Ramsay in die Lehre,arbeitete 3 Jahre unermüdet, zeichnete und mvkellirie in allen freien Augenblickenund studirte nach der Natur, was er aber vor demkamitunzuftiedenenMeister ver-bergen Mußte. 1802 kam er nach London , wo er sich bald durch die gelungeneBüste des geistreichen Hörne Tooke einen Namen erwarb, indem er i» derselbendie sichern Grundsätze eines freien natürlichen StylS darlegte. Dann übertrugihm die Stadt London die Ausführung des Standbilds Georgs >>>., nach dessenVollendung er die Zeichnung zu dem Denkmale entwarf, das zu Nelson'S Ehre amSeeufer bei Parmoukh errichtet werden sollte; allein die an sich schon unkünstlersscheIdee'— deck Helden Bild, mit dem Sterne auf der linken Brust (der des Nachtserleuchtet werden sollte), als P Harns, 130 Fußhoch, auf einem weit in die Seehinausragenden Damme und auf einem Fußgestelle von den Bordertheilen der demFeinde genommenen Schiffe aufzustellen, war zu riesenhaft, als daß sie hätte aus-geführt werden können. Mehr als dies gründeten C.'S Ruhm eine Gruppe von2 im sanften Todesschlafe sich liebevoll umfassenden Schwestern, deren holde Kin-dergestalten Ruhe und Stille in jedem Umrisse und jedem Gliede zeigen (in derKathedrale zu Lichfield ); eine knieende Frau, die Lady Sl-Vincent, und ein mun-teres Mädchen auf den Zehen sich erhebend und eine Taube in ihrem Busen liebko-send (die Tochter des Herzogs von Bekford), zu Woburn-Abbcy, neben Canova'sGrazien aufgestellt. -Außer mehren andern Denkmälern und Standbildern inder Paukskirche u.a.a. O. schätzt man auch seine neuesten Werket die Büsten vonPkayfair, Walter Scott, Benjamin West, Wordsworth u. a. 1814 besuchteC. Paris, wo er Italiens Bildwerke bewunderte, und darauf Italien . Gleich-wol ist er seinem ursprünglichen Naturstyle treu geblieben. „Die Kunst Chan-